| 23:09 Uhr

Schon mit dem Rücken zur Wand

 Großen Einsatz, wie hier von Jure Colak (li.), fordert FCH-Trainer Jens Kiefer heute gegen die SVE. Foto: mh
Großen Einsatz, wie hier von Jure Colak (li.), fordert FCH-Trainer Jens Kiefer heute gegen die SVE. Foto: mh FOTO: mh
Homburg. Die Bilanz des FC Homburg nach drei Spielen in der Fußball-Regionalliga ist ernüchternd: ein Punkt und Platz 18. Zum ersten Heimspiel erwarten die bislang so offensivschwachen Grün-Weißen bereits heute Abend im Saarderby die SV Elversberg. Markus Hagen

Alles andere als rosig ist die Situation für den FC Homburg vor dem heutigen Derby. Nur ein Punkt aus drei Spielen und der vorletzte Tabellenplatz stehen in der Fußball-Regionalliga Südwest zu Buche. Und heute, 19.30 Uhr, zum ersten Heimspiel der Saison ist gleich die SV Elversberg im Waldstadion zu Gast. Nach der 0:2-Niederlage beim Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim muss der FCH also erneut gegen ein Topteam der Liga antreten.

"Wir brauchen nicht um den heißen Brei zu reden. Die SV Elversberg wird bei Umfragen der Regionalligatrainer von 16 als Topfavorit für Platz eins eingestuft", betont Trainer Jens Kiefer. "Daher sind sie auch gegen uns Favorit - aber chancenlos sind wir nicht", schiebt er nach. Gravierende Fehler, wie sich seine Spieler bei den beiden Gegentoren in Mannheim leisteten, dürften aber nicht passieren. "Dazu gilt es, die vielen Ballverluste abzustellen und nach vorne viel mehr zu tun." Kiefer hofft, dass seine Spieler für die Begegnung gegen den Tabellendritten höchste Konzentration an den Tag legen, um den Gegner nicht mit eigenen Fehlern zu Toren einzuladen, wie bei der jüngsten Niederlage.

"Wir müssen alles heraushauen, an unser Leistungsvermögen und Grenzen herankommen, wenn wir gegen die Elversberger nicht nur bestehen, sondern auch den ersten Saisonsieg einfahren wollen", gibt der 41-jährige Fußballtrainer vor. Mit nur einem Punkt stehe seine Mannschaft gewiss schon mit dem Rücken an der Wand. "Daher ist es wichtig, dass wir nicht nur eine gute Leistung abrufen, sondern auch punkten."



Personell gibt es gegenüber der zurückliegenden Auswärtspartie in Mannheim nichts Neues. Faiz Gbadamassi und Manuel Fischer sind weiter im Aufbautraining und stehen nicht zur Verfügung. Ob der FC Homburg bis zum Transferschluss am Mittwoch oder darüber hinaus noch einmal tätig wird, ist ungewiss. "Wir haben schon den einen oder anderen Spieler im Blick. Aber diese müssten auch finanzierbar sein. Wir haben einfach nicht das Geld wie Elversberg oder Saarbrücken und können einfach einen Topstürmer verpflichten", verdeutlicht Kiefer die kaum zu schließende Lücke, die durch den Abgang von Patrick Schmidt entstanden ist. Obwohl den Grün-Weißen ein neuer Torjäger gut zu Gesicht stehen würde, machte Kiefer klar, dass der FCH nur dann noch einen Spieler holen würde, wenn er das Team qualitativ weiterbringt - und für den Verein bezahlbar ist. Spieler mit diesen beiden Anforderungen seien zurzeit nicht in Sicht.

Mit Sicherheit wird Jens Kiefer seine Anfangsformation im Derby gegen die SV Elversberg gegenüber der letzten enttäuschenden Begegnung von Mannheim umstellen. "Es wird Veränderungen auf gewissen Positionen geben", kündigte er gestern Nachmittag an. Wo genau, ließ Kiefer jedoch offen.