| 20:35 Uhr

Schwache Ausbeute
Spitzenreiter hält nur eine Hälfte mit

Schweres Durchkommen: HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (links) bemängelte die schlechte Chancenverwertung in der Top-Partie gegen Merzig.
Schweres Durchkommen: HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (links) bemängelte die schlechte Chancenverwertung in der Top-Partie gegen Merzig. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Merzig/Niederwürzbach. Die HWE Homburg unterliegt im Topspiel der Handball-Saarlandliga mit 15:23 bei Verfolger Merzig-Hilbringen. Niederwürzbach hat seinen guten Lauf mit dem 32:25-Derbysieg gegen St. Ingbert fortgesetzt. Von Markus Hagen

Zu schwach war die Chancenverwertung des Spitzenreiters, zu harmlos die Defensive. So kassierte die HWE Homburg am Sonntagabend im Topspiel seine dritte Saisonniederlage. Mit 15:23 (10:10) unterlag das Team von Trainer Thomas Zellmer beim HSV Merzig-Hilbringen, dem Tabellenzweiten der Handball-Saarlandliga. „Gerade aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg für Merzig mit Sicherheit verdient“, bekannte Zellmer.

In der ersten Halbzeit allerdings sei seine Mannschaft das bessere Team gewesen. „Eigentlich hätten wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen müssen.“ Doch schon vor der Pause ließ die HWE eine ganze Reihe guter Möglichkeiten liegen. Dennoch setzte sich Homburg von 4:4 zwischenzeitlich bis auf 7:4 ab. Die Drei-Tore-Führung gab den Gästen aber keine Sicherheit. Der HSV kam wieder auf 7:8 heran.  Homburg hatte spielerisch leichte Vorteile – die Partie blieb aber offen. Gut zwei Minuten vor der Pause traf Homburgs Michael Mathieu zum 10:8 für die HWE. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff glichen die Merziger durch David Pfiffer – mit neun Treffern bester Schütze der Partie – und Michael Arnold zum 10:10 aus.

Nach der Pause geriet die HWE durch Thomas Zellmer (Zwei-Minuten-Strafe) und Christian Boscolo (Rote Karte) gleich doppelt in Unterzahl. Der Gastgeber nutzte die Überzahl gnadenlos aus und zog von 11:11 auf 14:11 davon. Bis zum 13:15 hielt die HWE dagegen und durfte hoffen, nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen. „Aber dann sind wir immer wieder am überragenden Torhüter der Merziger gescheitert“, haderte Zellmer mit der immer schwächer werdenden Chancenverwertung. HSV-Torwart Dirk Ströker hielt fast alles, darunter auch zwei Siebenmeter. In den letzten 20 Minuten kam der Offensivmotor der HWE endgültig zum erliegen. Homburg traf nur noch zwei Mal. „Das ist natürlich einfach zu wenig, um hier bestehen zu können“, monierte Zellmer. Über 20:14 zog der HSV davon und gewann deutlich. „Wir haken das Spiel schnell ab. Unser Vorsprung ist mit vier Minuspunkten auf Merzig immer noch ordentlich“, bleibt der HWE-Coach gelassen. Am Sonntag spielt Homburg um 17.30 Uhr auswärts beim HC Dillingen/Diefflen.



Seinen Positivtrend fortgesetzt hat der amtierende Meister TV Niederwürzbach. Er setzte sich im Derby gegen die SGH St. Ingbert mit 32:25 durch. Das Hinspiel hatten die Würzbacher noch mit einem Tor verloren. Die Revanche im prestigeträchtigen Lokalduell ist der Mannschaft von Christian Schöller damit gelungen.

Beide Teams konnten am Samstag allerdings nicht auf ihren kompletten Kader zurückgreifen. Beim TVN fehlten mit Yannick Pressmann, Nils Lauer und Peter Resch gleich drei Stammkräfte. Trotzdem drückte Niederwürzbach dem Spiel vom Anwurf weg seinen Stempel auf. Außenspieler Fabian Germann traf in der 13. Minute zum 7:3 für die Hausherren. SGH-Kreisläufer Filip Dujcak und Rückraumspieler Dawid Biskup verhinderten, dass der TVN schon früh die Weichen auf Sieg stellen konnte. Doch TVN-Torwart Björn Feit brachte den Gästeangriff im Anschluss zur Verzweiflung. So blieben die Niederwürzbacher in der ersten Hälfte konstant vier bis fünf Tore vorne. Beim 15:10 wurden die Seiten gewechselt.

Die Gastgeber kamen wach aus der Kabine und schienen früh für die Vorentscheidung zu sorgen. Über 17:10 durch Max Bölke bis zum 19:11 durch Julian Ternette dominierte der TVN. Die SGH leistete sich in dieser Phase Undiszipliniertheiten, die immer wieder mit Zeitstrafen geahndet wurden. Der TVN nutzte seine Chancen aber nicht konsequent, die SGH verkürzte bis zur 50. Minute wieder auf 20:24. Aber die erfahrenen Niederwürzbacher berappelten sich schnell wieder. Trotz doppelter St. Ingberter Manndeckung gegen Max Bölke und Johannes Leffer baute der TVN den Vorsprung wieder aus. Über 27:21 (53.) und 29:22 (55.) sicherte der Tabellendritte den Derbysieg.