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Weiter im Rennen
SV 64-A-Jugend bleibt im Rennen

Felix Dettinger (Mitte) verhalf der SV 64-A-Jugend mit seinen Treffern zum Weiterkommen in der Bundesliga-Quali.
Felix Dettinger (Mitte) verhalf der SV 64-A-Jugend mit seinen Treffern zum Weiterkommen in der Bundesliga-Quali. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Schifferstadt. Handball: Zweibrücker Nachwuchs übersteht erste Qualirunde und kann auf weiteres Jahr in Jugendbundesliga hoffen. Von Roman Kuhn

Mit einer faustdicken Überraschung ist das erste Qualifikationsturnier für die kommende Saison in der A-Jugendbundesliga zu Ende. Der haushohe Favorit, die Handballjungs des Bundesliganachwuchses der Eulen Ludwigshafen, scheiterten am Dienstag bereits in Runde eins und mussten den Teams aus Budenheim, Illtal und dem SV 64 Zweibrücken den Vortritt lassen. Somit werden die Talente aus der pfälzischen Chemiestadt erstmalig seit Gründung der Jugendbundesliga nicht in der deutschen Eliteklasse vertreten sein.

Die Zweibrücker Junglöwen hingegen erreichten in einem Herzschlagfinale gegen die HSG Dudenhofen-Schifferstadt die nächste Hürde des langen Qualifikationsmarathons. Ende Mai dürfen sie nun in der deutschlandweiten Qualifikationsgruppe 4, mit den Vertretern der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, um die ersten beiden freien Plätze kämpfen.

Dabei schienen die schlechten Nachrichten im Lager der 64er im Vorfeld zu diesem Turnier nicht abzureißen. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Torwart Norman Becker (Muskelriss) und Torjäger Philipp Meiser (anhaltende Rückenprobleme) mussten die Zweibrücker A-Junioren aus schulischen Gründen auch noch auf Philipp Baus verzichten, für den seit gestern Abiturprüfungen anstehen. Zu allem Überfluss musste kurzfristig auch Neu-Trainer Klaus-Peter Weinert passen, der sich am Samstag beim Einsatz in der Saarlandligamannschaft der Herren schwer an der Achillessehne verletzte und noch am Wochenende operiert wurde. Für ihn übernahm der letztjährige Coach der A-Jugend, Björn Stoll. Im Team standen durch die Ausfälle mit Felix Dettinger, Sebastian Meister, Fabian Naumann und Nico Müller lediglich vier Spieler aus dem letztjährigen Bundesligakader zur Verfügung. Wobei auch Müller nur eingeschränkt einsatzfähig war. Er plagte sich mit Magenproblemen, musste sich vor dem ersten Spiel in der Kabine übergeben und schleppte sich angeschlagen über den Turniertag.



In den ersten beiden Begegnungen gegen die Sportfreunde Budenheim (13:16) und die Handballfreunde Illtal (9:12) zeigte die dezimierte Truppe aus der Westpfalz, dass sie trotz personeller Sorgen auf Augenhöhe mitspielen kann. Am Ende musste sie sich aber in beiden Partien mit jeweils drei Toren Differenz geschlagen geben.

Nachdem im Turnierverlauf klar wurde, dass Illtal und Budenheim die ersten beiden Tickets zum Weiterkommen schon fest gebucht hatten, der dritte Rang aber für alle restlichen Teilnehmer noch erreichbar war, schwor Trainer Björn Stoll seine Schützlinge noch einmal auf die letzten beiden Partien ein. Gestützt auf eine sehr gute Torwartleistung von Benedikt Haubeil, kombiniert mit einer ganz starken kämpferischen Leistung, rangen die Zweibrücker Nachwuchshandballer ihre Kontrahenten aus Friesenheim (17:14) und Dudenhofen-Schifferstadt (17:14) nieder und sicherten sich den nötigen dritten Tabellenplatz. Durch diesen Erfolg dürfen die 64er weiter von einem zusätzlichen Jahr in der Jugendbundesliga träumen.