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Fußball-WM
Sogar Merkel wirbt um Milde für Özil und Gündogan

Berlin. In der Diskussion um die „Erdogan-Affäre“ hat sich jetzt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeschaltet. Die Bundeskanzlerin warb um Vergebung für Mesut Özil und Ilkay Gündogan. „Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan“, sagte Merkel in der ARD-Talkshow Anne Will über den Ärger um die Bilder von Özil und Gündogan mit dem türkischen Staatsoberhaupt.

Merkel erhob das Thema damit zur nationalen Angelegenheit.

Die CDU-Chefin appellierte sogar an die Fußball-Nation, die Geschichte mit Blick auf die WM mit dem Auftaktspiel der DFB-Elf am kommenden Sonntag (17 Uhr/ZDF) gegen Mexiko auf sich beruhen zu lassen. „Ich finde, wir brauchen jetzt alle, damit wir gut abschneiden“, sagte sie, „deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte.“ Und nicht nur pfeifen – wie am Freitag in Leverkusen gegen Saudi-Arabien, als Gündogan die volle Fanwut abbekam. Dessen patriotische Aussage am Samstag, er sei „immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen“, empfand Merkel als sehr berührend.