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SV 64 bleibt in der Weststaffel

 Da geht's lang – und zwar tief in den Westen. In der neuen Drittliga-Saison muss der SV 64 mit Trainer Stefan Bullacher weite Fahrten zu den Auswärtsspielen bewältigen. Foto: Marco Wille/pm
Da geht's lang – und zwar tief in den Westen. In der neuen Drittliga-Saison muss der SV 64 mit Trainer Stefan Bullacher weite Fahrten zu den Auswärtsspielen bewältigen. Foto: Marco Wille/pm FOTO: Marco Wille/pm
Zweibrücken. Die Klasseneinteilung der vier dritten Handball-Ligen bleibt wie vom Verband geplant. Auf der Tagung aller Staffeln in Dortmund wurden Alternativvorschläge abgelehnt. Somit muss Aufsteiger SV 64 Zweibrücken in der neuen Runde einen Mehraufwand von rund 40 Prozent in Kauf nehmen. Christian Gauf

Echten Vorbereitungsstress in sportlicher Hinsicht für die Spieler sowie in organisatorischer Hinsicht für den Vorstand hat der Handball-Drittligist SV 64 Zweibrücken derzeit zu bewältigen.

Am Wochenende ist die Mannschaft ins Training eingestiegen (wir berichteten), in Dortmund fand dieser Tage zudem der "gemeinsame Klassentag" der vier Dritten Ligen an. Ursprünglich geplant waren hier für jede Staffel ein eigener Tag, was seitens des DHB "gecancelt" wurde. Dies hatte seinen Grund in einem Antrag, den neun Vereine stellten. Nämlich die hessischen Vertreter MSG Groß-Bieberau, HSG Rodgau Nieder-Roden, TV Kirchzell, TV Groß-Umstadt, der TV Hochdorf sowie die vier Vereine aus dem Raum Hannover mit dem TSV Hannover-Burgdorf, der TSG Großburgwedel, HSV Hannover und HF Springe. Diese hatten zur beschlossenen Klasseneinteilung eine Alternative vorgeschlagen, die für einen Großteil der Vereine deutlich weniger Fahrstrecken bedeutet hätten. 64 Vereine mit teilweise zwei oder drei Mitarbeitern waren somit im Konferenzzentrum der Westfalenhalle zugegen - und tagten über vier Stunden, allerdings ohne neues Ergebnis. Für die 64er bedeutet dies, dass sie in der Weststaffel der dritten Liga verbleiben und somit zukünftig 10 300 Kilometer zu Auswärtsspielen fahren müssen, damit an der Spitze der Drittligavereine sind. In der Südstaffel wären es gut 4500 Kilometer weniger.

Auch ein weiterer Antrag auf "staffelübergreifenden Fahrkostenausgleich", wonach Vereinen aus den "Grenzregionen", der deutliche Mehraufwand hinsichtlich der Fahrtaufwendungen zumindest anteilig erstattet werden sollte, fand keine Mehrheit. Denn zu viele Drittliga-Vereine liegen günstig, wie beispielsweise die badischen oder württembergischen sowie die Clubs im Ruhrgebiet. Für den SV 64 Zweibrücken bedeutet dies einen Mehraufwand von rund 40 Prozent, zumal auch das Derby gegen die Saarländer der HG Saarlouis wegfällt und somit 15 Auswärtsfahrten bis tief in den Westen anstehen, mit dem einzigen etwas "näheren Spiel" beim Ex-Zweitligisten HSG Eintracht Wiesbaden. Bei allen weiteren Auswärtsspielen heißt es dann, über 300 Kilometer für die einfache Fahrt auf sich zu nehmen.

A-Jugend spielt in Südstaffel

Auch die Besprechung der A-Jugendbundesliga stand auf dem Programm. Hierzu hatte der für die Jugend zuständige Vizepräsident Karsten Corte nach Oftersheim bei Heidelberg eingeladen. Diese Veranstaltung, bei der auch zwei 1978er Weltmeister, nämlich Manfred Hofmann für den TV Großwallstadt und Klaus Hormel für die HSG Hanau, anwesend waren, verlief harmonischer als tags zuvor der Drittliga-Staffeltag. Und im Ergebnis auch mit wesentlich weniger Fahrtaufwand, denn hier wurde das Team der Zweibrücker Nachwuchshandballer in der Südstaffel eingruppiert. Dort werden sie unter anderem auf den Nachwuchs der Bundesligateams der Rhein-Neckar Löwen, Frisch-Auf Göppingens, HBW Balingen/Weilstettens oder der TSG Friesenheim treffen.