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Sportkolumne
Ein leidvolles Kapitel geht zu Ende

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ganz großes Aufatmen beim SVN Zweibrücken – und bei Richard Denger. Der Verein hat das Insolvenzverfahren überstanden, das drohende Ende ist tatsächlich abgewendet. Lange hat es sich hingezogen. Nicht erst seit der Eröffnung des Verfahrens im Juli 2015 kämpfte der Verein ums nackte Überleben. Von Svenja Hofer

Doch nach der Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan in der vergangenen Woche ist der heutige B-Klasse-Spitzenreiter wieder schuldenfrei.

Nach vier bangen, harten und „schlimmen“ Jahren für den Vorsitzenden Richard Denger, der sein Amt nun in jüngere Hände übergeben möchte, kann auch er das unerfreuliche Kapitel seiner 44-jährigen Zeit im Vorstand der Niederauerbacher abhaken. Die ruhmreichen Jahre mit Aufstiegen in Verbands- (1998), Ober- (2008) und die Regionalliga (2013), mit zwei DFB-Pokal-Teilnahmen sind im Zuge der Finanzprobleme und des Absturzes des Vereins in die Unterklassigkeit verblasst, für Außenstehende beinahe komplett in Vergessenheit geraten.

Doch immerhin – und das war zu Beginn der finanziellen Misere nicht unbedingt zu erwarten – lebt der SVN Zweibrücken noch. Jetzt hat er die Chance, endgültig Ruhe einkehren, alles in geordnete Bahnen laufen und sich nur noch um die schönste Nebensache der Welt sonntags aufm Platz drehen zu lassen. Eben ganz so, wie bei anderen kleinen Fußballclubs auch.