| 22:44 Uhr

Fußball-Verbandsliga
SGR hat mit Ausfällen zu kämpfen

Rieschweiler. Fußball-Verbandsligist muss am Sonntag zum Tabellenvierten nach Speyer. Von Svenja Hofer

Ein strammes Restprogramm hat die SG Rieschweiler bis zum Saisonende vor sich. Denn von den zahlreichen Nachholspielen in der Fußball-Verbandsliga Südwest, bis zu acht Partien beträgt die Differenz, ist auch die Mannschaft von Trainer Björn Hüther betroffen. Umso wichtiger war es für den derzeit Zwölften, nach der lang gezogenen Winterpause gut in die Runde zu starten, den Schwung mitzunehmen. Mit dem 9:0 gegen den Vorletzten Ludwigshafener SC ist das gelungen. „Die waren auch wirklich erbärmlich. Dennoch musst du erstmal neun Tore machen“, betont der SGR-Trainer, dass er mit solch einem Auftakt zufrieden sein muss.

Dennoch gehen die Rieschweiler nicht vollends optimistisch in die restlichen Spiele, die am Sonntag, 15.30 Uhr, beim Tabellenvierten FC Speyer weitergehen. Vier Nachholpartien – zwei an Ostern und zwei Mittwochsspiele – hat die Hüther-Elf zu dem normalen Programm noch vor der Brust. „Eine richtige Trainingswoche ist da kaum noch drin“, erklärt der 40-Jährige.

Noch härter ist für die Rieschweiler allerdings die angespannte Personallage. „Es sieht nicht rosig aus.“ Steffen Sprau kommt nach seinem Kreuzbandriss nicht so schnell wie erhofft auf die Beine. Ein zunächst harmlos erscheinendes Eisbein entpuppte sich bei Christian Ohlinger als Muskelabriss im Oberschenkel – bedeutet das Saisonaus. Das gleiche Schicksal ereilte Luca Brödel. Nach einer Knie-OP wurde nun nachträglich ein Knorpelschaden festgestellt. „Und so schmerzlich es ohnehin ist, auch mit Christoph Weis hatten wir gerechnet“, verweist Hüther auf das Fehlen des verstorbenen Teamkollegen. Ein, zwei Spieler mit kleineren Verletzungen kämen zudem immer hinzu. „Da wird es schnell eng, zumal vieles langfristige Ausfälle sind.“



Doch obwohl die SGR am Sonntag mit lediglich 14 Mann nach Speyer fährt, sieht Hüther sein Team nicht ohne Chance. „Die Vorbereitung verlief größtenteils positiv, wir haben durch die letzten Pflichtspielsiege Selbstvertrauen getankt. Daher wollen wir schon was mitnehmen.“ Dass die Rieschweiler das können, haben sie beim 2:0-Sieg im Hinspiel gezeigt. Dennoch weiß der SGR-Trainer auch um die Stärken des kommenden Gegners. Speyer stellt mit Andreas Backmann in der Defensive eine sehr kompakte Mannschaft. „Offensiv sind sie mit den beiden Stürmern mit Oberligaformat, Marvin Sprengling und Milot Berish, zudem sehr stark besetzt.“ Der SGR kommt auch nicht unbedingt entgegen, dass der FCS mit zwei Pleiten gegen Bingen (3:4) und Rüssingen (1:2) schwach gestartet ist. „Speyer braucht unbedingt wieder einen Sieg“, betont Hüther.

Die Zähler hat allerdings auch der Zwölfte (25 Punkte, 18 Spiele) im Kampf gegen den Abstieg dringend nötig. „Du brauchst 40 Punkte, da mit Blick in die Oberliga sicher fünf Mannschaften absteigen. Je schneller wir die Punkte holen, umso besser“, macht der SGR-Trainer die prekäre Situation klar – trotz der ausstehenden Nachholpartien, trotz der verzerrten Tabelle.