| 21:28 Uhr

Freudloser Sieg
SV-A-Jugend verpasst direkte Qualifikation

Unsanft gestoppt: Für die A-Jugend des SV 64 um Kreisläufer Sebastian Meister (Mitte) endet die Bundesligasaison trotz des Sieges in Bietigheim mit einer herben Enttäuschung.
Unsanft gestoppt: Für die A-Jugend des SV 64 um Kreisläufer Sebastian Meister (Mitte) endet die Bundesligasaison trotz des Sieges in Bietigheim mit einer herben Enttäuschung. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Bietigheim . Jugendbundesliga: Der Handballnachwuchs siegt zwar mit 33:29 in Bietigheim, doch die Schützenhilfe der Konkurrenz bleibt aus. Von Roman Kuhn

Trotz ihres Sieges im letzten Saisonspiel schlichen die A-Jugendhandballer des SV 64 Zweibrücken am Sonntag enttäuscht aus der Sporthalle am Viadukt in Bietigheim. Denn die direkte Qualifikation für die Jugendbundesliga hatten die Jungs mit Platz sieben um einen Rang verpasst. Die erhoffte Schützenhilfe aus Echaz-Erms war ausgeblieben.

Ihr Auswärtsspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Bietigheim gewann der SV 64 wie erhofft mit 33:29 (18:14). Dabei legte der SV 64 bereits in der Anfangsphase den Grundstein für den nie gefährdeten Pflichtsieg. Das eigentliche Drama spielte sich im zirka 70 Kilometer entfernten Pfullingen ab. Dort trafen die direkten Konkurrenten der Zweibrücker Löwen, die JSG Echaz-Erms und die HSG Konstanz, aufeinander. Bei einem Heimsieg von Echaz-Erms oder einem Unentschieden wären die Westpfälzer auch in der nächsten Saison in der deutschen Eliteliga des Jugendhandballs vertreten gewesen. Nur eine Minute vor dem Abpfiff, beim Spielstand von 37:37, durften die Zweibrücker, die die Partie der Konkurrenz noch in der Kabine in Bietigheim am Live-Ticker verfolgten, von einem erfolgreichen Saisonfinale träumen. Doch mit dem späten Treffer zum 38:37-Endstand für Konstanz platzten alle Hoffnungen – und die ungute Vorahnung, dass die Zweibrücker im Laufe der Saison zu viele Punkte hatten leichtfertig liegen lassen, wurde zur Gewissheit. So konnten die Spieler des Jahrgangs 1999 nicht mit dem gewünschten Ergebnis in den Aktivenbereich verabschiedet werden.

Die Partie in Bietigheim war schnell entschieden. Bereits beim Zwischenstand von 16:8 (20.) für die 64er war sie praktisch durch. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte der zehnfache Torschütze Tim Schaller heraus. In einer von beiden Seiten fairen Begegnung kamen die Hausherren im Verlauf der zweiten Hälfte zwar noch einmal bis auf drei Tore heran, eine entscheidende Wende konnten sie der Partie aber nicht mehr geben. Am Ende siegten die 64er verdient mit 33:29. Die Partie war für alle Beteiligten ein eher unaufgeregter Handball-Nachmittag. „Es war insgesamt auch kein besonders gutes Bundesliga-Spiel“, sagte Trainer Björn Stoll nach der verpassten Qualifikation zum Abschluss seines Engagements enttäuscht.



Nach nur einer Woche Pause  wird nun der neue A-Jugend-Trainer Klaus Peter Weinert die zukünftigen A-Junioren der Jahrgänge 2000 und 2001 auf die anstehende Qualifikation für die Jugendbundesliga vorbereiten. Das erste von mehreren Turnieren wird voraussichtlich am Wochenende des 28./29. April stattfinden. Bis dahin möchte Weinert eine neue schlagkräftige Truppe für die 64er zusammenstellen, um dann über diesen Weg die Teilnahme an der nächsten Saison der Jugendbundesliga zu sichern.