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Pferdesport
Ohne Chance auf einen Spitzenplatz

Das Ehepaar Martin und Stephanie Reinhard blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück.
Das Ehepaar Martin und Stephanie Reinhard blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken/Viernheim. Kutschenfahrer Stephanie und Martin Reinhard blicken nach Südwestdeutschen zufrieden auf Saison zurück. Von Cordula von Waldow

Um viele Erfahrungen und eine Schleife reicher kehren die drei Kutschenfahrer der Region, Stephanie und Martin Reinhard aus Zweibrücken und Lena Schweickert aus Pirmasens-Windsberg, von den südwestdeutschen Mannschaftsmeisterschaften im hessischen Viernheim zurück. Jedes Bundesland bildet dabei Dreier-Mannschaften ihrer besten Fahrer. Rheinland-Pfalz war in der kombinierten Prüfung aus Dressur, Gelände und Kegelfahren der mittelschweren Klasse M mit je zwei Teams vertreten.

Wenn die starken Teams aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern auch dominiert haben, blicken die Rheinland-Pfälzer neben der „Superstimmung im Team“ auch auf persönliche Erfolge zurück. Martin Reinhard (VRG Südwestpfalz) fuhr mit seinem Warmblut Tuelator im Team 1 der Einspänner. Mit nur drei Strafsekunden für Zeitüberschreitung konnte er sich ohne Abwurf im Hindernisfahren platzieren. „Das ist ein toller Erfolg“, sagte er zufrieden. Damit kam sein Team auf Rang sechs. Das Turnier sei sehr anspruchsvoll gewesen, die großen Teilnehmerfelder hochkarätig besetzt, sodass die Rheinland-Pfälzer trotz guter Runden nicht nach vorne fahren konnten. „Nicht Letzter werden“, hatte sich Stephanie Reinhard mit ihrem Team 1 der Zweispänner Ponys vorgenommen. „Baron war von der Kulisse sehr beeindruckt“, erklärte die Pfalz- und Landesmeisterin, warum es in der Dressur nicht wie gewohnt lief. Im Gelände hatte sie mit Baron und Shaleen einen Rempler, der Zeit kostete. Im Hindernisfahren wollte es die ehrgeizige Pfälzerin wissen und kassierte in schnellem Tempo 21 Strafpunkte. „Das war dann das Streichergebnis. Damit hat jeder im Team einmal dazu beigetragen“, erklärte sie. Am Ende wurde das Team 1 Vorletzter vor Rheinland-Pfalz 2. Dennoch schauen die Kutschenfahrer auf eine erfolgreiche Saison zurück. Stephanie Reinhard eroberte neben ihren zwei Meisterschärpen in der mittelschweren Klasse insgesamt 15 Siege, zwei Silber-, drei Bronzeränge, insgesamt 21 Platzierungen bei 25 Starts. Ehemann Martin, dreimal Bronzegewinner in den Meisterschafts-Wertungen, startete mit einem Sieg und sieben Platzierungen in der schweren Klasse S erfolgreich. Drei weitere Siege in Klasse M sowie sieben Platzierungen komplettieren seine Ausbeute. Im nächsten Jahr will auch Stephanie Reinhard in der schweren Klasse starten. Außerdem werde fleißig trainiert, um dann bei den Südwestdeutschen bessere Chancen auf Schleifenränge und Treppchenplätze zu haben.