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| 23:04 Uhr

Stadt greift SVN unter die Arme

Noch gehören die Sitzschalen im Westpfalzstadion wie auch die Anzeigetafel dem SVN. Foto: maw
Noch gehören die Sitzschalen im Westpfalzstadion wie auch die Anzeigetafel dem SVN. Foto: maw FOTO: maw
Zweibrücken. Kehrtwende bei der Stadt Zweibrücken: Die will dem angeschlagenen SVN nun doch finanziell zur Seite springen und dem Verein die Anzeigetafel sowie die Sitzschalen abkaufen. Zuvor hatte man das immer abgelehnt. Fritz Schäfer

"Die Stadt hat sich bereit erklärt, die Anzeigetafel und die Sitzschalen zu kaufen", sagte der Insolvenzverwalter Jürgen Roth nach der Gläubigerversammlung. Über die Höhe äußerte er sich nicht. Lediglich: "Der Betrag hilft dem SVN Zweibrücken weiter." Stadtsprecher Heinz Braun bestätigte auf Nachfrage, dass die Stadt dem Insolvenzverwalter ein Angebot gemacht habe. "Auch andere Vereine haben von der Anzeigetafel einen Vorteil, und deshalb hat sich der Stadtvorstand entschieden, seine ablehnende Meinung zu ändern", ergänzte Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ).

Für den SVN-Vorsitzenden Richard Denger ist das ein Hoffnungsschimmer. Doch bis Ruhe eingekehrt ist es noch ein weiter Weg. Der Spielbetrieb der zweiten und der Jugendmannschaften werde zumindest bis Saisonende fortgesetzt, sagte der Insolvenzverwalter . Und es soll darüber hinaus auch weiter gehen beim SVN. Dabei geht Roth weiter davon aus, dass im kommenden Jahr eine Mannschaft in der Verbandsliga spielen kann. Roth: "Wenn man die Chance hat in der Verbandsliga zu spielen, dann soll man auch versuchen."

Doch diese Chance hängt auch von weiteren Sponsoren ab. Wobei der Insolvenzverwalter betonte, dass das Geld der Sponsoren nicht zur Begleichung der Altschulden verwendet werde. "Das Geld ist für den laufenden Spielbetrieb", sagte Roth. Die Altschulden sollen "mittelfristig" mit Überschüssen aus dem Spielbetrieb der Verbandsligamannschaft abbezahlt werden.

Über die genaue Höhe der Forderungen der Gläubiger machte Roth gestern keine Angaben. "Die Summe ist noch nicht zu beziffern." Im Juli des vergangenen Jahres war von Vereinsseite die Summe von rund 160 000 Euro genannt worden. Roth bestätigte lediglich, dass die Berufsgenossenschaft, die Knappschaft und das Finanzamt die größten Gläubiger sind. Dazu kommen noch Spieler und weitere Personen. Insgesamt rund 30. Wobei bei der Gläubigerversammlung nur der Vorsitzende und der Trainer Raphaél Laghnej anwesend waren. Roth erklärte, dass die Gläubiger nach der Anmeldung ihrer Forderungen keine Druckmittel hätten, um das Verfahren zu beschleunigen. Mit den Gläubigern sei auch noch nicht darüber geredet, auf wie viel Geld sie verzichten, sagte der Insolvenzverwalter .

Wie Denger sagte, hätten einige Sponsoren zugesagt, weiter Geld zu geben. Aber das reiche nicht aus, um den Spielbetrieb in der Verbandsliga zu spielen. Deshalb gestaltet sich die Situation für Trainer Laghnej schwierig. Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens hätten elf, zwölf Spieler weiter Interesse, beim SVN in der Verbandsliga zu spielen. Doch auch dies reiche nicht. Wie der Vorsitzende auf Sponsorensuche ist auch der Trainer weiter auf Suche nach Spielern. Angesichts der finanziellen Situation dürfe bei den Spielern das Geld nicht die entscheidende Rolle spielen. "Die Sponsoren sollten das auch als eine Chance sehen, um dem Verein zu helfen", sagte Laghnej.

Ein Termin für eine Mitgliederversammlung stehe noch nicht, sagten Denger und Roth. "Ein Termin zum Saisonende könnten wir ins Auge fassen", sagte Roth.