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Judo
Schulter-OP zwingt Külbs zu Pause

Auf der Judomatte wird man Jasmin Külbs die nächsten Monate nicht sehen. Die 26-Jährige wird heute an der Schulter operiert.
Auf der Judomatte wird man Jasmin Külbs die nächsten Monate nicht sehen. Die 26-Jährige wird heute an der Schulter operiert. FOTO: Maxim Shipenkov / picture alliance / dpa
Zweibrücken. Die Zweibrücker Judokämpferin muss heute in Köln unters Messer. Von Martin Wittenmeier

Schwergewichts-Judoka Jasmin Külbs vom 1. JC Zweibrücken droht eine längere Pause. Nach einer Schultergelenks-Verletzung, die sich die 26-Jährige Ende Februar beim Grand Prix in Düsseldorf zugezogen hatte, sei eine Operation unumgänglich, erklärt Külbs‘ Heimtrainer Stephan Hahn. Heute begibt sich die Pfälzerin in der Kölner MediaPark-Klinik unters Messer. Neben einer Vernähung des Labrums (Pfannenlippe des Schultergelenks) wird der gebürtigen Speyerin bei dem Eingriff auch ein Stück Knochen verpflanzt.

„Ich rechne schon damit, dass Jasmin mindestens drei bis vier Monate aussetzen muss. Eventuell auch für ein halbes Jahr“, befürchtet Hahn eine lange Wettkampfpause seines Schützlings. Dies sei besonders ärgerlich, da bereits im Juni parallel zum Wettkampfgeschehen die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio beginnt. Auch die Judo-EM Ende April in Tel Aviv (Israel) wird Külbs somit verpassen.

Beim Heim-Grand-Prix hatte die Zweibrücker Judoka in der Trostrunde versucht, einen Wurfansatz von Samira Bouizgarne (Mönchengladbach) abzuwehren. Dabei kugelte sich Külbs die Schulter aus, die zwar von selbst zurück in das Gelenk rutschte, ihr seitdem aber starke Schmerzen bereitet. Daraufhin hatte die Schwergewichtlerin auch auf einen Start beim Grand-Slam im russischen Jekatarinburg Mitte März verzichtet. Hahn hofft, dass Külbs bis zum Saisonhöhepunkt, der Weltmeisterschaft Ende September in Baku (Aserbaidschan), wieder fit ist.