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SV 64 Zweibrücken hat heute ein „Abstiegsendspiel“ in Kornwestheim

Robin Egelhof (am Ball) spielte am Wochenende für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft. Heute Abend ist er für den SV 64 Zweibrücken in der Dritten Liga im Einsatz. Foto: Norbert Schwarz/pmd
Robin Egelhof (am Ball) spielte am Wochenende für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft. Heute Abend ist er für den SV 64 Zweibrücken in der Dritten Liga im Einsatz. Foto: Norbert Schwarz/pmd FOTO: Norbert Schwarz/pmd
Zweibrücken. Um sehr viel geht es heute Abend um 20 Uhr für den Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken. Die Löwen treten im direkten Abstiegsduell beim SV Salamander Kornwestheim an und müssen unbedingt gewinnen. Christian Gauf

Das am heutigen Abend um 20 Uhr in der Kornwestheimer Sporthalle Ost stattfindende Drittliga-Nachholspiel zwischen dem SV Salamander Kornwestheim und den Zweibrücker Löwen hat durchaus so etwas wie den Charakter eines Endspiels. Unter Druck stehen im Kampf um den Klassenverbleib beide Teams, wobei die 64er aufgrund der Tatsache, dass sie bei vier noch ausstehenden Spielen derzeit zwei Punkte hinter den Kornwestheimern liegen, schon noch etwas mehr Siegesdruck verspüren.

Beide Mannschaften müssen dabei mit der ungewohnten Anwurfzeit an einem Arbeitstag um 20 Uhr zurechtkommen, wobei beide Teams wohl genau deshalb auch nicht in Bestbesetzung antreten können. Robin Egelhof, der zunächst von Montag bis Mittwoch vergangener Woche am Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft teilgenommen hat und anschließend dann im Kader für die EM-Qualifikationsspiele stand, ist unverletzt zurückgekehrt.

Die deutschen Junioren gewannen übrigens alle drei Spiele gegen Russland mit 29:26, gegen Kosovo mit 38:12 und gegen Litauen mit 33:22 und haben sich damit souverän für die EM im Sommer dieses Jahres qualifiziert. In den beiden letzten Spielen kam der 18-Jährige dann auch zu Einsatzzeiten, erzielte gegen Kosovo drei und gegen Litauen vier Tore für die deutsche Juniorennationalmannschaft. Dass neben Egelhof dabei auch Björn Zintel, mit insgesamt neun Treffern in den drei Qualifikationsspielen, zum Aufgebot zählte und auch Jerome Müller nur aufgrund einer Verletzung nicht dabei sein durfte, ist sicher auch ein Beleg für die Qualität der Nachwuchsarbeit der Zweibrücker Löwen in den vergangenen Jahren.

Mit Egelhof also, dafür möglicherweise allerdings ohne Spielmacher Florian Enders, der vermutlich berufsbedingt nicht mitkommen kann, müssen die 64er dieses "Nichtabstiegsendspiel" in Kornwestheim bestreiten. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Abfahrt ist um 16.30 Uhr an der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle.

Kornwestheim hat - ähnlich wie die Zweibrücker Löwen - im Laufe dieser Saison schon einige Überraschungen geschafft. Unter anderem gewannen sie am zehnten Spieltag mit 31:29 beim letztjährigen Meister und aktuellen Tabellenzweiten, der SG Leutershausen, und fügten weiterhin dem Meisterschaftsfavoriten HSG Konstanz beim 33:27-Heimsieg die höchste Saisonniederlage zu. Dem Dritten TV Hochdorf "klauten" sie beim 27:27-Unentschieden ebenfalls einen Punkt. Insofern sind die Kornwestheimer durchaus so etwas wie ein Favoritenschreck.

Star der Truppe ist Peter Jungwirth, der in Kornwestheim ausgebildet wurde, dann allerdings zwischenzeitlich mit Magdeburg und Wetzlar in der Bundesliga spielte und zur laufenden Saison in seine Heimat zurückkehrte. Auch für die Kornwestheimer kam die Spielverlegung vom Wochenende auf diesen Dienstag alles andere als passend. Am Wochenende wäre die Halle in dieser Begegnung mit Endspielcharakter sicher voll gewesen - ob es am Dienstagabend auch gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Und die 64er müssen vor dem Spiel ja auch noch die Anreise von etwa 180 Kilometern stemmen, hoffen, dass sie dabei von Verkehrsstaus verschont bleiben. Die Rückkehr ist dann gegen 24 Uhr geplant.