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SV 64 kassiert fünfte Pleite in Folge

 Sprunggewaltig präsentiert sich hier Tim Burkholder – er blieb gegen Großsachsen aber letztlich ohne Torerfolg. Foto: Marco Wille
Sprunggewaltig präsentiert sich hier Tim Burkholder – er blieb gegen Großsachsen aber letztlich ohne Torerfolg. Foto: Marco Wille FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Für die Handballer des SV 64 Zweibrücken wird die Luft in der 3. Liga immer dünner: Das Team von Trainer Stefan Bullacher kassierte daheim gegen den TVG Großsachsen bereits die fünfte Niederlage in Serie. Christian Gauf

Relativ chancenlos sind am Samstagabend die Zweibrücker Löwen in ihrem ersten Drittligaheimspiel des Jahres 2016 gegen den TVG Großsachsen gewesen. "Meine Jungs haben hier der nervlichen Anspannung im Abstiegskampf leider nicht standgehalten", stellte SV-Trainer Stefan Bullacher nach der deutlichen 22:29 (9:14)-Heimniederlage fest. Für die 64er wird es nun enorm schwer, in den 13 noch ausstehenden Spielen die fehlenden Punkte zum Drittligaklassenerhalt einzufahren.

Die Entscheidung zugunsten der Gäste, die sich als starkes Kollektiv präsentierten, eine gute 6:0-Abwehrformation aufboten und nach einer Siegesserie von sechs Spielen mit großem Selbstvertrauen in Zweibrücken angetreten waren, fiel schon in der ersten Halbzeit, als sich Großsachsen zwischen der 25. und 30. Spielminute nach einem 9:8 zum 14:9-Halbzeitstand absetzen konnten.

Bis dahin hatten die Zweibrücker Löwen in der sehr gut gefüllten Ignaz-Roth-Halle ganz stark verteidigt, und das, obwohl der ansonsten meistens herausragend haltende Zweibrücker Keeper Ladi Kovacin in diesem Spiel eher glücklos agierte, meist im richtigen Eck war, aber dennoch nur selten eine Hand oder einen Fuß an den Ball brachte. So stand es in der neunten Spielminute nach zwei Toren von Aris und einem seines Bruders Nils Wöschler 3:2 für die SV'ler.

In den fünf darauf folgenden Minuten zeigte sich aber auch wieder das Hauptproblem der weiterhin ersatzgeschwächten Zweibrücker Truppe. Und das lag auch in diesem Spiel wieder im Angriff und dort insbesondere in der Effektivität. Die Folge war, dass die Gäste zusehends das Spiel in den Griff bekamen, in Führung gingen und durch diese Führung auch eine gewisse Sicherheit erlangten. Dennoch blieben die SV'ler, denen man in kämpferischer Hinsicht keinerlei Vorwürfe machen konnte, weiter dran, sie kamen in der 25. Minute durch einen verwandelten Siebenmeter von Aris Wöschler zum 8:9-Zwischenstand. Doch in der Folge setzte sich Großsachsen ab. "In der ersten Halbzeit hatten wir im Angriff aber auch zu wenig dynamisch und ohne Druck agiert", stellte Bullacher nach dem Spiel heraus. Nach dem Seitenwechsel entwickelten die SV'ler - angetrieben von Mannschaftskapitän Aris Wöschler - etwas mehr Torgefahr. Allerdings erzielten auch die Gäste in dieser Anfangsphase der zweiten Hälfte ihre Tore mehr oder weniger im Minutentakt. Bullacher reagierte und brachte in der 37. Minute A-Jugendtorhüter Benni Berz für den glücklosen Kovacin. Und Berz machte seine Sache ordentlich, hielt einige Male und hatte damit Anteil an einer Phase der Ergebnisverbesserung der Zweibrücker Löwen zwischen der 46. und der 48. Minute, als die 64er durch eine Viererserie noch einmal zum 19:23-Zwischenstand verkürzten.

Die Hoffnungen der Zweibrücker Anhänger auf eine Wende im Schlussspurt wurden allerdings von Großsachsen im Keime erstickt. Nach einem Team-Time-out ihres Trainers Stefan Pohl erzielten auch die Gäste vier Tore in Folge und hatten damit in der 54. Spielminute beim 27:19-Zwischenstand wieder alles im Griff. Routiniert und abgeklärt verwalteten die Großsachsener nun ihre Führung und kamen so letztlich zu einem ungefährdeten 29:22-Endergebnis.

Die 64er hingegen bleiben durch die fünfte Niederlage in Serie auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben inzwischen fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Zum Thema:

Auf einen BlickSV 64 Zweibrücken : Ladi Kovacin und Benedikt Berz (ab der 36.) im Tor - Robin Egelhof 3/1, Nils Wöschler 2, Aris Wöschler 9/2 - Nils Abel, Benni Zellmer 2 - Max Sema - Marcin Waryas 3, Florian Enders 2, Jonas Denk 1, Tim Burkholder, Tobias Alt.Zeitstrafen: 6:8 Min.Siebenmeter: 6/3 - 3/3.Zuschauer: 390.Schiedsrichter: Stefan Walter / Florian Weinig (Karlsruhe).