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Schwenker ist neuer Präsident der Handball-Bundesliga

Düsseldorf. Uwe Schwenker ließ keine Gelegenheit aus, um immer und immer wieder auf das hinzuweisen, was er für das Wichtigste hält. „Es geht nur gemeinsam“, wiederholte der neue Präsident der Handball-Bundesliga (HBL): „Das große Ganze, unsere schöne Sportart Handball, muss über den Interessen Einzelner stehen. sid

" Mit 48 Stimmen bei fünf Enthaltungen entschied sich die Mitgliederversammlung der HBL gestern in Düsseldorf für den früheren Nationalspieler und langjährigen Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel als Nachfolger des nicht mehr kandidierenden Reiner Witte. Es gab nur zwei Gegenstimmen, sie kamen von der SG Flensburg-Handewitt und dem Zweitligisten HC Empor Rostock, für den Schwenker zuletzt als Berater gearbeitet hatte.

In Zukunft will sich der 55-Jährige über alle Liga- und andere Grenzen hinweg in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen. "Ich habe 30 Jahre Erfahrung im Club-Handball, ich kenne die Vergangenheit, ich kann die Gegenwart beurteilen, und ich bin von einer guten Zukunft überzeugt", sagte Schwenker. Zumindest nach außen hin herrschte gestern in Düsseldorf Aufbruchstimmung. Aber viel Arbeit wartet auf Schwenker, auf die Liga, auf den Verband. Zunächst gilt es, einen neuen Bundestrainer zu installieren. Die Liga werde in jedem Fall "alles tun, was sie kann, damit unsere Nationalmannschaft wieder dort spielt, wo der größte Dachverband der Welt hingehört: An die Spitze."