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Strom weg, Reiter weg, Pferd weg

 Beim Hauptrennen um den Preis der Kreissparkasse Kaiserslautern ging es nach einigen Verzögerungen richtig zur Sache. Foto: nob
Beim Hauptrennen um den Preis der Kreissparkasse Kaiserslautern ging es nach einigen Verzögerungen richtig zur Sache. Foto: nob FOTO: nob
Miesau. Mit seinem Jockey Dennis Schiergen hat der Bottenbacher Christian Peterschmitt einen Volltreffer gelandet. Beim Miesauer Renntag konnte dieser auf „Beagle Boy“ und „Beacon Hill“ gleich zwei Erfolge verbuchen. Norbert Rech

Sie läuft und läuft und läuft. Die siebenjährige Stute "Funky Music" war nicht zu stoppen. Dabei war das Rennen um den Preis der Kreissparkasse Kaiserslautern noch gar nicht gestartet. Das Pferd hatte beim Einritt in die Box einfach den Jockey abgeworfen und war davongelaufen. Insgesamt hatte "Funky Music" fünf Bahnrunden absolviert, bis sie von ihren Besitzern gestoppt und disqualifiziert werden konnte. Das Rennen stand insgesamt unter keinem guten Stern. So kam es auch zu Verzögerungen, weil an den Wettschaltern kurzfristig der Strom ausgefallen war und ein Besucher ins Krankenhaus gebracht werden musste. Erst nach 45 Minuten konnte der Start erfolgen. Am Ende hatte völlig überraschend "Montesita", geritten von Marc Gier, mit einer halben Länge Vorsprung die Nase vorn.

Insgesamt zeigte sich der Reit- und Fahrverein Miesau mit dem Verlauf des Renntages zufrieden. So wurden am Totalisator 20 853,95 Euro umgesetzt. Auch ist man in Miesau im Bezug auf das Wetter auch Schlimmeres gewöhnt. Hatte doch Petrus gestern Nachmittag seine Schleusen geschlossen gehalten, sodass die gut 3000 Besucher hochklassischen Sport erleben konnten.

Besonders groß war der Jubel nach dem Heimsieg von Ellen Leis auf der "Wilden Hilde", die das beliebte Reitpferderennen mit sage und schreibe 23 Längen Vorsprung gewann. "Der Name ist doch Programm", meinte ein Zuschauer. So benötigte die siebenjährige Stute für die tausend Meter lediglich 1,14 Minuten. Zweite wurde Joseane Seil auf "Orchidee", die vor zwei Jahren in Miesau noch als Siegerin von der Bahn traben konnte.

Viel zu feiern gab es auch im Rennstall des Bottenbachers Christian Peterschmitt. Sein Jockey Dennis Schiergen konnte in Bruchmühlbach-Miesau gleich zwei Rennen für sich entscheiden. Beim Bitburger- und German Toto-Preis war er mit dem siebenjährigen Wallach "Beagle Boy" auch klarer Favorit und galoppierte mit acht Längen vor seinem Konkurrenten Marc Gier (Charmed Life) ins Ziel. Auch beim Preis von Bruchmühlbach war Schiergen, der hier mit dem sechsjährigen Wallach "Bacon Hill" angetreten war, nicht zu stoppen.

Mit großem Interesse verfolgten die Gäste auch das Islandpferde-Rennen, das Christin Grub auf seinem elfjährigen Wallach "Fraegur Fra Holtsmula" gewann. Bei fünf von sechs teilnehmenden Pferden war es im Grunde kein Wunder, dass der Preis der Fugaro II beim Araberrennen an die Besitzerin Regine Weißmeier ging. Gewonnen hat ihr Sohn Marian Falk Weißmeier auf "Madjy". Ein besonderes Augenmerk auf den Juniorcup hatte vor allem Klaus Wilhelm, Präsident des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine, dem die Nachwuchsarbeit besonders am Herzen liegt. So suche der Verband immer interessierte junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren, die Jockey werden wollen. Beim Juniorcup konnte die Schweizerin Michelle Gremaud auf "Gunning for Glory" auf den letzten Metern das Rennen für sich entscheiden.
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