| 22:20 Uhr

Fechten
Heimvorteil genutzt

VTZ-Fechter Emil Knerr (li.), der hier einen Treffer gegen Moritz Borchert setzt, sicherte sich Florett-Bronze.
VTZ-Fechter Emil Knerr (li.), der hier einen Treffer gegen Moritz Borchert setzt, sicherte sich Florett-Bronze. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Südwestdeutsche Fechtmeisterschaften: Svenja Voigt und Emil Knerr sichern der VT Zweibrücken drei Einzelmedaillen. Von Svenja Hofer und Volker Petri

(vp) Das Surren der Klingen, rhythmische Schrittgeräusche, Aufeinandertreffen der Metallklingen und Trefferjubel schwirren durch die Luft. Zwei Tage lang war die Spannung bei den von der VT Zweibrücken ausgerichteten Südwestdeutschen Fechtmeisterschaften in der Halle der Mannlich-Realschule zu spüren. Beherzt kämpften die besten Aktiven aus dem Südwesten um die Titel und DM-Ranglistenpunkte mit Degen, Florett und Säbel. Erfolgreich dabei die Lokalmatadore der VTZ: Svenja Voigt gewann mit dem Florett Silber und erkämpfte sich gegen die Degendamen aus Friesenheim zudem Bronze. Auch Emil Knerr stand mit der Florett-Waffe bei den Herren auf dem Treppchen. Leonard Janzen sicherte sich bei seinem ersten Aktiventurnier einen guten elften Platz. Thomas Tschernig wurde mit dem Degen Zwölfter, Christian Kempe landete auf Platze 15. „Es wurden alle Einzelergebnisse vom vergangenen Jahr weit übertroffen“, freute sich Trainer Volker Petri.

Eindrucksvoll mischten die Lokalmatadore bei den Degen-Assen mit. Der Höhepunkt aus VTZ-Sicht war der Erfolg von Svenja Voigt im Degen-Wettbewerb. Als zweite Aufsteigerin in der Vorrunde zeigte sie mit vier Siegen und zwei Niederlagen eine präzise Klingenführung. Im Viertelfinale setzte sich Voigt mit 15:11 gegen Letizia Böhle (Maxdorf) durch und stand im Halbfinale Lili Plaga (Friesenheim) gegenüber. Unglücklich unterlag die VTZ-Kämpferin 14:15 der späteren Turniersiegerin, gewann aber Bronze.

Thomas Tschernig behauptete sich nach der Vorrunde in der 32er-K.o.-Direktausscheidung mit 15:11 gegen Gabriel Jung (Bad Dürkheim). Christian Kempe setze sich gegen Cedric Tippelt (Friesenheim) 15:12 durch. Für das Achtertableau konnten sich die beiden Zweibrücker danach aber nicht mehr qualifizieren. Kempe unterlag dem späteren Meister Gernoth Ritthaler (Friesenheim) 5:15, Tschernig musste gegen den Silbergewinner Christian Plechinger (Speyer) beim 8:15 die Degen einpacken.



Sechs Herrenteams kämpften anschließend um das DM-Ticket. Speyer, Maxdorf, Frankenthal, Bad Dürkheim, Friesenheim und Zweibrücken lieferten sich ausgeglichene Gefechte. Die VTZ musste gegen Vorjahressieger Frankenthal auf die Planche. Im ersten Durchgang stand es 15:13 für den Gastgeber. Die Überraschung war fast perfekt, als die drei Festhallen-Fechter Tschernig, Kempe und Knerr im zweiten Durchgang mit 30:22 führten. „Trefferunsicherheiten führten aber dazu, dass die Jungs im letzten Durchgang die Führung abgaben und 39:45 verloren.“ Im Finale setzte sich Speyer gegen Maxdorf durch. Beim Mannschaftskampf der Damen wird Friesenheim den Landesverband bei der DM vertreten.

Auch in den Florettwettkämpfen kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Die Titelkämpfe entwickelten sich zu einem regelrechten Krimi. Nach den Vorrunden führten Florian Ferizi (Frankenthal), Dennis Mosbach (Speyer), Emil Knerr (VTZ) und Christian Plechinger (Speyer) die Setzliste der Direktausscheidung an. Für Knerr, im vergangenen Jahr Sechster, wurde der zielstrebige Einsatz belohnt. Im Halbfinale gewann Ferizi gegen Plechinger 15:12 und Mosbach setzte sich gegen Knerr 15:3 durch. Trotz der Niederlagen freuten sich die beiden Unterlegenen über Bronze. Im Finale wurde Mosbach seiner Favoritenrolle gerecht.

Bei den Florettkämpfen der Frauen führte nach der Vorrunde Favoritin Sarah Reeb (Kaiserslautern) die Setzliste vor Julia Nick (Mainz), Svenja Voigt (VTZ) und Marie Estelle Schneider (Speyer) an. Reeb behauptete sich im Halbfinale klar gegen Schneider (15:3), Voigt revanchierte sich bei Nick für die Vorrundenpleite und gewann 15:11. Im Finalkampf hatte die Zweibrückerin Sarah Reeb aber nichts mehr entgegen zu setzten und verlor klar mit 2:15, was Silber bedeutete.

Begeistert waren alle Anwesenden, als zum Säbel-Wettbewerb aufgerufen wurde. Auch wenn der Titelkampf zu einer Speyerer Vereinsmeisterschaft avancierte, zeigten Dieter Schneider, Kai Peter Zimmermann, Alexey Mokin, Christian Hart und Ernst Kainz spannende Gefechte. Der Siegeslauf von Schneider und Zimmerman war nicht zu bremsen. Im Finale setzte sich Schneider 15:4 durch. Die Teamwertung ging ebenfalls an die Domstädter.