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Fußball-Regionalliga
Starken Einstand gefeiert

Grund, ausgelassen mit den Fans zu feiern, hatte FCH-Neuzugang Christopher Theisen nach seinem gelungenen Einstand: Zwei Treffer erzielte er beim Sieg im Derby gegen die SVE.
Grund, ausgelassen mit den Fans zu feiern, hatte FCH-Neuzugang Christopher Theisen nach seinem gelungenen Einstand: Zwei Treffer erzielte er beim Sieg im Derby gegen die SVE. FOTO: Markus Hagen
Homburg. In seinem ersten Spiel für den FC Homburg traf Christopher Theisen gegen die SVE gleich doppelt. Nun geht’s nach Walldorf. Von Markus Hagen

Christopher Theisen hatte am Dienstag einen großen Auftritt: Im Derby gegen die SV Elversberg in der 66. Minute eingewechselt, traf der Neuzugang des FC Homburg sechs Minuten später zum 1:0. Später ließ er mit seinem Kopfballtor zum 3:0-Endstand seinen zweiten Treffer des Abends folgen. „Für die Mannschaft und mich verlief dieses Spiel optimal“, sagt Theisen, der anschließend eine fast schlaflose Nacht durchmachte. „Nach einem solchen Abend ist man noch lange ziemlich aufgewühlt“, erklärt der 25-Jährige, der vor der Runde von Fortuna Köln zu den Saarländern kam. Kein Wunder auch, waren diese 24 Minuten im grün-weißen Trikot der erste Einsatz für Theisen bei seinem neuen Verein. Und dann traf er sogar doppelt.

In Worms und im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II war Theisen nicht einmal im Aufgebot. Für Viele vollkommen überraschend. „Ich hatte Rückenprobleme, auch während der Vorbereitungsphase“, erklärt der offensive Mittelfeldspieler. Er sei daher noch nicht ganz fit für 90 Minuten. „20 bis 30 Prozent fehlen noch“, gibt er zu. Trainer Jürgen Luginger hatte in den ersten beiden Regionalligaspielen daher auf ihn verzichtet. „Für mich gilt es erst einmal, ganz fit zu werden, um meiner Mannschaft noch mehr helfen zu können“, sagt Theisen, der nach absolviertem Master-Studium an der Fernuni Hagen im Fach Wirtschaftswissenschaft in zwei Jahren seinen Master ablegen will. Fußballprofi und parallel ein Fernstudium, „das klappt“.

Nach zwei jeweils souveränen 3:0-Heimsiegen über die U 23 des VfB Stuttgart und die SV Elversberg könnte es für Aufsteiger FC Homburg in der Fußball-Regionalliga Südwest am Samstag ab 14 Uhr beim FC Astoria Walldorf auch mit der Fortsetzung der kleinen Erfolgsserie klappen. „Der erste Auswärtssieg ist angesagt“, betont Christopher Theisen.



Er will sich persönlich aber nicht unter Druck setzen. „Ich gebe mir keinesfalls als Ziel vor, wie viele Tore ich am Saisonende auf dem Konto haben will. Wenn wir gewinnen, dann ist es mir egal, ob ich getroffen habe oder andere Spieler. Fußball ist ein Mannschaftssport.“ Nur gemeinsam könne ein Team Erfolg haben. Dazu gehört auch das Umfeld des FCH mit seinen Fans, mit denen Theisen am Dienstagabend den klaren Saarderby-Sieg nach dem Abpfiff feierten.

Ob Christopher Theisen nun am Samstagmittag in Walldorf nach seinem tollen Einstand ein Kandidat für die Startelf ist, lässt FCH-Trainer Jürgen Luginger offen. „Mal abwarten. Alles ist möglich. Er kann gleich von Beginn an dabei sein oder zunächst auf der Bank Platz nehmen“ , lässt sich Luginger nicht in die Karten schauen. Überhaupt gibt es verletzungsbedingt auch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Daniel Di Gregorio, der gegen die SV Elversberg wegen einer Knöchelverletzung nach 30 Minuten ausgewechselt werden musste. Luginger: „Ein bis zwei personelle Änderungen könnten möglich sein.“ Der Fußballlehrer will abwarten und erst kurzfristig entscheiden, ob Di Gregorio dabei sein kann. Dies gilt auch für Kevin Maek und Konstantinos Neofytos, die nach überstandenen Verletzungen wieder im Training stehen.

„Der FC Walldorf ist zu beachten. Es wird ein schweres Spiel“, sagt der FCH-Trainer zum nächsten Gegner. Nach den beiden Heimsiegen sei schon eine gewisse Euphorie im Umfeld zu spüren. „Aber Abheben werden wir nicht. Dazu besteht kein Grund. Wir wissen auch diese Erfolge richtig einzuorden.“ Luginger fordert von seinen Spielern, ihr maximales Leistungspotenzial abzurufen. „Nur so können wir weiter erfolgreich sein.“ Ein Ausruhen auf Siegen gebe es nicht. „Es ist, was die Leistung betrifft, bei uns immer noch Luft nach oben“, betont der 50-Jährige.