| 22:31 Uhr

Handball-Oberliga
Wiedersehen mit vielen alten Bekannten

Trotz teils erheblicher Personalprobleme stehen Kian Schwarzer und die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken zum Ende der Hinrunde besser da, als zur gleichen Zeit des Vorjahres.
Trotz teils erheblicher Personalprobleme stehen Kian Schwarzer und die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken zum Ende der Hinrunde besser da, als zur gleichen Zeit des Vorjahres. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken spielen am Sonntagabend im Saarderby bei den HF Illtal. Trotz der weiterhin angespannten Personalsituation freuen sich die Löwen auf die letzte Hinrundenpartie – schließlich stehen auf der Gegenseite einige bekannte Gesichter. Von Roman Kuhn

Am kommenden Sonntag treten die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken zum letzten Spiel der Hinrunde in der Hellberghalle in Eppelborn bei den Handballfreunden Illtal an. Dabei treffen die Jungs um ihren langzeitverletzten Kapitän Tom Grieser um 18 Uhr auf einige Weggefährten der jüngeren Vergangenheit. Denn im Kader der sogenannten Zebras stehen mit Tobias Alt, Patrick Bach und Tom Ihl gleich drei Spieler, die in der abgelaufenen Saison noch für die Zweibrücker Löwen am Ball waren. Vor allem auf das Wiedersehen mit Tobi Alt, der nach wie vor mit mehreren seiner ehemaligen Mannschaftskammeraden befreundet ist, freuen sich die SV-Spieler. Der letztjährige Torschützenkönig und Publikumsliebling der 64er hat trotz seines Wechsels bei seinem alten Verein positive Spuren hinterlassen.

Die HF Illtal steht unter der Leitung ihres langjährigen Trainers Steffen Ecker für dynamischen Tempohandball und ein attraktives Kombinationsspiel. Nach anfänglichen Problemen zu Rundenbeginn, mit teilweise sehr unglücklichen Niederlagen, ist das Team wieder auf dem Weg in die Spitzengruppe der Oberliga. Durch eine Serie von zuletzt vier Siegen in Folge – davon dreimal auswärts – könnten sich die Handballfreunde am kommenden Sonntag sogar an die Spitze des Verfolgerfeldes hinter den beiden Topmannschaften aus Hochdorf und Budenheim setzen. Voraussetzung ist dabei allerdings ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Zweibrücken.

Bei den Gästen sind die personellen Vorzeichen auf das ewig junge Saarderby derweil nicht so positiv. Kapitän Tom Grieser fällt verletzungsbedingt ohnehin aus, aber auch Benni Zellmer, Till Wöschler und Christopher Huber waren unter der Woche allesamt krankgeschrieben und konnten nicht am Training teilnehmen. Ob ein Einsatz überhaupt möglich oder sinnvoll ist, wird erst am Spieltag selbst entschieden. Das heißt aber auch, dass sich die Vorbereitung auf den Gegner als äußerst schwierig gestaltete. „Illtal spielt so facettenreich, dass mich die Videovorbereitung darauf bis jetzt von allen Teams zeitlich am meisten beansprucht hat. Aber was nutzt mir die umfangreichste Videobesprechung, wenn keine Spieler da sind, die danach mit diesen Informationen trainieren“, stellt SV-Trainer Bullacher die Misere vor der schweren Auswärtsaufgabe nochmal heraus.



So müssen am Sonntagmittag, wenn die A-Junioren ihr Heimspiel in der Jugendbundesliga beendet haben, einige Jugendspieler auf Abruf bereitstehen, um eventuell die Reise ins Nordsaarland mit anzutreten. Der Löwennachwuchs empfängt um 14 Uhr die HABO Bottwar in der Ignaz-Roth-Halle. Aber auch mit dezimierten Kader geht der Übungsleiter das anstehende Saarderby positiv an: „Die Spiele in Illtal waren immer super, weil da durch die vielen Zuschauern eine tolle Stimmung in der Halle ist. Diese Leidenschaft überträgt sich auch auf das Spielfeld. Das sind eben besondere Partien, auf die man sich freut. Egal mit welchem Kader. Mein letztes Spiel dort liegt schon fünf Jahre zurück. Das allerdings bleibt unvergessen, denn da sind wir am letzten Spieltag in die Dritte Liga aufgestiegen.“

Unabhängig vom Ausgang des Spiels sind die Verantwortlichen der 64er mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden. Vor der letzten Begegnung der Hinrunde stehen die Löwen, trotz des großen personellen Umbruchs, bei dem die Abgänge von Marc Robin Eisel, Tobias Alt, Tom Ihl, Max Sema oder Standby-Spieler Nils Wöschler verkraftet werden mussten, mit einem Punkt besser da, als in der Vorsaison.