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| 20:34 Uhr

Eiskunstlauf
Skate’n’Fun verhängt Aufnahmestopp

Bereits fortgeschritten auf dem Eis sind Victoria Kopper, Sophie Smachtin, Shannon Biega, Nicolas Hutt, Tamara Biega und Sesin Conrad (v. li.).
Bereits fortgeschritten auf dem Eis sind Victoria Kopper, Sophie Smachtin, Shannon Biega, Nicolas Hutt, Tamara Biega und Sesin Conrad (v. li.). FOTO: Verein/Ellrich
Zweibrücken. Nach dem Aus der Dillinger Eissporthalle kann der Zweibrücker Eiskunstlaufverein den Zustrom ohne Extra-Eiszeiten nicht bewältigen. Im März richtet er die Landesmeisterschaft aus. Von Eric Kolling

Es boomt beim Zweibrücker Eiskunstlaufverein Skate’n’Fun Saar-Pfalz: Der Club hat vor wenigen Wochen sein 100. Mitglied begrüßt, die fünfjährige Mirja Marczinkowsky. Das erklärt Pressesprecherin Katharina Ellrich. Zu den inzwischen über 100 Mitgliedern zählen seit dieser Saison auch Läufer des Dillinger Eiskunstlaufvereins. Sie wechselten nach der Schließung der eigenen Eishalle nach Zweibrücken, man habe sie mit offenen Armen aufgenommen, so Ellrich. Etwa zehn Sportler aus Dillingen hätten sich bisher zusätzlich zur Mitgliedschaft im Dillinger Verein auch dem Zweibrücker Club angeschlossen.

Mindestens 20 stünden aber auf der Warteliste – auch Eislauf-Neulinge, die erst die Laufschule durchlaufen müssten, ehe sie Mitglied werden können. Ellrich: „So schön der Zulauf auch ist, so groß ist die Herausforderung, das Training mit zahlreichen Läufern zu bewältigen. Die Eisfläche muss effizient genutzt, die wenigen Trainer optimal zugeteilt werden.“ Derzeit nutzt Skate’n’Fun laut Ellrich mittwochs von 17.15 bis 18.30, freitags von 16.15 bis 17.15, sonntags von 12.15 bis 13.45 Uhr und in Abhängigkeit vor allem von Spielen der Hornets samstags von neun bis elf Uhr. Aus dieser Problematik resultiere ein vorläufiger Aufnahmestopp für neue Mitglieder. Ellrich: „Der Zulauf sprengt sonst leider die Kapazität an Eiszeiten für das Training.“ Der Vorstand hoffe deshalb auf eine „harmonische wie auch konstruktive und ergiebige Regelung mit dem Eishallenbetreiber für die Saison 2018/19“. Diese startet im September. Zwei Stunden an zwei weiteren Tagen „wären optimal“.

Dieter Feth, seit 18 Jahren Betriebsleiter der Zweibrücker Eishalle, betont auf Merkur-Anfrage, dass er sowohl im Vorstand des EHC Zweibrücken als auch von Skate’n’Fun ist. Er „versuche immer allen Vereinen gerecht Eis zu vergeben“. Das passiere jedes Jahr mir Absprache mit allen Vereinen. Feth: „Auch in der neuen Saison 2018/2019 werden wir wieder Lösungen finden, Vereinssport und öffentliche Laufzeiten unter einen Hut zu bekommen.“

Von den Eiszeiten abgesehen sucht der Verein nach sportlich-qualifizierter Verstärkung im Trainerteam. Zwei neue Coaches sind nötig, ist laut Ellrich das Ziel. Es sei aber gerade in und um Zweibrücken schwierig, kompetente Kandidaten zu finden. Man habe schon in Kreisen ehemaliger Läuferinnen gefragt, derzeit gebe es Kontakt zu einem Anwärter aus den USA. Die Zusatzhallenzeiten sollten so liegen, dass auch ein berufstätiger Trainer nicht abgeschreckt würde, so die Hoffnung von Skate’n’Fun.

Nicht nur die Mitgliederentwicklung erfreue derweil laut Ellrich die Vereinsverantwortlichen. Auch die Wettkampfsaison stehe kurz bevor. Am Sonntag, 24. März, findet die rheinland-pfälzische Landesmeisterschaft im Zweibrücker Eisstadion statt. Bis dahin steht für den Verein jede Menge Organisationsarbeit an. Da solch ein Großereignis nicht alle Jahre in der heimischen Eishalle stattfindet, sei man auf Helfer und Sponsoren angewiesen.

Bevor die Landesmeisterschaft ein Heimspiel biete, müssten die Zweibrücker Nachwuchsläufer erste Wettkampferfahrungen in anderen Eishallen und Bundesländern sammeln oder auffrischen. Ende Februar gehe es zunächst nach Wiehl, bevor die Läufer Anfang März in Diez beim Eislilien-Cup sowie Mitte März beim Frozen-Cup in Darmstadt gefordert sind. Generalprobe für die Landesmeisterschaft ist der traditionelle Bitburger-Pokal. „Danach sollte nichts mehr schief gehen, wenn in der heimischen Eishalle mit kräftiger Unterstützung aller Familien, Vereinsmitglieder und Freunde auf dem Eis das neu erlernte Können der vergangenen Monate abgeliefert werden kann“, sagt Ellrich.

Großes Interesse besteht in Zweibrücken am Eiskunstlaufen.
Großes Interesse besteht in Zweibrücken am Eiskunstlaufen. FOTO: Christian Charisius / picture alliance / dpa