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Handball-Oberliga
SV 64 will Zünglein an der Waage spielen

Ob die Zweibrücker Löwen im Spitzenspiel gegen Illtal auf Tom Grieser (Mitte) zurückgreifen können, ist fraglich. Der Kapitän des SV 64 ist nach seiner Bänderverletzung erst am Dienstag wieder ins Training eingestiegen.
Ob die Zweibrücker Löwen im Spitzenspiel gegen Illtal auf Tom Grieser (Mitte) zurückgreifen können, ist fraglich. Der Kapitän des SV 64 ist nach seiner Bänderverletzung erst am Dienstag wieder ins Training eingestiegen. FOTO: nos / Norbert Schwarz
Zweibrücken. Die Zweibrücker Löwen empfangen am Samstag den Oberliga-Zweiten Illtal zum Spitzenspiel in der Westpfalzhalle. Im Rennen um die Meisterschaft rechnet sich der Vierte aber selbst nur noch geringe Chancen aus. Von Roman Kuhn

Das wohl spannendste Wochenende im Meisterschaftsrennen der Handball-Oberliga steht an. Denn mit den Paarungen SV 64 Zweibrücken gegen MSG HF Illtal (18 Uhr) und DJK SF Budenheim gegen die VTZ Saarpfalz (19.30 Uhr) treffen die vier Topteams in direkten Duellen aufeinander.

Während es für drei der vier Mannschaften – die VTZ, für Illtal und Budenheim – noch um ganz wichtige Zähler im Kampf um den Drittligaaufstieg geht, hat der SV 64 keine großen Ambitionen im Titelrennen mehr. Dafür haben die Zweibrücker Löwen in der Hinrunde zu viele Zähler unnötig liegen lassen, gerade in Auswärtsspielen bei „weniger hoch gehandelten“ Gegnern leichtfertig Punkte verschenkt.

Ungebrochen ist hingegen die Lust der Zweibrücker Löwen, in den Spitzenspielen der Konkurrenz Punkte abzunehmen, wie es beispielsweise auch beim souveränen 34:21-Sieg in Budenheim gelang.



Im Laufe dieser Saison haben die Zweibrücker Löwen bereits zweimal gegen den Tabellenzweiten MSG HF Illtal gespielt. In der Hinrunde verloren sie in Eppelborn verdientermaßen. Dafür gewannen sie das Pokalduell am 6. Januar mit zwei Toren Vorsprung.

„Die beiden Mannschaften kennen sich sehr gut“, stellt SV-Trainer Axel Koch im Vorfeld des Heimderbys am Samstagabend heraus. Probleme bereitete den 64ern vor allem die aggressive Abwehr der Zebras mit einem extrem zweikampfstarken Innenblock und Torwart Robin Näckel, der in Eppelborn reihenweise freie Torgelegenheiten der Löwen vereitelte. Daneben verfügt Illtal über ein schnelles dynamisches Angriffsspiel mit guten Einzelspielern: „Besonders Marcel Becker im rechten Rückraum ist extrem treffsicher und schwer zu verteidigen. Und den Übergang auf zwei Kreisläufer – besonders nach der schnellen Mitte - haben wir im Hinspiel nie richtig in den Griff bekommen“, merkt Koch an. Dass Illtal aber auch schlagbar ist, zeigte das spannende Pokalspiel, bei dem die 64er selbst aus einer guten Abwehr heraus ein effizientes Tempospiel aufzogen. Anders als im Pokal – wo sich beide Mannschaften für das Finalturnier qualifizierten – geht es nun aber für die HF Illtal um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes, um in Reichweite von Tabellenführer VT Zweibrücken zu bleiben. Daher kommen die Zebras sicher topmotiviert nach Zweibrücken, wo sie auf eine stark verletzungsgeschwächte Zweibrücker Mannschaft treffen. Mannschaftskapitän Tom Grieser ist nach seiner Bänderverletzung erst am Dienstag wieder ins Training eingestiegen, Niklas Bayer fällt wegen einer Bänderverletzung mindestens fünf Wochen aus, Kian Schwarzer und Till Wöschler mussten aufgrund von Verletzungen aus den letzten Spielen im Training aussetzen, sind aber vielleicht am Samstag einsatzbereit.

Trainer Axel Koch geht trotzdem optimistisch ins Spiel: „Wir sind zwar definitiv Außenseiter, werden aber alles geben, um den Zebras das Leben so schwer wie möglich zu machen.“

Die Frauen des SV 64 Zweibrücken treten am Sonntag zum ewig jungen Saarderby gegen den HSV Püttlingen an. Dabei müssen die Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf vor allem auf Spielmacherin Marion Müller und die brandgefährliche Außenspielerin Renata Szabo achten. „Wir brauchen eine stabile Leistung in unserer Deckung und gute Torwarte. Dann haben wir eine echte Chance. Es wird Zeit, dass wir auch nochmal auswärts punkten, um den Anschluss an gesicherte Mittelfeld zu halten“, so die Einschätzung des Zweibrücker Übungsleiters. Personell muss er weiter auf Pauline Hartfelder und Lisa Paquet verzichten. Die angespannte Trainingssituation hat sich auch unter der Woche nicht verbessert. Durch viele gesundheitlich angeschlagene Spielerinnen, war eine gezielte Vorbereitung auf das anstehende Auswärtsspiel nur bedingt möglich. Anpfiff am Sonntag ist um 16 Uhr im Püttlinger Trimm-Treff.

Als klarer Favorit gehen die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken am Sonntag in ihr Bundesliga-Heimspiel gegen das noch punktlose Schlusslicht HSG Ostfildern. Anwurf in der Ignaz-Roth-Halle ist um 14 Uhr.