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Mehr Konstanz nötig
SV auf Wiedergutmachung aus

Eine spannende Partie erwartet der SV 64 Zweibrücken um Tom Grieser (re.) im Heimspiel gegen den TV Mülheim.
Eine spannende Partie erwartet der SV 64 Zweibrücken um Tom Grieser (re.) im Heimspiel gegen den TV Mülheim. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. SV 64: Herren empfangen Mülheim — A-Jugend vor richtungsweisendem Spiel. Von Roman Kuhn

Eine Begegnung auf Augenhöhe können die Fans des SV 64 Zweibrücken am Samstag erwarten. Dann empfängt der Vierte der Handball-Oberliga um 18 Uhr den TV Mülheim in der Ignaz-Roth-Halle. Das verrückte Hinrundenspiel endete 31:31. Die 64er führten deutlich und sahen lange wie der sichere Sieger aus – und mussten am Ende froh sein, überhaupt noch einen Zähler mitnehmen zu können.

Ähnlich wechselhaft wie die Zweibrücker das Hinspiel absolvierten, präsentierten sie sich auch in den vergangenen Wochen. Furiose Siege – zum Beispiel gegen das Spitzenteam aus Illtal – folgten bittere Niederlage wie gegen Schlusslicht Friesenheim. Der Gegner der launischen Zweibrücker, der TV Mülheim ist zurzeit die Mannschaft der Stunde. Der TVM gewann zuletzt vier Mal in Serie und hat sich so auf den sechsten Platz vorgearbeitet. Die SV-Defensive wird am Samstag besonders gefordert. Mit Torjäger Max Zerwas im linken Rückraum, Philipp Schwenzer am Kreis und dem erfahrenen Julian Vogt auf der Spielmacherposition verfügt Mülheim über eine schwer zu verteidigende Achse. „Diese Mannschaft hat in den letzten vier Wochen sehr viel Selbstvertrauen tanken können. Aber wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen“, zeigt sich der Zweibrücker Trainer Axel Koch kämpferisch. Nach der Niederlage am vergangenen Samstag im Derby gegen die VTZ Saarpfalz will der SV den vierten Tabellenplatz festigen.
Der Kader ist aber einmal mehr dünn besetzt. „Niklas Bayer ist weiterhin verletzt, für Kian Schwarzer ist die Runde beendet und Christopher Huber und Till Wöschler konnten in der letzten Woche nur sehr eingeschränkt trainieren“, sagt Koch. Darüber hinaus werden die A-Jugendspieler in Absprache mit den Trainern Björn Stoll und Christian Schwarzer für das richtungsweisende Spiel gegen Echaz-Erms am Sonntag geschont. Nils Wöschler fehlt urlaubsbedingt, so dass voraussichtlich nur neun Feldspieler zur Verfügung stehen.

Für die A-Jugend steht gegen Echaz-Erms ein Endspiel an. Es ist wahrscheinlich das wichtigste Jugendspiel des SV seit dem Halbfinale um die deutsche B-Jugendmeisterschaft vor zwei Jahren. Mit der JSG Echaz-Erms ist der aktuelle Tabellennachbar zu Gast. Beide Teams haben es noch in der Hand, sich direkt für die neue Bundesligasaison zu qualifizieren. Allerdings helfen dem SV in Anbetracht der Tabellensituation wohl nur ein Siege. Denn sechs Vereine streiten sich um die Plätze vier bis sechs, die die Bundesliga-Qualifikation bedeuten würde. Die SV-Verantwortlichen haben sich unter der Woche mit vielen Rechenspielen beschäftigt. Die 64er, die auf dem fünften Platz rangieren, können am Sonntag das Ticket für die neue Runde in der ersten Liga buchen, wenn sie ihr Heimspiel gegen die Gäste aus Baden-Württemberg gewinnen und gleichzeitig Göppingen und Balingen verlieren. Bei allen anderen Szenarien fällt die endgültige Entscheidung erst am letzten Spieltag. Verzichten muss der SV auf Kian Schwarzer. Über den Einsatz, der zuletzt schmerzlich vermissten Philipp Meiser und Nico Müller wird erst am Spieltag entschieden. Torwart Norman Becker wird, nach dem die Fäden an seiner Platzwunde gezogen sind, voraussichtlich wieder zum Kader gehören. Eventuell wird B-Jugendtalent Joshua Eberhard das Team verstärken. Die Zweibrücker haben sich gezielt auf alle Anforderungen für dieses so wichtige Spiel vorbereitet und hoffen, ab 14 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle auf große Unterstützung.



Bester Angriff gegen zweitbeste Abwehr heißt es am Sonntag im Oberligaspiel der SV-Frauen in Osthofen. Im Hinspiel der derzeitigen Tabellennachbarn hatten die Rheinhessen alle Trümpfe auf ihrer Seite und gewannen klar mit 26:17. Der Zweibrücker Trainer Rüdiger Lydorf möchte mit seinen Mädels in diesem Spiel einen besseren Eindruck hinterlassen und strebt einen sportlichen Vergleich auf Augenhöhe an. Personell gibt es Probleme. Lydorf wird womöglich einige Spielerinnen aus der A-Jugend nominieren müssen.