| 20:39 Uhr

34:21-Sieg gegen Tabellenzweiten
SV 64 feiert überraschend klaren Sieg

Eine sehr starke Leistung für den SV 64 Zweibrücken zeigte in Budenheim Lukas Majbik (links).
Eine sehr starke Leistung für den SV 64 Zweibrücken zeigte in Budenheim Lukas Majbik (links). FOTO: Marco Wille / Marco Wille; (mw); www.marcowill
Budenheim. Beim Spitzenteam SF Budenheim setzt sich der Handball-Oberligist deutlich mit 34:21 durch.

Es gibt Tage, an denen läuft bei einer Mannschaft überhaupt nichts zusammen – und beim Gegner klappt alles. Solch ein Spiel sahen die etwa 220 Zuschauer in der Budenheimer Waldsporthalle, in der sich der SV 64 Zweibrücke in Topform präsentierte und seine bislang beste Saisonleistung in der RPS-Handball-Oberliga ablieferte. Während der gastgebende Tabellenzweite SF Budenheim einen gebrauchten Tag erwischte. So setzten sich die Zweibrücker souverän mit 34:21 (17:9) durch.

„Wir haben heute überragend verteidigt“, war SV-Trainer Axel Koch mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. Koch hatte allerdings auch großen Anteil an der überlegenen Spielgestaltung seiner Mannschaft. Er hatte sie toll auf die torgefährliche Budenheimer Truppe eingestellt, die zuletzt eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage – und damit die längste Siegesserie der Männeroberliga – stehen hatte.

Ein ums andere Mal hatten die Gäste in diesem Spiel in der Offensive auch etwa Glück, wenn durchaus etwas hastige Abschlüsse trotzdem den Weg ins vom drittligaerfahrenen Keeper Christian Kosel gehütete Tor fanden. Der Schlussmann hatte – wie seine Vorderleute – im ersten Durchgang auch nicht zur Bestform gefunden. So räumte er in der 21. Minute seinen Platz für David Sturm. Dieser führte sich auch gleich hervorragend ein und parierte einen Siebenmeter von Tom Grieser. Trotz dieses Fehlversuches hatten die 64er in dieser Phase des Spiels aber bereits alles unter Kontrolle. Nach einer Viertelstunde lagen sie mit 10:5 in Front. Ganz stark in dieser Anfangsphase waren die beiden Halbangreifer Niklas Bayer sowie Lukas Majbik. Letzterer machte sein mit Abstand bestes Spiel im SV-Trikot. Drei seiner insgesamt fünf Treffer steuerte Majbik bis dahin bei. Mit ihren schnellen Kreuzbewegungen schafften es die Gäste immer wieder, die körperlich sehr präsente Budenheimer Abwehr auszuspielen. Und sie schafften es dabei, die Anzahl ihrer technischen Fehler gegenüber den vergangenen Spielen deutlich zu reduzieren. Die souverän herausgespielte Führung gab den 64ern zusehends Sicherheit. Erkennbar war dies auch an einigen schönen Toren. So spielten die SVler in Überzahl Benni Zellmer auf Linksaußen frei – der allerdings passte durch den Wurfkreis auf die andere Seite zu Tobi Alt, der dann sicher vollstreckte. Mit einem 17:9-Vorsprung des SV 64 Zweibrücken ging es in die Kabinen.



SV-Mannschaftskapitän Tom Grieser erzielte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte einen weiteren sehenswerten Treffer, als er beim Tempogegenstoß einen bereits verlorenen Ball zurück erkämpfte und im Rückwärtsfallen zum 18:9 traf. Der Auftakt in die zweiten 30 Minuten war ein echter Stimmungskiller für die Gastgeber, die nach dem dritten SV-Tor nach dem Seitenwechsel die Köpfe hängen ließen. Zwischen der 38. und 40. Minute war letztmals ein Aufbäumen des Tabellenzweiten erkennbar. In dieser Phase trafen die Budenheimer zweimal hintereinander, mussten nach dem 13:22 die 64er aber erneut wegziehen lassen. Die wiederum präsentierten sich erstmals in der laufenden Runde in der Form, die man im Idealfall von einem Drittligaabsteiger erwarten darf. Dies war bislang nur phasenweise gelungen. Am Samstag bestätigten sie allerdings den guten Auftritt der Vorwoche, als sie den Aufsteiger TV Offenbach klar bezwungen hatten.

„Glückwunsch zu der guten Leistung und zum verdienten Sieg“, gratulierte nach dem Spiel der beste Budenheimer, Spielmacher Manuel Blezinger, den Zweibrücker Löwen. Die hatten sich in Budenheim als hervorragend funktionierende Einheit präsentiert und endlich einmal gegen einen der drei Großen der Liga gepunktet. „Und das war heute unser gemeinsames Ziel“, stellte Trainer Axel Koch zufrieden heraus.

Am Ende trugen sich alle eingesetzten SV64-Akteure auch in die Torschützenliste ein, was zur tollen Stimmung auf der Heimfahrt beitrug. Mit 15:7 Punkten behaupten die 64er durch diesen – zumindest in dieser Höhe nicht erwarteten – Auswärtssieg ihren vierten Tabellenplatz.

Am kommenden Samstag kommt es nun zum Verfolgerduell gegen die HSG Worms, zur gewohnten Anwurfzeit um 18 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle. Dieses Spiel ist eingebettet in das Bockbierfest, das die 64er am Samstagmittag anbieten.