| 23:01 Uhr

Zunächst „bewegungsträge“
SVK bezwingt Schlusslicht mit Minikader

Nach verschlafenem Beginn sicherte der SVK um Niklas Wolf (re.) den Sieg beim Schlusslicht.
Nach verschlafenem Beginn sicherte der SVK um Niklas Wolf (re.) den Sieg beim Schlusslicht. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Saarwellingen. Verbandsliga-Volleyballer setzen sich beim TV Saarwellingen II nach schwachem Start mit 3:1 durch. Von Svenja Hofer

Etwas neidvoll geht der Blick von Trainer Alexander Hoffmann am Samstag Richtung gegnerische Bank. Während beim Schlusslicht TV Saarwellingen II neben den sechs Mann auf dem Feld dort weitere sechs Auswechselspieler Platz nahmen, blieb die Bank des SVK Blieskastel-Zweibrücken komplett leer. „An solchen Tagen beneiden wir die anderen Teams, die nahezu immer zwölf Mann stark sind“, weist Hoffmann auf den dünnen Kader des Volleyball-Verbandsligisten hin. Dennoch setzte sich der Tabellenfünfte nach holprigem Beginn in Saarwellingen mit 3:1 (13:25, 25:23, 25:17, 25:15) durch.

„Da unser Zuspieler Michael Hoffmann die Saison aufgrund seiner Verletzung bereits beendet hat und zwei Akteure im Winterurlaub waren, blieb uns nichts anderes übrig, als mit sechs Mann anzureisen“, erklärt der SVK-Spielertrainer. Da zudem die zweite Mannschaft zeitgleich beim TV Wiesbach II auf dem Feld stand, konnten sich die Zweibrücker nicht personell verstärken. Erschwerend kam hinzu, dass der SVK den Start in die Partie komplett verschlief. Während der TVS II, der noch alle Punkte zum Klassenverbleib braucht, sehr motiviert auftrat. Da die Gäste zu „bewegungsträge“ waren, setzte sich Saarwellingen II schnell auf fünf Punkte ab. Auch die Auszeit des SVK brachte nichts. Der TVS zog auf 18:8 davon. Den Satz konnten die Zweibrücker nicht mehr umbiegen und gaben ihn mit 13:25 ab. „Es lag vor allem an der Annahmeschwäche. Folglich waren unsere Angriffe zu überschaubar und der Gegner konnte sein Spiel leicht aufziehen“, erklärt Hoffmann. Im Block und in der Feldverteidigung gelang es dem SVK zudem nicht, die Angriffe des Gegners zu stoppen.

Auch im zweiten Durchgang besserte sich die Annahme nicht. Doch die Zweibrücker konnten diese Schwäche durch den verbesserten Angriff ausbügeln. Von Beginn an lag der SVK vorne. Erst beim 21:21 konnte der TVS ausgleichen. „Wir behielten aber die Nerven und sicherten uns diesen Satz knapp.“ Vor allem Daniel Hoffmann wollte den nächsten drohenden Satzverlust verhindern und zeigte seine Klasse im Angriff und in der Feldverteidigung.



Ähnlich ging es im dritten Satz weiter. Der SVK führte bis zum 10:10 stets. Aus einer Auszeit kamen die Gäste mit vier Punkten in Folge zurück aufs Feld. Doch sie schenkten diesen Vorsprung schnell wieder her. Beim 16:16 nahm Hoffmann die zweite Auszeit. Die zeigte Wirkung. Dem Schlusslicht gelang nur noch ein Punkt. „Wir konnten auf Schwächephasen einzelner Spieler nur durch leichte Umstellungen im Annahmeriegel reagieren. Da ist jeder immer gefordert.“ Niklas Wolf übte durch starke Aufschläge extremen Druck auf die gegnerische Verteidigung aus. Den Rest erledigte die Angriffsreihe um Waldemar Schill und Timo Werner. Der Abschnitt ging mit 25:17 an den SVK.

Saarwellingen gab sich aber noch nicht geschlagen. Das Team startete stark in den vierten Satz. Nach dem 7:10-Rückstand kam Niklas Wolf an den Aufschlag und knüpfte an die starken Angaben aus dem vorherigen Durchgang an. Der Gegner brachte den Ball nicht mehr gefährlich zurück. Entweder scheiterten sie am starken Block um Timo Werner/Waldemar Schill oder es gelang den Zweibrücker, den gegnerischen Angriff zu verteidigen und in einen eigenen Angriff ummünzen. „In dieser Phase waren wir auch in der Feldverteidigung mit Daniel Hoffmann und Daniel Hübert sehr aufmerksam“, freut sich Hoffmann. So drehte der SVK den Rückstand in eine 15:10-Führung. „Diese acht Punkte in Folge zwangen den Gegner in die Knie. Das merkte man deutlich. Saarwellingen glaubte nicht mehr wirklich daran, uns den Satz nochmal abzunehmen.“ Sechs weitere Zähler in Folge dämmten jegliches Aufbäumen des TVS ein. Mit 25:15 gingen der Satz und damit die drei Punkte an den SVK Blieskastel-Zweibrücken.

Damit ist das Team auch am letzten Spieltag nicht mehr vom fünften Platz zu verdrängen. Dennoch wollen die SVK-Volleyballer die Saison am Samstag, 17. März, ab 19 Uhr mit zwei Siegen gegen Göttelborn und Klarenthal beenden.

Der SVK Blieskastel-Zweibrücken würde sich für die Saison über Verstärkung auf allen Positionen freuen. Weitere Informationen zu dem Volleyball-Verbandsligisten gibt es online auf der Homepage www.svk-zw.de.