| 23:09 Uhr

Fußball-Oberliga
Später 2:1-Siegtreffer für FC Homburg

Homburgs Innenverteidiger Alexander Hahn (rechts) am gestrigen Dientagabend im Zweikampf um den Ball gegen den Karbacher Selim Denguezli. Mit 2:1 setzte sich der FC Homburg in seinem Nachholspiel beim FC Karbach durch.
Homburgs Innenverteidiger Alexander Hahn (rechts) am gestrigen Dientagabend im Zweikampf um den Ball gegen den Karbacher Selim Denguezli. Mit 2:1 setzte sich der FC Homburg in seinem Nachholspiel beim FC Karbach durch. FOTO: Markus Hagen
Emmelshausen. Tom Schmitt sorgt in Karbach für die hochverdiente Entscheidung. „Alle andere als einfach auf diesem Kartoffelacker.“ Von Markus Hagen

Es lief bereits die 87. Minute im Stadion Emmelshausen der Nachholpartie am Dienstagabend in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwischen dem FC Karbach und dem Spitzenreiter FC Homburg. Beim Spielstand von 1:1 nahm sich Tom Schmitt auf der rechten Halbposition ein Herz, tankte sich durch und traf zum 2:1-Sieg des FC Homburg. Mit diesem späten Treffer holte sich der FC Homburg doch noch die drei Punkte und baute damit seinen Vorsprung als Spitzenreiter auf den Verfolger FK Pirmasens auf praktisch uneinholbare 16 Punkte aus.

Homburgs Trainer Jürgen Luginger bilanzierte: „Es war schon schwer, sich auf dem sehr schlecht bespielbaren Rasen durchzusetzen.“ Seine Mannschaft habe die Partie dominiert, sich einige Torchancen erarbeitet und auch dann verdient gewonnen.

Von der ersten Minute an bestimmten die Homburger die Partie gegen die massiv in der Defensive stehenden Gastgeber aus Karbach. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe der FCH seine erste richtig gute Torchance hatte und diese auch zum 1:0 zu nutzen wusste: Nach Zuspiel von Sven Sökler stand Konstantinos Neofytos frei vor dem Tor und lochte den Ball aus sieben Metern zur Homburger Führung in die Maschen. Ansonsten hatte der spielerisch überlegene Tabellenführer noch die eine oder andere Halbchance in der ersten Halbzeit durch Patrick Dulleck (31.), Konstantinos Neofytos (33.) und Marc Gallego (45.), dessen Schuss gerade noch vom Karbacher Enrico Köppen abgewehrt werden konnte.



Auch in der zweiten Halbzeit kontrollierte Homburg Ball und Gegner. In der 50. Minute vergab Sven Sökler frei vor Tor aus zehn Metern das 2:0. Sein Schussversuch ging hoch über das Karbacher Tor. Fünf Minuten später hätte Konstantinos Neofytos mit einem Kopfball erhöhen können, aber der Ball ging genau auf den Karbacher Torhüter Lukas Schmitt.

Die erste Möglichkeit für den FC Karbach ergab sich nach 66 Minuten, als Johannes Göderz zum Schuss kam und der eingewechselte Patrick Lienhard den Ball noch abwehren konnte. Fünf Minuten später fiel der überraschende Ausgleich für den FC Karbach, der im Wesentlichen nur mit hohen Bällen in die Offensive aggierte. Eine Flanke von Göderz köpfte FCH-Innenverteidiger Jan Eichmann in den eigenen Torwinkel (71.) zum 1:1. Luginger: „Mit diesem Tor haben wir es uns selbst schwer gemacht. Aber wir wollten gewinnen und haben um dieses zweite Tor bis zur Schlussminute gekämpft.“ Zwölf Minuten vor dem Abpfiff hatte Homburgs Deutsch-Grieche Neofytos die nächste Möglichkeit. Luginger hatte die nicht überzeugenden Außen-Offensivspieler Jaron Schäfer und Christian Lensch längst gegen Tom Schmitt und Patrick Lienhard ausgewechselt. Schmitt saß wegen einer Erkältung zunächst auf der Bank. Lienhard wurde wegen einer Knöchelverletzung erst einmal geschont.

Drei Minuten vor dem Abpfiff konnten die Homburger Fans doch noch jubeln: Schmitt markierte den hochverdienten 2:1-Siegtreffer. „Das war sicherlich alles andere als einfach, auf diesem Kartoffelacker unser Spiel durchzubringen. Karbach hat es ganz gut gemacht und nicht viel zugelassen“, sagte der Homburger Siegtorschütze nach dem Abpfiff. Wenn auch der entscheidende Treffer sehr spät gefallen sei, der Sieg sei auf jeden Fall hochverdient. So sah es auch Schmitts Trainer Luginger. Er meinte: „Wir hatten nach der Führung, drei bis vier Möglichkeiten zum 2:0. Es spricht für meine Mannschaft, dass wir uns nicht nach dem unglücklichen Eigentor aus dem Konzept bringen ließen.“