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SV 64: In der Schlussphase komplett den Faden verloren

Zweibrücken/Minden. Bei den Drittliga-Handballern vom SV 64 Zweibrücken läuft es nicht mehr rund. Gestern Abend kassierte das Team von Trainer Stefan Bullacher beim 26:32 nach katastrophalen Schlussminuten bei der GWD Minden II die dritte Niederlage in Folge. Martin Wittenmeier

Viel Zeit, die letzten 20 Minuten der Partie bei der Bundesliga-Reserve der GWD Minden aufzuarbeiten, bleibt dem SV 64 Zweibrücken auf der mehr als 500 Kilometer langen Rückreise aus Ostwestfalen. In der Schlussphase verspielte der Aufsteiger einen Sechs-Tore-Vorsprung und stand am Ende wieder mit leeren Händen da.

SV-Trainer Stefan Bullacher sprach nach dem Spielende von einem "kollektiven Aussetzer" in der entscheidenden Phase. Die letzten 20 Minuten seiner Mannschaft seien so schlecht gewesen, dass die guten ersten 40 nicht für einen Punkt ausgereicht hätten. "Wir haben die Zweikämpfe nicht mehr so geführt, wie zu Beginn und viel zu überhastet abgeschlossen."

Die lange Anreise wollte Abteilungsleiter Christian Gauf nicht als Ausrede gelten lassen, schließlich sei man gut in die Partie gekommen. Bis zum 7:7 nach 15 Minuten kann sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Durch Treffer von Jerome Müller, Björn Zintel und Aris Wöschler werfen sich die Zweibrücker Löwen eine 10:7-Führung heraus, die Minden aber mit einem 6:0-Lauf kontert. Danach agieren die SVler konsequenter in der Abwehr. Über Torwart Ladi Kovacin werden einige Tempogegenstöße erfolgreich abgeschlossen, zur Pause führt der SV 64 mit 16:13. Nach dem Wechsel setzt sich das gute Spiel zunächst fort. In der 35. Minute schließt Phillipp Hammann zum 19:13 für die Gäste ab. Mindens Trainer Markus Ernst reagiert, nimmt eine Auszeit und der SV verliert danach den Faden.

Nach 45 Minuten ist die Partie wieder völlig offen, es steht Unentschieden, 22:22. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Zweibrückens Jugendnationalspieler Björn Zintel nutzt Minden gnadenlos aus und zieht davon. Zahlreiche technische Fehler im Spielaufbau verhindern, dass sich der SV 64 noch einmal zurück in die Partie findet. Stattdessen legen die Gastgeber nach und siegen am Ende deutlich mit 32:26.

"Wir müssen weiter daran Arbeiten, über 60 Minuten auf einem Level zu spielen. Hier war definitiv mehr drin", haderte Abteilungsleiter Gauf auf der Rückfahrt.

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Auf einen BlickSV 64: Ladislav Kovacin, Yannic Klöckner - Björn Zintel 9, Phillipp Hammann 5, Jerome Müller 4, Aris Wöschler 4, Benjamin Zellmer 2, Michael Mathieu 1, Florian Enders 1, Dorian Vallet, Erik Pohland, Jonas Denk. maw