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Schmidt soll Sturmproblem lösen

 Patrick Schmidt soll die Ladehemmungen des FC Homburg in der Regionalliga mit bislang erst sieben Treffern lösen. Foto: Hagen
Patrick Schmidt soll die Ladehemmungen des FC Homburg in der Regionalliga mit bislang erst sieben Treffern lösen. Foto: Hagen FOTO: Hagen
Homburg. Kurz vor Schließung der Transferliste wurde der FC Homburg noch einmal auf dem Markt tätig. Mit dem 20-jährigen Patrick Schmidt, der zuletzt für den 1. FC Saarbrücken auflief, verpflichtet der Tabellenzehnte der Fußball-Regionalliga Südwest einen neuen Stürmer. Er soll die Lücke schließen, die durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kai Hesse und Thierry Steimetz entstanden ist. Markus Hagen

Etwas überraschend erscheint der letzte Neuzugang des FC Homburg . Noch am vergangenen Donnerstag erklärte der Trainer des Regionalligisten, Jens Kiefer, bei der Spieltags-Pressekonferenz: "Patrick Schmidt kann für mich kein Thema sein, weil er keine Freigabe vom 1. FC Saarbrücken erhält." Nur vier Tage später sah alles ganz anders aus. Schmidts Vertrag bei den Blau-Schwarzen, der bis zum 30. Juni 2016 galt, wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der Weg zum FC Homburg war frei.

Schmidt, der erst im Januar 2014 vom Regionalligateam des FC Schalke 04 zum damaligen Drittligisten 1. FC Saarbrücken wechselte und in der vergangenen Spielzeit neun Partien für den Absteiger bestritt, dabei einen Treffer erzielte, war mit seiner Situation beim FCS unzufrieden.

Keine Perspektive beim FCS

"Nach dem Abstieg sprach mir Trainer Fuat Kilic das vollste Vertrauen aus. Ich bekam einen neuen für die Regionalliga gültigen Vertrag." Doch mit Saisonbeginn sah Schmidt seine "Felle davonschwimmen". Die Saarbrücker hatten sich mit vielen neuen Spielern verstärkt. In den ersten Begegnungen saß Schmidt mehr oder weniger nur noch auf der Reservebank. Zweimal kam er mit insgesamt 60 Minuten als Einwechselspieler zum Einsatz. "Für mich war dies zu wenig. Ich möchte mehr spielen und dies möglichst von Beginn an." Beim 1. FC Saarbrücken sah er diesbezüglich keine Perspektive mehr. Nach einem Gespräch mit Jens Kiefer und dem FC Homburg waren sich beide Seiten schnell einig. Am Montag unterschrieb der gebürtige Homburger bei den Grün-Weißen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015.

Als Jugendspieler spielte Schmidt unter anderem beim SV Webenheim, ehe er über den 1. FC Saabrücken zur U17 des VfB Stuttgart wechselte. In seiner Stuttgarter Zeit war der FCH-Neuzugang mehrfach von der U16 bis zur U19 für die DFB-Nationalmannschaft im Einsatz. Eine hartnäckige Schambeinentzündung, die sich über ein Jahr hinwegzog, stoppte Patrick Schmidts Fußballkarriere auf dem Weg zum Profi im Bundesligakader des VfB Stuttgart oder beim FC Schalke 04 , wo er zuletzt vor seiner Station beim FCS das Trikot überstreifte.

Offensiv vielseitig einsetzbar

Nun schnürt der 20-Jährige seine Fußballschuhe für den FC Homburg . Und Trainer Jens Kiefer ist zufrieden, zumal er nun eine Alternative mehr für das Sturmzentrum hat, nachdem Kai Hesse bis mindestens Ende Oktober wegen eines Muskelbündelrisses und auf unbestimmte Zeit Thierry Steinmetz wegen einer Sehnenentzündung im Kniebereich ausfallen wird. "Patrick ist genau der Spielertyp, den ich suchte: dynamisch, körperlich robust, zweikampfstark und torgefährlich." Zudem sei er vielseitig im Offensivbereich einsetzbar: Als vorderste Spitze, über die Außen oder auch als "zurückgezogene Spitze" habe er einen Spieler, der die FCH-Offensive verstärken wird. Schmidt, der beim FCH mit Tim Stegerer, Frederic Ehrmann und Jaron Schäfer einige Mitspieler aus seiner Saarbrücker Zeit wiedertrifft, erhofft sich einen Stammplatz bei seiner neuen Mannschaft, "mit der ich möglichst weit nach oben in der Regionalliga kommen möchte".