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SG Dellfeld bleibt zweitklassig

Jörg Dietz trug als Tagesbester zum Sieg und somit zum Klassenverbleib der SG Dellfeld/Zweibrücken bei. Foto: Marco Wille/pma
Jörg Dietz trug als Tagesbester zum Sieg und somit zum Klassenverbleib der SG Dellfeld/Zweibrücken bei. Foto: Marco Wille/pma FOTO: Marco Wille/pma
Dellfeld. Mehrfach jubeln durften am Wochenende die Kegler der SG Dellfeld/Zweibrücken. In einer schwierigen Saison sicherte die erste Mannschaft doch noch den Verbleib in Liga zwei, die Dritte wurde bereits Meister. Svenja Hofer,Theo Pfeifer (beide Merkur)

Großes Aufatmen bei der SG Dellfeld /Zweibrücken. Am vorletzten Spieltag haben die Zweitliga-Kegler in einer holprigen Saison den Klassenverbleib doch noch gesichert. Durch den deutlichen 5489:5346-Erfolg auf den heimischen Bahnen gegen den Tabellenneunten SKC Hugsweiler ist die Spielgemeinschaft vom vorletzten Platz der Südstaffel nicht mehr zu verdrängen. Danach sah es noch vor wenigen Wochen nicht aus. Nach dem Sieg am zweiten Spieltag zuhause gegen Schlusslicht Sembach folgen elf Pleiten in Folge. "Die vielen knappen Niederlagen zu Saisonbeginn waren sehr zermürbend", erklärt SG-Mannschaftsführer Horst Köckritz. "Auch gegen den Meister KSV Kuhardt haben wir bis zu den letzten 100 Wurf noch geführt", macht der Zweibrücker klar, was die Mannschaft eigentlich leisten kann, wenn alle Mann an Bord sind. Doch nicht nur er selbst kommt aufgrund seiner Rückenbeschwerden nur selten zum Einsatz, insgesamt hat die SG über die gesamte Runde mit personellen Problemen zu kämpfen. "Wenn wir vollzählig sind, dann können wir zuhause gegen jeden gewinnen", betont Köckritz. Das hätten auch die Spiele in den vergangenen Wochen gezeigt, in denen die SG wieder an ihr Leistungsniveau herangekommen ist. So haben die Kegler drei ihrer letzten vier Heimpartien gewonnen "und dadurch den Klassenerhalt - Gott sei Dank - doch noch geschafft", sagt Köckritz erleichtert.

Dazu gehört auch der Sieg im letzten Heimspiel gegen Hugsweiler. Alle SG-Spieler gingen konzentriert zu Werke, leisteten sich nur halb so viele Fehlwürfe wie die Gäste. Daraus resultierte ein deutliche Plus beim Abräumen. Schon das Eröffnungspaar mit dem Tagesbesten Jörg Dietz (968 Kegel) und Oswald Gimber (936) machten 149 Leistungspunkte (LP) gut. Das Mittelpaar mit Patrick Leiner (916) und Harald Mau (887) fügten weitere 16 Kegel hinzu. So war der Sieg kaum noch gefährdet. Carsten Dietz (894) und Hans-Jürgen Weber (888) gaben noch 22 LP von dem Polster ab. Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage des Schlusslichts aus Sembach darf die SG Dellfeld /Zweibrücken bereits vor dem letzten Spieltag jubeln.

In der Frauen-Regionalliga haben die Dellfelder eine klare 2312:2576-Niederlage beim KSV Kuhardt einstecken müssen. Die Gäste sind bereits mit gemischten Gefühlen angereist, sind doch zwei Spielerinnen gesundheitlich nicht auf der Höhe. So kann Marianne Ruble nur eine Bahn bewältigen, Renate Rothhaar hält geradeso durch. Die gesunden Spielerinnen zeigen eine bewundernswerte Vorstellung. Christine Sprengard sticht als Tagesbeste heraus, spielt mit Tochter Saskia zusammen sehenswerte 912 Kegel. Dennoch kann die SG gegen den KSV nichts ausrichten. Die Einzelergebnisse: Marianne Ruble 194, Elke Janz 383, Renate Rothhaar 384, Alisha Zilliox starke 439, Saskia Sprengard 440 und Christine Sprengard 472.

Die dritte Männer-Mannschaft der SG Dellfeld /Zweibrücken hat die Meisterschaft in der Gemischten Klasse Südwest 4er perfekt gemacht. Mit 1698:1594 setzte sie sich gegen den KSC Pirmasens III durch. Schon vorher war klar: Ein Sieg, und der Titel ist sicher. Mit einer äußerst geschlossenen Mannschaftsleistung springt dann der klare Erfolg heraus, was auch die einzelnen Ergebnisse verdeutlichen. Aufgeboten waren: Florian Bischoff 418, Oswald Gimber 426, Reiner Irlbeck und Peter Ehrmantraut jeweils 427 LP.

In der Gemischten Klasse West muss die SG-Vierte die Punkte beim 1487:1531 dem SKC Mehlingen III überlassen. Wenn man bedenkt, dass die Gastgeber in dieser Begegnung nur sieben von acht Bahnen bewältigen, weil ein Ersatzspieler fehlt, so wäre an diesem Tag ein Sieg möglich gewesen. Die SGler dürften dennoch mit ihren Leistungen zufrieden sein. Zweimal heißt es Saisonbestleistung. Aufgeboten waren: Hans Sarpei (eine Bahn) 204, Hansi Leckebusch Saisonbestleistung 421, Jürgen Sohns Saisonbestleistung 458 LP.

"Unterm Strich war es trotz aller Widrigkeiten für die gesamte SG doch eine erfolgreiche Saison: Die Erste bleibt in der 2. Liga, die Dritte ist Meister, die zweite Mannschaft steht unter den ersten Drei und auch die Vierte hat ordentliche Spiele gezeigt", resümiert Köckritz, der hofft, am letzten Spieltag selbst wieder ohne Rückenschmerzen spielen zu können. "Es wäre schön, aber das wichtigste ist, dass wir nach der unerwartet schwierigen Saison schon gesichert sind."