| 00:00 Uhr

Starterlaubnis für Handball-WM 2015 sorgt für Misstöne

Hamburg. In die Freude über das „Geschenk des Himmels“ mischte sich am Tag nach der überraschenden WM-Wildcard für die deutschen Handballer auch massive Kritik. Der frühere Welthandballer Daniel Stephan wirft dem Weltverband IHF mit Blick auf das nachträgliche WM-Ticket gar eine „Lex Deutschland“ vor. Agentur



"Natürlich ist es immens wichtig, dass wir doch bei der WM in Katar dabei sind. Aber es ist doch auch allen klar, dass das eine Lex Deutschland ist. Die IHF braucht Deutschland als finanzielles Zugpferd und hat nun einen äußerst fragwürdigen Weg gefunden", sagte Stephan. Trotz sportlich verpasster Qualifikation in den Playoff-Spielen im Juni gegen Polen (24:25 und 28:29) hatte das deutsche Team am Dienstag von der IHF den WM-Startplatz von Ozeanien erhalten. Leidtragender der umstrittenen Entscheidung ist Australien. Nach zuletzt sechs WM-Teilnahmen in Folge wurde den Aussies die Startberechtigung nun wieder entzogen. Die IHF hatte ihr Vorgehen damit begründet, dass es gegenwärtig keinen vom Weltverband anerkannten Kontinentalverband Ozeanien gebe. Beim Deutschen Handball-Bund war die Erleichterung greifbar. Das Turnier in Katar soll der Entwicklung der Spieler mit Blick auf die Heim-WM 2019 dienen. "Ich bin überzeugt, dass wir diese Chance beim Schopfe packen werden", so Vizepräsident Bob Hanning.