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Spielerabgänge
Schinke und Matheson haben Hornets verlassen

 Aric Schinke zieht es zum Herforder EV.
Aric Schinke zieht es zum Herforder EV. FOTO: David Oliver Betz / dob
Zweibrücken. Nächster Rückschlag: Der Eishockey-Regionalligist muss die letzten Rundenspiele damit auch ohne seinen Topscorer bestreiten. Von Svenja Hofer

() Nach dem aussichtslosen Kampf um einen Playoff-Platz müssen die Hornets nun einen weiteren Rückschlag verkraften: Aric Schinke und Kenneth Matheson haben den Eishockey-Regionalligisten bereits zwei Spiele vor Ende der Hauptrunde verlassen.

Nach der Niederlage am Wochenende beim direkten Konkurrenten ESC Hügelsheim und der damit nur noch theoretischen Chance auf einen Platz in der Finalrunde haben beide Spieler am Montag beim Hornets-Vorsitzenden Steffen Hafner um ihre Freigabe gebeten. Beide hatten Angebote von anderen Vereinen vorliegen. Da die Wechsel­frist zum 31. Januar endet, musste schnell eine Entscheidung getroffen werden. „Wir wollten den Spielern eine Steine in den Weg legen, sind sie doch nach Deutschland gekommen, um bis Ende März Eishockey zu spielen“, erklärte Hafner. Matheson und Schinke hätten sich zudem immer korrekt verhalten und seien daher auch bei den Zweibrücker Fans sehr beliebt gewesen. „Es war der ausdrückliche Wunsch beider Spieler noch innerhalb der Frist zu wechseln.“

Damit zurechtkommen muss damit jetzt auch Hornets-Trainer Tomas Vodicka, der mit seiner Mannschaft noch zwei Hauptrundenspiele sowie das Finale im Rheinland-Pfalz-Pokal gegen Limburg vor der Brust hat. „Kenny und Aric kamen zum Eishockey spielen zu uns, und es war ganz sicher nicht der Plan, dass unsere Saison schon Mitte Februar zu Ende geht“, zeigt auch der 34-Jährige Verständnis für den Wechselwunsch. Dennoch werde es „ohne die beiden schwer“ in den verbleibenden Partien gegen zwei Spitzenteams am Sonntag, 18 Uhr, bei den Eisbären Heilbronn sowie zum Abschluss eine Woche darauf zuhause gegen Eppelheim.



Aric Schinke zieht es zurück in die Regionalliga West, er schließt sich dem Herforder EV an. Bereits in der Saison 2016/17 hatte er für die Ice Dragons gespielt. Der Verteidiger kam in dieser Spielzeit auf 19 Scorer-Punkte (8 Tore/11 Vorlagen). Kenny Matheson geht in die Bayernliga. Der aktuelle Topscorer der Südwest-Staffel mit 36 Punkten (29 Tore/34 Vorlagen) wird nun für den EC Pfaffenhofen aufs Eis gehen.

Trotz der beiden Abgänge und der Enttäuschung, wohl nicht in den Playoffs zu spielen, fordert Vodicka – auch nach der bitteren Runde für den amtierenden Meister –, die letzten Spiele ordentlich über die Bühne zu bringen und „noch einmal Gas zu geben“. Danach hätte der Hornets-Coach gehofft, dass seine Mannschaft noch in der Pokalrunde der Teams spielen kann, die nicht in die Playoffs einziehen. Doch anders als im Vorjahr ist diese nicht geplant. „Es wäre gut gewesen, nicht so lange ohne Spielpraxis zu sein“, bevor es dann in die Planung für die kommende Saison geht.

 Kenny Matheson geht ab sofort für Pfaffenhofen auf Torejagd.
Kenny Matheson geht ab sofort für Pfaffenhofen auf Torejagd. FOTO: David Oliver Betz / dob