| 21:17 Uhr

Slalomkanuten
Starkes Rennen aufs Wasser gezaubert

Der zwölfjährige Simon Schiel erwischte bei der DM einen tollen Tag.
Der zwölfjährige Simon Schiel erwischte bei der DM einen tollen Tag. FOTO: Verein
Fürth. Kanuslalom: Wsf-Schüler Simon Schiel wird deutscher Vizemeister in der Canadier-Mannschaft.

Ein fast perfektes Renn-Wochenende haben die Kanuslalom-Schüler der Wsf Zweibrücken bei den deutschen Schülermeisterschaften im bayrischen Fürth hingelegt. Die Sensation gelang hier dem erst Zwölfjährigen – und somit erstmals überhaupt bei den A-Schülern startenden – Simon Schiel. Er fuhr in der seit Jahrzehnten von Sportlern aus den ostdeutschen Bundesländern dominierten Disziplin des Einer-Canadier (C1) in einer rheinland-pfälzischen Renngemeinschaft im Mannschaftslauf völlig überraschend auf den Silberrang. Mit seinen beiden Sportfreunden Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) und Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) gelang ihm, was im Vorfeld niemand für möglich gehalten hätte. „Wenn man dann noch sieht, dass lediglich zwei Zehntel zur Goldmedaille fehlten, kann man sich vorstellen, welch einen Lauf die drei aufs Wasser gezaubert haben“, war Wsf-Trainer Sebastian Zehfuß hellauf begeistert. Auch in seiner Paradedisziplin, dem Einer-Kajak (K1), überzeugte Schiel. Sein Ziel, im ersten A-Schüler-Jahr in die TOP 20 zu fahren, schaffte er locker. Der Gymnasiast des Immanuel-Kant-Gymnasiums Pirmasens wurde mit einem fehlerfreien Lauf 15ter unter den insgesamt 55 Startern. „Simon hat im entscheidenden Durchgang alle Vorgaben fehlerfrei und punktgenau umgesetzt, war hochkonzentriert und fokussiert und wurde unter den Startern seines Jahrgangs (2005) sogar Vierter“, lobte Zehfuß seinen Schützling und ergänzte: „Das lässt für sein zweites A-Schüler-Jahr in der kommenden Saison schon einiges erwarten.“

Eben nur fast perfekt war das Wochenende für den zweiten Wsf-Paddler Cedric Halm. Der 14-jährige Zweibrücker, der bereits in seiner zweiten A-Schüler-Saison an den Start geht, hat am ersten Wettkampftag in den Qualifikationsläufen mit einem sehr starken zweiten Lauf gezeigt, dass er in der Lage ist, in diesem Startfeld unter die besten Zehn zu paddeln. Daher war seine Zielsetzung für das Halbfinale klar: „Ich würde gerne in das Finale der besten zehn deutschen Slalomkanuten fahren“, sagte Halm zuversichtlich. Doch er konnte sein Leistungsvermögen nicht abrufen und fuhr auf Rang 17. Trainer Zehfuß sieht dennoch großes Potenzial in Cedric Halm und hofft, dass er gestärkt aus dieser kleinen Enttäuschung hervorgeht: „Dass er die paddeltechnischen Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu hat, steht außer Frage, aber manchmal hat er noch das Problem, punktgenau konzentriert da zu sein. Daran werden wir mit ihm gemeinsam arbeiten.“ Und wie gut er sein Slalomkajak beherrscht, konnte Halm im Mannschaftslauf des Einer-Kajak gemeinsam mit Simon Schiel und Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) unter Beweis stellen, denn hier wurden die drei Sportler unter den insgesamt 30 Mannschaften trotz eines Fahrfehlers immer noch Siebter.