| 20:50 Uhr

Fußball-Regionalliga
Selbstkritik nach müder Nullnummer

Nicht überzeugt: Alles andere als zufrieden mit seiner Leistung war Homburgs Neuzugang Bernd Rosinger (weiß) nach dem laschen 0:0 der Saarländer in Stadtallendorf.
Nicht überzeugt: Alles andere als zufrieden mit seiner Leistung war Homburgs Neuzugang Bernd Rosinger (weiß) nach dem laschen 0:0 der Saarländer in Stadtallendorf. FOTO: mh / Markus Hagen
Stadtallendorf. Regionalligist FC Homburg kommt in Stadtallendorf nach schwacher Vorstellung nicht über ein 0:0 hinaus. Von Markus Hagen

Es läuft bereits die Nachspielzeit zwischen dem TSV Eintracht Stadtallendorf und dem FC Homburg. Noch ein letzter Angriff für den Tabellendritten aus dem Saarland. Christopher Theisen spielt Tom Schmitt an, der alleine aus halbrechter Position in den Strafraum läuft. Zehn Meter sind es zum Tor, aber Schmitt zieht den Ball an Stadtallendorfs Torhüter Hrvoje Vincek und knapp am Pfosten vorbei. Direkt danach ist die Partie zu Ende. Zwei von möglichen drei Punkten waren weg für den FC Homburg. Und damit die Möglichkeit, sich nicht nur auf Platz zwei in der Tabelle zu verbessern, sondern auch bis auf einen Punkt an Tabellenführer Waldhof Mannheim heranzukommen!

„Das ist bitter für die Mannschaft. Ich habe den Lucky-Punch vergeben“, ärgerte sich Schmitt später maßlos über die verpasste Siegchance seines FC Homburg, der zuvor in den 90 Minuten nicht überzeugen konnte. Der spielerische Glanz der Homburger aus dem 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Saarbrücken war am Samstag beim Drittletzten Stadtallendorf wie weggeblasen. Auch FCH-Trainer Jürgen Luginger war mit den Leistungen seiner Mannschaft nicht einverstanden. „Vorne haben wir zu viele Bälle nicht an den Mann gebracht“, stellte er fest. Oder anders ausgedrückt: Es gab viel zu viele Fehlpässe in die FCH-Offensive. Torchancen in der Partie? Diese waren auf beiden Seiten dünn verteilt.

Die erste und auch die einzige Möglichkeit im ersten Spielabschnitt für Stadtallendorf vergab Antonyos Celik (11.), als er am herauseilenden FCH-Torhüter David Salfeld scheiterte. Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe der FC Homburg mit einem Freistoß durch Alexander Hahn erstmals Eintracht-Torwart Vincek ernsthaft prüfte. Luginger sprach in der Halbzeit vieles an. Doch am Spiel seiner Elf änderte sich vorerst nichts. Vorne zu harmlos und weiterhin Ballverluste in der Offensive. Wenigstens hinten stand man sicher. Aber Homburg hatte auch Glück: Bei einer Abwehraktion von Salfeld gegen Laurin Vogt (53.) traf der Homburger Torhüter den Eintracht-Spieler und hätte sich nicht beschweren können, wenn Schiedsrichterin Karoline Wacker auf Foulelfmeter entschieden hätte. Sie sah es anders und entschied zum Entsetzen der Hausherren sogar auf Freistoß für den FCH.



 Erst in den Schlussminuten spielte der FC Homburg druckvoller, durchdachter und konsequenter seine Angriffe aus. Ein 20-Meter-Schuss von Christian Lensch (88.) ging abgefälscht vorbei. Christopher Theisen (90.) schoss aus zwölf Metern zu schwach und zudem genau auf den Torhüter, ehe Schmitt mit der letzten Aktion den Sieg verpasste. ,,Es war ein schwieriges Spiel, in dem wir zwei, drei gute Möglichkeiten hatten“, stellte Luginger fest. Letzten Endes müsse man dann halt mit einem Punkt einverstanden sein. Hart ins Gericht mit sich selbst ging indes FCH-Spitze Bernd Rosinger: „Zwei Punkte haben wir liegen gelassen, weil wir einfach nicht gut gespielt haben. Der letzte Pass kam nicht an.“ Mit seiner eigenen Leistung sei er überhaupt nicht einverstanden. „Das war gar nichts von mir“, gab er selbstkritisch zu.