| 21:42 Uhr

Auch Jugend-Kooperation angestrebt
SV Ixheim macht den Weg frei

VBZ-Angreifer Dennis Hirt (links) umkurvt Ixheims Torwart Steffen Hunsicker. Künftig spielen beide Vereine wohl gemeinsam.
VBZ-Angreifer Dennis Hirt (links) umkurvt Ixheims Torwart Steffen Hunsicker. Künftig spielen beide Vereine wohl gemeinsam. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Gestern Abend: Mitgliederversammlung stimmt für Fußball-Spielgemeinschaft mit den VB Zweibrücken. Von Fritz Schäfer

Mit „Es ist alles gesagt“, meinte Karl Koyne am Freitagabend nach den Ausführungen des Vorsitzenden Michael Renkawitz bei der Mitgliederversammlung zu einer Spielgemeinschaften des SV Ixheim und den VB Zweibrücken. Ohne Diskussion stimmten dann 27 Mitglieder für die Spielgemeinschaft. Fünf stimmten dagegen. „Damit können wir den Weg weiter beschreiten“, sagte Renkawitz. Denn die beiden Vereinsvorstände wollten nicht warten bis zur Versammlung der VB Zweibrücken am 20. April. „Dann wird die Zeit knapp.“ Aber selbstverständlich bedarf die Spielgemeinschaft auch der Zustimmung der Mitgliederversammlung der VBZ:

Mit dem möglichen Spielermangel als Folge des demografischen Wandels, der räumlichen Nähe der beiden Vereinen, der Ergänzung eines Natur- und Kunstrasenplatzes und auch Einsparungen durch Synergieeffekte hatten der Vorsitzende des SV Ixheim, Michael Renkawitz, und der Präsident der VB Zweibrücken, Frank Schmid, bereits vor der Versammlung Gründe für eine Spielgemeinschaft der beiden weiter selbstständigen Vereine genannt.

Der Fußballverband verzeichnet schon jetzt einen Rückgang der Jugendmannschaften. „Dieser Rückgang jeden Treffen. Auch uns“, sagte Renkawitz. Der Kunstrasenplatz an der Ixheimer Römerstraße und der Naturrasen an der Schlachthofstrafe würden sich gut ergänzen. Zumal die beiden Plätze nur 700 bis 800 Meter voneinander entfernt sind.



„Bisher haben beide Mannschaften vier Trainer. Bei einer Spielgemeinschaft sind das weniger“, erwartet Schmid Einsparungen. Wobei bisher nur David Schwartz als Trainer der ersten Mannschaft feststehe. Wer weiter als Trainer fungiere werde nach dem Zusammenschluss der Spielgemeinschaft entschieden, sagten beide übereinstimmend.

Schon seit Beginn des Jahres findet eine gemeinsame Trainingseinheit der beiden Vereine unter Leitung von Schwartz statt. „Das kommt bei unseren Spielern sehr gut an“, sagte Renkawitz. Die Spieler seien schon zu Beginn der im Herbst begonnenen Gespräche informiert worden. „Wenn die dagegen gewesen wären, hätten wir das Ganze gestoppt“, erklärte Renkawitz.

Der SVI-Vorsitzende sagte weiter, dass der Vorstand allein entscheiden gekonnt hätte. „Aber bei einer solch weitreichenden Entscheidung sollen alle Mitglieder entscheiden. Dem pflichtete Schmid ohne Einschränkung bei: „Die Mitgliederversammlung ist das wichtigste Organ eines Vereins.“ Die VBZ entscheiden am Freitag, 20. April.

„Wir müssen nicht. Wir wollen“, sagte Schmid. Beide Vereine würden aus der Position die Spielgemeinschaft eingehen. Wenngleich auch Schmid mit Blick auf die zurückgehenden Spielerzahlen Probleme in der Zukunft befürchtet. Wobei er eingesteht, dass auch die Spielgemeinsacht Probleme mit sich bringen könne.

Geeinigt haben sich die Vereine nach einem Gespräch mit dem SWFV, dass die Spielerpässe auf den federführenden Verein, die VBZ, umgeschrieben werden. Die Heimspiele werden abwechseln ausgetragen. Auch beim Training werde „nach Bedarf“ (Schmid) abgewechselt.

Die Spielgemeinschaft Zweibrücken-Ixheim soll ab der neuen Saison mit der ersten Mannschaft in der Landes- oder Bezirksliga, mit der zweiten Mannschaft in der A- oder B-Klasse spielen. „Vielleicht gibt es noch eine dritte Mannschaft“, sagte Schmid. Auch im Jugendbereich werden die beiden Vereine zusammenspielen. „Da leistet der SV Ixheim schon seit vielen Jahren eine hervorragende Jugendarbeit“, sagte der VBZ-Präsident. „Der SVI erntet nur nicht die Früchte.“