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SG Rieschweiler eine Herzensangelegenheit

 Sechs Jahre hat Trainer Tobias Weis die sportliche Richtung bei seinem Heimatverein SG Rieschweiler als Trainer erfolgreich angegeben. Foto: Marco Wille
Sechs Jahre hat Trainer Tobias Weis die sportliche Richtung bei seinem Heimatverein SG Rieschweiler als Trainer erfolgreich angegeben. Foto: Marco Wille FOTO: Marco Wille
Rieschweiler. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten SG Rieschweiler, Tobias Weis, tritt bei seinem Heimatverein ins zweite Glied zurück. Neben dem Sportlichen kümmert er sich im SGR-Vorstand um die Vermarktung. Werner Kipper

Der bisherige Trainer des Verbandsligisten SG Rieschweiler, Tobias Weis, zieht sich zurück. Der frühere Profi des KSC und des 1. FC Kaiserslautern tritt nach sechs Jahren als Trainer bei seinem Heimatverein ab. Das hat der 42-jährige bereits zu Beginn dieses Jahres angekündigt, um sich künftig mehr seiner Familie mit seinen beiden Kindern zu widmen. Aber er bleibt dem Fußball erhalten. Er tritt vom ersten ins zweite Glied, "ich muss nicht mehr bis zu vier Mal in der Woche auf dem Platz stehen", und kümmert sich künftig mit Trainer Björn Hüther im Vorstand um die sportliche Entwicklung der SGR. "Damit wird auch mein Vater Rolf entlastet."

Insgesamt zehn Jahre hat Tobias Weis bisher als Trainer fungiert. Drei Jahre war er zu Beginn beim Verbandsligisten SVN Zweibrücken tätig, wobei er die Plätze zwei, drei und fünf belegt hat. Da er selbst, nachdem er wegen einer schweren Knieverletzung seine Profikarriere beenden musste, noch einmal mitspielen musste, heuerte er beim B-Ligisten SV Martinshöhe an, ehe er 2008 zur SG Rieschweiler zurückkehrte. Nach dem Weggang von Peter Rubeck haben sie "händeringend" (Weis) einen neuen Trainer gesucht.

"Damit hat sich der sportliche Kreis geschlossen", erklärte er, nachdem er 1987 den Verein im zweiten A-Jugendjahr zum 1. FC Kaiserslautern verlassen hatte. Gerne erinnert er sich an seine Zeit am Betzenberg mit Trainer Ernst Diehl , der ihn entscheidend als Spieler und später als Trainer geprägt habe. "Ehrgeiz und Wille sind die entscheidenden Erfolgsgaranten", hatte ihm der ehemalige Abwehrspieler des FCK in der Bundesliga eingebläut. Gleichzeitig arbeitete Tobias Weis an seinen technischen Fertigkeiten, wobei er sich einiges in den gemeinsamen Trainingseinheiten von Stefan Kuntz , dem Europameister von 1996 und heutigen FCK-Vorstandsvorsitzenden, abgeschaut hat.

"Es war für mich eine Herzensangelegenheit", erklärte der Verwaltungsangestellte bei der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, als die SGR mir den Trainerjob anbot.

Zunächst musste er die Mannschaft in der Landesliga vor dem Abstieg bewahren. Dabei galt es, die Mannschaft zu formen, "die jungen Kerle nach vorne zu bringen und die zahlreichen auswärtigen Spieler zu integrieren", blickt er zurück. Nach dem vierten Platz im ersten Trainerjahr schaffte er bereits im zweiten den Aufstieg in die Verbandsliga, wobei der SV Hermersberg, der teilweise zehn Punkte Vorsprung hatte, noch abgefangen wurde. Auch ein Abstieg, "wir sind zu blauäugig in die Runde gegangen" (Weis), warf die Mannschaft nicht aus der Bahn. Denn postwendend wurde mit "Landesligarekord" bei 27 Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage der Wiederaufstieg geschafft. Wesentlichen Anteil hatten die Neuzugänge Christoph Weis und Daniel Preuß, die als absolute Führungsspieler fungierten.

Damit war die Grundlage für einen "erfolgreichen Fußball " (Weis) gelegt, der in den kommenden beiden Runden mit dem sechsten und fünften Platz untermauert wurde. Erfreut zeigt sich Tobias Weis über diese Erfolge, mit dem die Rieschweiler aber an ihre finanziellen Grenzen gestoßen sind. "Das überragende Niveau zu halten und das Maximale herausholen", lautet der Anspruch des 42-Jährigen, der nun bei der Vermarktung seines Vereins den Hebel ansetzen und neue Ideen einbringen will.

Als Großprojekt steht nun in naher Zukunft der Bau des neuen Kunstrasenplatzes an. "Dazu will ich meinen Beitrag leisten, aber gleichzeitig als Mitglied des Vorstandes für den Sport nicht den Kontakt zur Mannschaft verlieren."