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Zuschauer schwinden
SG Rieschweiler eröffnet neue Saison

Der Blick von Rieschweiler-Trainer Björn Hüther geht Richtung neue Saison, die sein Team am 10. August gegen Aufsteiger TSV Gau-Odernheim eröffnet.
Der Blick von Rieschweiler-Trainer Björn Hüther geht Richtung neue Saison, die sein Team am 10. August gegen Aufsteiger TSV Gau-Odernheim eröffnet. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Rieschweiler. Fußball-Rundenbesprechung: Der Verbandsliga laufen die Zuschauer weg. Auftakt ist am 10. August. Von Dieter Becker und Svenja Hofer

Zum Saisonauftakt blickt die Fußball-Verbandsliga nach Rieschweiler: Die Elf von Trainer Björn Hüther, der ein weiteres Jahr drangehängt hat, eröffnet mit einem Heimspiel am Freitag, 10. August, gegen Aufsteiger TSV Gau-Odernheim die Runde. Nach einem verstärkten Abstieg – gleich fünf Teams mussten den Gang nach unten antreten – geht die Liga wieder mit 16 Mannschaften an den Start. Das teilte Staffelleiter Lothar Renz bei der Rundenbesprechung im Sportheim des SV Steinwenden den Vertretern der 16 Vereine mit. Darunter sind drei Clubs aus der Südwestpfalz: SG Rieschweiler, SC Hauenstein und FK Pirmasens II. Der SC Hauenstein startet am 12. August, 15 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim Oberliga-Absteiger FV Dudenhofen. Mit einem Heimspiel gegen TB Jahn Zeiskam startet die U 23 des FK Pirmasens in die Liga.

„Durch die Begradigung der Liga auf 16 Mannschaften gibt es in den Meisterschaftsspielen keine englischen Wochen mehr. Begegnungen unter der Woche gibt es nur im Pokalwettbewerb, in den die Verbandsligisten ab September in der dritten Runde einsteigen werden“, erklärt Verbandsliga-Staffelleiter Lothar Renz. Der 54-Jährige gab zudem einen Rückblick auf die im Mai abgelaufene Verbandsliga-Saison und gab einen Ausblick auf die neue Spielzeit. „In der Regel wird in der Verbandsliga sonntags gespielt. Aber einige Vereine wollen ihre Heimspiele freitags oder samstags austragen. Auch montags finden Spiele statt, unter anderem die Derbys zwischen dem FC Speyer und FV Dudenhofen“, berichtet Renz. Er könne sich sehr gut vorstellen, dass gerade an einem Montagabend auch in der Verbandsliga viele Zuschauer zum Fußball gehen.

Ein Thema der Besprechung in Steinwenden war nochmals der verstärkte Abstiegskampf in der abgelaufenen Saison. Lothar Renz: „Ich kann die Kritik nicht verstehen. Bei der damaligen Sitzung in Hohenecken wurde von mir explizit darauf hingewiesen, dass es durch den freiwilligen Oberliga-Verzicht des SC Hauenstein einen verschärften Abstiegskampf in der Verbandsliga geben wird. Alle Vereine, bis auf den FK Pirmasens, waren mit dieser Regelung einverstanden und haben mir das auch schriftlich bestätigt.“ Der FKP habe Tage später sein Einverständnis in einem Telefonat gegeben.



Die Aufregung, die es dann im Mai gab, auch mit Anträgen von mehreren Vereinen, die Verbandsliga dauerhaft auf 18 Vereine aufzustocken, hat den Staffelleiter sehr überrascht. „Erst gab es das Okay durch die Vereine und Monate später wollte sich keiner mehr daran erinnern“, ist Renz heute froh, dass das Thema mittlerweile ad acta gelegt werden konnte.

Wenig glücklich mit den letzten Wochen der vergangenen Saison ist auch SGR-Trainer Björn Hüther. „Es war echt verrückt, wie viele Punkte man holen musste, um drinzubleiben“, betont Hüther noch immer kopfschüttelnd. Was von Verbandsseite in dieser Runde gelaufen sei, habe ihn geärgert, vor allem die Wettbewerbsverzerrung kurz vor Saisonende. Die Hüther etwa darin sah, dass der ebenfalls noch um den Ligaverbleib kämpfende Tabellennachbar Bienwald seine Nachholpartie gegen Rüssingen (7:0) erst vor dem letzten Spieltag bestreiten durfte, gegen ein Team ohne Auswechsel-, gespickt mit AH-Spielern. Das sei unglaublich gewesen. Umso froher war Hüther aber, dass seine Mannschaft den Klassenverbleib am letzten Spieltag aus eigener Kraft geschafft hat.

Die fairste Mannschaft in der abgelaufenen Saison war der Verbandspokalfinalist Alemannia Waldalgesheim. Schlusslicht in der Fairness-Tabelle war, wie auch in der Liga, Absteiger SV Herschberg. In der vergangenen Saison zeigten die Schiedsrichter in der Verbandsliga Südwest 962 Gelbe Karten, 53 Gelb-Rote und 51 Rote Karten.

Ein Negativ-Aspekt: Die Zuschauerzahlen sind in der Verbandsliga rückläufig. 38 931 Anhänger kamen in die Stadien und auf die Sportplätze, das sind durchschnittlich 144 Zuschauer pro Spiel. Meister und Oberliga-Aufsteiger Arminia Ludwigshafen begrüßte 3846 Zuschauer, Vizemeister und Aufsteiger Hassia Bingen freute sich im Stadion Hessenhaus über 3540 Zuschauer. Dagegen kamen zum FK Pirmasens II lediglich 1465 Zuschauer.