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Handball-Oberliga
SV-Frauen drehen Spieß in Hälfte zwei um

Lucie Krein traf in Friesenheim gleich elf Mal für den SV 64.
Lucie Krein traf in Friesenheim gleich elf Mal für den SV 64. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken holen im Verfolgerduell in Friesenheim nach Pausenrückstand noch einen Sieg. Von Roman Kuhn

Die Frauen des SV 64 Zweibrücken haben das Verfolgerduell in der Oberliga gegen die TSG Friesenheim knapp, aber verdient mit 29:27 (12:15) gewonnen. Dabei profitierten die Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf von einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang. Lucie Krein (elf Tore, davon drei Siebenmeter) und Katharina Koch (sechs) trafen für die Gäste am Häufigsten.

Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen guten Gegner. Die TSG Friesenheim verlangte den Löwinnen in spielerischer und kämpferischer Hinsicht alles ab. In den ersten 30 Minuten waren es die Gastgeberinnen, die den Takt vorgaben. Immer wieder fanden sie die Lücken im Zweibrücker Abwehrverband und setzten sich nach ausgeglichenem Beginn 8:8 (15.) auf drei Tore ab (12:9/22.). Die Gäste aus der Westpfalz hatten aber nicht nur in der Deckung ihre Probleme, sondern leisteten sich im Tempospiel einige Ballverluste und scheiterten auch im Positionsangriff häufig an der Defensive der TSG. So wechselten beide Mannschaften beim 15:12 die Seiten. SV-Trainer Lydorf war mit der Leistung seiner Schützlinge bis dahin überhaupt nicht einverstanden und musste in der Kabine erst noch die richtigen Worten finden: „Friesenheim war gut auf uns eingestellt, aber wir haben uns auch selbst ganz schön im Weg gestanden. Wir haben zu viele Bälle einfach weggeworfen und versiebten klare Chancen. In der Abwehr fehlte mir der Wille, um die Gegenspieler auch wirklich am Tore werfen zu hindern“.

Scheinbar hatte die Ansprache gefruchtet, denn die 64er kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Mit einem 8:2-Lauf drehten sie innerhalb von zehn Minuten das Spiel und lagen beim 20:17 selbst mit drei Toren in Front. Doch die Eulen aus Ludwigshafen erholten sich schnell von diesem Rückschlag und boten dem SV64 weiterhin einen offenen Schlagabtausch. Am Ende sicherte Torfrau Daphne Huber mit einigen Glanzparaden den knappen 29:27-Auswärtssieg. Nach dem Spiel war Trainer Lydorf nicht nur zufrieden mit der zweiten Halbzeit, sondern vor allem mit dem Ergebnis und der eigenen Tabellensituation: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Wir haben unsere Position gefestigt und blicken nun ganz entspannt den beiden Spitzenspielen gegen Bassenheim und Marpingen entgegen. Jetzt wollen wir noch einen erfolgreichen Jahresabschluss.“