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Verlängerung
Sympathieträger und Kopf des Teams

Philip Wiese ist aus dem Team der VT Zweibrücken kaum wegzudenken. In der kommenden Saison bleibt er den Handballern auf jeden Fall erhalten.
Philip Wiese ist aus dem Team der VT Zweibrücken kaum wegzudenken. In der kommenden Saison bleibt er den Handballern auf jeden Fall erhalten. FOTO: Norbert Schwarz, Bildjournalist, Lindenstraae 10, 66484 Battwei / nos
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Kapitän Philip Wiese verlängert Vertrag bei der VT Zweibrücken-Saarpfalz.

Mit Philip Wiese hat nun auch der Kopf der Mannschaft seinen auslaufenden Vertrag bei der VT Zweibrücken verlängert. Auch wenn das nicht die größte Überraschung sein dürfte, kam im Vorfeld doch immer wieder die Frage auf, wie lange der 32-Jährige dem noch Handballsport noch erhalten bleiben möchte. Doch der Rückraumshooter des Oberliga-Spitzenreiters, der auch am Kreis viel Gefahr ausstrahlt, führt seine körperliche Fitness als einen der Gründe an, noch ein weiteres Jahr dranzuhängen.

„Im Moment fühle ich mich fit und merke, dass ich auf dem Niveau noch spielen kann. Ansonsten macht mir die Mannschaft einfach auch super viel Spaß“, erklärt der VZ-Kapitän. „Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die immer voll mitziehen“, erklärt der Zweibrücker Sympathieträger. Nachdem Wiese noch vor einigen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, schien es eine Frage der Zeit, wann er die Handballschuhe an den Nagel hängt. Davon ist in den vergangenen Monaten nur wenig zu spüren gewesen. Der VTZ-Kapitän beweist Woche für Woche, wie wichtig er für die Mannschaft ist und präsentiert sich in dieser Runde in herausragender Verfassung. In dieser zählt Wiese definitiv noch immer zu den besten Spielern der RPS-Oberliga.

Doch nicht nur seine handballerischen Fähigkeiten spiegeln seinen enormen Wert für die VTZ wieder. Auch im Verein ist er tief verankert. Er leistet vor allem auch in der Jugendförderung tolle Arbeit, wo es ihm gelungen ist, in dieser Saison bei den Minis den Neuaufbau in einer bemerkenswerten Art und Weise einzuleiten. Hatte er zu Beginn der vorherigen Runde noch eine überschaubare Anzahl an Kindern im Training, ist die Zahl mittlerweile auf fast 20 angewachsen, wobei schon einige den Weg in die E-Jugend gefunden haben.



Kaum jemand kann sich wohl vorstellen, wie die VTZ ohne Philip Wiese aussehen würde. Auch lukrative Angebote höherklassiger Vereine schlug er immer wieder aus und hielt seinem Heimatverein die Treue. „Klar gab es immer mal wieder Anfragen. Dass es nie zu einem Wechsel gekommen ist, ist auch dem geschuldet, dass die VTZ mir immer ermöglicht hat, vor der Haustür auf sehr hohem Niveau meinem Lieblingssport nachzugehen“, erklärt Wiese einen seiner Beweggründe, dem Verein nie den Rücken zuzukehren. Seine Familie ist bis heute tief mit der VTZ verwurzelt und übt innerhalb des Vereins verschiedenste Positionen aus.

Auch sportlich läuft im Moment alles am Schnürchen für die VTZ-Handballer. Mit drei Punkten Vorsprung auf die weiteren Verfolger grüßen sie von der Tabellenspitze. Es ist zu früh, dem Team von Trainer Danjiel Grgic zum Aufstieg in die 3. Liga zu gratulieren, dennoch befinden es sich auf einem sehr guten Weg befinden. Wiese lobt in diesem Zusammenhang vor allem auch die Arbeit mit dem Trainerteam. „Die Zusammenarbeit mit Danijel, Marek und Kai läuft super“, sagt Wiese. Trotzdem lässt sich das VTZ-Urgestein von der derzeitigen Situation nicht blenden und erklärt: „Wir wissen, dass wir gerade auswärts noch sehr schwere Spiele vor uns haben. Und das Derby gegen den SV 64 Zweibrücken sowie das Heimspiel gegen die HF Illtal darf man auch keineswegs vergessen.“ Wiese ist der Meinung, dass am Ende die Mannschaft aufsteigen wird, die in den Auswärtsspielen die besten Nerven zeigt und dort die meisten Punkte ergattert. Denn alle Top-Teams der Liga zeigen vor allem in den Heimspielen ohnehin konstant gute Leistungen. „Wir wollen aber auf jeden Fall alle Spiele gewinnen.“

Für die kommende Runde rechnet Wiese unabhängig von der Ligazugehörigkeit mit sehr starken Konkurrenten. „Die Oberliga wird jede Saison schwerer und wenn man eine Blick auf die 3. Liga wirft, weiß man, dass eine bis zwei Mannschaften in die RPS-Oberliga absteigen könnten, die das Niveau nochmals deutlich heben“, sagt Wiese.