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Handball-Oberliga
SV 64 geht als klarer Favorit ins Saarderby

Maximilian Sema bleibt dem SV 64 Zweibrücken auch in der kommenden Saison treu. Unter der Woche verlängerte der 26-Jährige seinen Vertrag bei den Löwen für eine weitere Spielzeit.
Maximilian Sema bleibt dem SV 64 Zweibrücken auch in der kommenden Saison treu. Unter der Woche verlängerte der 26-Jährige seinen Vertrag bei den Löwen für eine weitere Spielzeit. FOTO: nos
Zweibrücken. Am Samstag empfängt der Handball-Oberligist Völklingen. Max Sema hat Vertrag verlängert, David Ötzel wird Verein verlassen. Von

Während die Zweibrücker Löwen am vergangenen Wochenende erfolgreich in das neue Jahr gestartet sind und sich im Pokalhalbfinalturnier souverän mit drei Siegen durchgesetzt haben, scheiterte die HSG Völklingen beim zweiten Halbfinalturnier in der Zweibrücker Westpfalzhalle. Dort schieden sie als mitfavorisiertes Team nach Niederlagen gegen die VTZ Saarpfalz und den Saarlandligisten TV Niederwürzbach etwas überraschend aus und werden somit auch 2018 nicht beim Final-Four des saarländischen Pokalwettbewerbes vertreten sein.

Eine interessante Partie ist die Oberligabegegnung zwischen beiden Teams des saarländischen Handball-Verbandes dennoch, die am Samstagabend um 18 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle angepfiffen wird. Es gibt also wieder „Derbycharakter“. Ziel der 64er ist es, an die zuletzt überzeugenden Heimspielleistungen anzuknüpfen und auch dieses Spiel zu gewinnen. Dabei fällt der Mannschaft von SV-Trainer Axel Koch durchaus auch die Favoritenrolle dieses Spieles zu. Denn die HSG Völklingen ist derzeit als Tabellen-13. das schwächste der saarländischen Teams.

Am ersten Oberligaspieltag gewannen die Zweibrücker Löwen das Hinspiel in Völklingen mit 23:21. Zweibrücker Trainer war zu diesem Zeitpunkt noch Tony Hennersdorf, der danach allerdings abgelöst wurde. 23 Tore waren im weiteren Saisonverlauf dann allerdings der Minusrekord der 64er, die mit einem Torverhältnis von 440:384 den torgefährlichsten Angriff der RPS-Oberligateams während der Hinrunde stellten. Problematisch sind aus Zweibrücker Sicht eigentlich nur die relativ vielen unnötigen Punktverluste, die eine bessere Platzierung der Löwen verhinderten.



„Im Hinspiel hatten wir große Probleme mit der HSG Völklingen“, merkt Keeper Benedikt Berz rückblickend an. Gefährlich waren die Völklinger damals vor allem durch ihr gutes Umschaltspiel. Dadurch konnten sie die Partie bis kurz vor Spielende offen gestalten. „So spannend soll das Rückspiel aber nicht werden“, merkte Koch im Vorfeld der Begegnung an. „Wir müssen vor allem die Rückraumschützen der HSG, Niklas Hoff im linken und Niklas Louis im rechten Rückraum, in den Griff bekommen und selbst schnell nach vorne spielen.“

Am Samstag müssen die 64er auf Tom Grieser (Bänderverletzung) verzichten, ansonsten kann Trainer Koch aber aus dem Vollen schöpfen und freut sich auf das Lokalderby: „Die Jungs haben sehr gut trainiert diese Woche und wollen gegen Völklingen die beiden nächsten Punkte einzufahren.“

Unter der Woche gab es im Lager der Löwen zwei weitere Personalentscheidungen. Max Sema wird auch zukünftig das Trikot der 64er tragen. Damit geht der aus Thaleischweiler stammende Kreisläufer bereits in seine fünfte Saison. Sema studiert in Landau Grundschulpädagogik und wird sich auch weiterhin im Verein als B-Jugendtrainer engagieren. Trennen werden sich indes die Wege mit Linkshänder David Ötzel. Nach einem Gespräch mit dem Vorstand waren sich beide Seiten einig, dass es sinnvoll sei, sich sportlich neu zu orientieren.

Für die Oberliga-Damen des SV 64 Zweibrücken geht es am Sonntag darum, im neuen Handballjahr eine Trendwende zu schaffen und wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Zu Beginn der Saison legten die Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf mit sechs Siegen aus sieben Spielen einen Traumstart hin. Einem Alptraum glich dann allerdings der Verlauf während der weiteren sieben Begegnungen bis zur Winterpause. Gerade mal zwei von 14 möglichen Punkten konnten die 64er in dieser Phase auf der Habenseite verbuchen.

Um 16 Uhr empfängt die Truppe um Spielmacherin Lucie Krein die Bundesligareserve von Mainz-Bretzenheim, die aktuell das Tabellenende der RPS-Liga ziert, zum Heimspiel in der Ignaz-Roth-Halle. Trainer Lydorf nimmt vor dem Kräftemessen die Favoritenrolle an und macht deutlich, dass für ihn und seine Mannschaft ein Heimsieg oberste Priorität hat: „Wir werden alles daran setzen, die Punkte zu holen. Bretzenheim hat eine ganz junge Mannschaft mit einer beweglichen 6:0-Deckung und einem ausgeglichenen Angriff, in dem alle Mannschaftsteile gefährlich sind. Für uns gilt es, eine stabile Deckung zu stellen, um dann schnell hinten rauszuspielen. Wir sind in der Tabelle in einer gefährlichen Region angekommen und werden den Gegner ganz sicher nicht unterschätzen.“

Personell muss der Zweibrücker Übungsleiter die Ausfälle von Lisa Paquet und Pauline Hartfelder verschmerzen. Dafür werden die beiden A-Jugendspielerinnen Annalena Frank und Hannah Fuhr in den Kader der Oberligafrauen aufrücken.

Die Bundesliga-A-Junioren des SV 64 Zweibrücken starten auswärts in die Rückrunde. Am Sonntag gastieren die Junglöwen, die aktuell Tabellendritter sind, beim Ligasechsten TSV Wolfschlugen. Anpfiff im Sportzentrum Wolfschlugen ist um 15 Uhr.