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Handball-Oberliga
SV 64 Zweibrücken begegnet der Tormaschine der Oberliga

 SV-Trainer Stefan Bullacher.    Foto: maw
SV-Trainer Stefan Bullacher. Foto: maw FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Die Herren des SV 64 müssen zum Auswärtsspiel beim TV Mülheim zuerst die weiteste Reisestrecke der Saison hinter sich bringen. Sprung auf Platz zwei möglich. Von Roman Kuhn

Die erste Herrenmannschaft des SV 64 Zweibrücken spielt am Samstag um 18 Uhr auswärts im Schul- und Sportzentrum gegen den TV Mülheim. Damit treten die Schützlinge von Trainer Stefan Bullacher bei der Anreise in die elftausend Einwohner zählende Stadt nördlich von Koblenz, mit 215 Kilometern ihre weiteste Anreise der Saison an.

Mehr Kopfzerbrechen als die Fahrtstrecke macht dem Zweibrücker Übungsleiter allerdings die Leistungsstärke der Hausherren. Mit Max Zerwas haben die Mülheimer eine wahre Tormaschine in ihren Reihen. Der linke Rückraumspieler traf in den bisherigen 24 Begegnungen sage und schreibe 214 Mal ins gegnerische Tor. Das ist absoluter Ligarekord. Zum Vergleich hat der beste Torschütze der 64er, Tim Schaller (Platz 7 der Torschützenliste), 80 Treffer weniger erzielt. Solche Topleistungen wecken natürlich auch Begehrlichkeiten bei den höherklassigen Clubs. Deshalb ist es nicht überraschend, dass der wurfgewaltige Zerwas nach der Saison zum Kölner Drittligisten Longericher SC wechseln wird. Neben dem Toptorschützen, drücken vor allem Spielmacher Julian Vogt und Kreisläufer Philipp Schwenzer dem Spiel der Rheinländer ihren Stempel auf. Auf dieses Trio müssen die Gäste in der Abwehr ihr Hauptaugenmerk legen. Ob Vogt allerdings spielen wird, ist aktuell noch ungewiss. Ihn plagt seit zwei Wochen eine Ellenbogenverletzung. Im Verlauf der Runde hat die Mannschaft des isländischen Trainers Hilmar Bjarnason vor allem durch die beiden Siege gegen den Titelaspiranten SF Budenheim aufhorchen lassen. Deshalb werden die Zweibrücker den Tabellenneunten auf keinen Fall unterschätzen. „Mülheim hat aktuell genau wie wir mit Verletzungen zu kämpfen. Aber sie leisten wie wir auch mit kleinem Kader Großartiges. Wir sind gewarnt und wollen weiter auf der Erfolgswelle schwimmen, auch wenn wir in dieser Woche nur mit sechs Feldspielern trainieren konnten und am Mittwoch das Training gänzlich ausfallen musste“, blickt SV-Trainer Bullacher trotz schlechter Vorbereitung positiv auf die kommende Aufgabe.

Weil der Tabellenzweite Budenheim am Samstag im Heimspiel gegen den souveränen Oberliga-Tabellenführer TV Hochdorf ran muss, winkt den Zweibrückern im Falle eines Sieges vielleicht sogar der Sprung auf Rang zwei.