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Spannende Tage am Transferfenster

Winterzeit ist Transferzeit. Zahlreiche Wechselspiele haben uns in den vergangenen Wochen beschäftigt. Nun ist das Transferfenster geschlossen. Kurz zuvor tut sich bekanntermaßen noch einmal einiges.

Für den SVN Zweibrücken, der ohne Zweifel den größten Umbruch hinter sich hat, war es nur der Abschluss einer langen Wechselorgie. Unter dem Spardiktat war der Regionalligist gezwungen, zahlreiche Spieler abzugeben. Insgesamt 20 haben den Verein zum Winter verlassen. Vier sind aus der alten Mannschaft geblieben. An 16 neue Gesichter müssen sich die Zuschauer gewöhnen. Es ist der dritte Umbruch innerhalb eines halben Jahres. Konstanz ist da nicht drin. Doch für die Niederauerbacher ging es zum jetzigen Zeitpunkt nur ums Überleben. Dass der Verein um den Vorsitzenden Richard Denger das bis hierher geschafft hat, überrascht viele Fußballkenner in der Region. Nicht wenige hatten erwartet, dass der letzte Vorhang noch vor dem Beginn des neuen Jahres fällt. Über den Berg ist der SVN nicht, doch er ist am Leben. Wie dieses Leben in der Liga aussehen wird, bleibt abzuwarten. Wie konkurrenzfähig der SVN in der Restsaison sein wird, der es schon mit der vorherigen Elf lediglich auf Rang 16 geschafft hat.

Doch eine Mannschaft steht. Nun liegt es an Trainer Guido Hoffmann aus den 20 Mann eine Einheit zu formen, die gewillt ist, alles zu geben. Helfen könnte dem 49-Jährigen dabei, dass sich viele der Spieler, gerade die, die nicht aus der näheren Umgebung, sondern den USA, Neuseeland , Südkorea kommen, sich präsentieren wollen, um den Sprung nach oben zu schaffen, andere Vereine auf sich aufmerksam zu machen. Dem SVN muss bewusst sein, dass der angeschlagene Verein für diese Spieler nur eine Durchgangsstation, der nächste Umbruch programmiert ist. Doch zunächst wollen die Niederauerbacher versuchen, mit der jungen, "hungrigen" Mannschaft, wie es Hoffmann umschreibt, den Abstieg aus der Regionalliga zu vermeiden. Wie eine weitere Runde in dieser, sollte der SVN das sportlich tatsächlich schaffen, finanziert werden soll, steht auf einem anderen Blatt. Keinen Nachrüstungsbedarf hat Trainer Jens Kiefer vor der Winterpause beim FC Homburg gesehen. Dafür haben die Grün-Weißen nun kurz vor Toreschluss doch noch einmal kräftig zugeschlagen. Am Montag hat sich Torhüter Tobias Rott dem Regionalliga-Siebten als Standby-Schlussmann angeschlossen. Wichtiger scheint die Verpflichtung von Nico Zimmermann, den der FCH für den Rest der Spielzeit von der SV Elversberg ausgeliehen hat. Auch auf die Verstärkung durch Mittelfeldspieler Chadli Amri hofft Kiefer. Er hat jedoch noch keine Freigabe vom algerischen Verband. Der Homburger Coach kündigte vor der Pause an, nur Spieler zu holen, die dem Verein weiterhelfen. Der gebürtige Zweibrücker Zimmermann kann so ein Mann sein. Allerdings lief er für die SVE in der laufenden Runde "nur" in sieben Spielen auf. Dennoch setzen die Grün-Weißen damit ein deutliches Zeichen, noch ein paar Plätze gutmachen, aber vielleicht auch schon, über die Saison hinaus einen guten Grundstock für eine erfolgreichere Saison legen zu wollen. Auf eine Verstärkung der Offensive hofft auch Björn Hüther, Trainer der SG Rieschweiler. Im Angriff hat es in der Hinrunde beim 13. der Verbandsliga gehakt. Mit den Rückkehrern Stefan Maul und Quincey Henderson soll sich das ändern und der Abstand zu den Abstiegsplätzen schnellstmöglich vergrößert werden.

Spannend waren die Tage am Transferfenster. Nun ist es geschlossen, die Kader stehen. Welcher Verein den besten Ausblick bewiesen hat, zeigt sich aber erst nach Wiederbeginn der Spielrunden.