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Handball-Bundesliga
SV64-A-Jugend verspielt Pausenführung

Giona Dobrani war mit sieben Treffern bester Werfer der SV-A-Jugend.
Giona Dobrani war mit sieben Treffern bester Werfer der SV-A-Jugend. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Günzburg. Handball-Jugendbundesliga: 23:26-Niederlage nach gutem Start beim VfL Günzburg. Von Roman Kuhn

Die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken haben zwei wichtige Punkte im Kampf um die direkte Quali für die nächste Bundesligasaison eingebüßt. Beim bayrischen Vertreter VfL Günzburg unterlagen die SV-Handballer – zum wiederholten Male nach einem deutlichen Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit – mit 23:26 (13:10). Bester Werfer der Gäste war Giona Dobrani mit sieben Toren.

Das Auswärtsspiel gegen den VfL bedeutet für die Westpfälzer auch gleichzeitig die zweitweiteste Fahrt der Saison. Knappe vier Stunden waren die Jungs von Trainer Björn Stoll unterwegs, bis sie in Günzburg ankamen, das auf halber Strecke zwischen Ulm und Augsburg gelegen ist. Die Strapazen der weiten Anreise schienen ihnen aber überhaupt nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil. Die Gäste spielten von Beginn an auf Augenhöhe mit dem Gastgeber und konnten vor allem in der Abwehr durch verschiedene Deckungssysteme überzeugen. Nach ausgeglichenem Spiel und einem Zwischenstand von 9:9 (23.) übernahmen die Junglöwen das Kommando und konnten sich bis zur Pause sogar auf 13:10 absetzen. Trainer Stoll, der in dieser Partie neben Marc-Robin Eisel und Philipp Meiser kurzfristig krankheitsbedingt auch noch auf Fabian Naumann verzichten musste, fand für die Leistung in den ersten dreißig Minuten lobende Worte: „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut verteidigt und Norman hat durch gute Paraden im Tor die Abwehr unterstützt. Im Angriff haben wir geduldig gespielt und uns immer wieder klasse Möglichkeiten erarbeitet. Einziges Manko war unsere Chancenverwertung, die einer höheren Führung im Weg stand“.

In der zweiten Halbzeit drehten die Hausherren dann aber mächtig auf. In der Abwehr agierte Günzburg deutlich offensiver und er­zwang bei den Zweibrückern immer wieder technische Fehler. Diese einfachen Ballgewinne konnten sie häufig durch schnelle Spielfeld­überbrückung mit Kontertoren abschließen. Im Positionsangriff war der überragende Jugendnationalspieler des VfL, Frieder Bandlow, auf der rechten Seite nicht mehr zu stoppen. Der elffache Torschütze erlegte die Gäste fast im Alleingang. Die Hausherren holten nicht nur Tor um Tor auf, sondern zogen nach dem 19:19-Ausgleich (45.) bis auf 25:20 (58.) uneinholbar davon. Die 64er, denen aufgrund der personellen Situation förmlich die Luft auszugehen schien, erzielten in diesen dreizehn Minuten lediglich ein mickriges Törchen. In den verbleibenden 120 Sekunden konnten die Zweibrücker nur noch Ergebniskorrektur betreiben und verloren am Ende mit drei Toren Unterschied.



Durch diese Niederlage rutschen die Jungs von SV-Trainer Björn Stoll auf den sechsten Tabellenplatz ab und kämpfen weiterhin mit Wolfschlugen, Konstanz, Echaz-Erms, Balingen und Göppingen um die noch möglichen drei Plätze vier bis sechs, um sich dadurch auch für die kommende Bundesligasaison zu empfehlen. Auf den ersten drei Rängen haben sich Pforzheim, Stuttgart und die Rhein-Neckar-Löwen bereits festgesetzt. Sie haben aufgrund ihres Punktepolsters die Qualifikation schon so gut wie in der Tasche.