| 22:04 Uhr

Schaf Meggy stiehlt allen die Show
Schaf Meggy nimmt Hürde beim Reitturnier

Hannah Petri, Reiterin vom RFV Wittlich führte beim „Hot Dog Race“ statt eines Hundes das Schaf Meggy an der Leine. Als das Schaf sogar selbst über die letzte Hürde hüpfte, gerieten die Zuschauer in der Halle aus dem Häuschen.
Hannah Petri, Reiterin vom RFV Wittlich führte beim „Hot Dog Race“ statt eines Hundes das Schaf Meggy an der Leine. Als das Schaf sogar selbst über die letzte Hürde hüpfte, gerieten die Zuschauer in der Halle aus dem Häuschen. FOTO: Cordula von Waldow
Homburg-Schwarzenacker . Beim Reitturnier bei der RSG Berghof-Einöd war Sabine Leffer vom RFV Limbach dreifach erfolgreich. Auch die Gastgeber hatten Grund zum Jubeln. Von Cordula von Waldow

Das Turnier bei der RSG Berghof-Einöd, hoch auf der Höhe zwischen Homburg und Zweibrücken, war für Sabine Leffer wie gemacht. Gleich dreimal hintereinander sprang die Erfolgsreiterin des RFV Limbach am Sonntagnachmittag ganz oben auf das Treppchen. Sowohl im Hot-Dog-Race als auch im A**-Springen mit steigenden Anforderungen bis auf 1,20 Metern Höhe und in der abschließenden Stil-Springprüfung Klasse L spielte sie mit ihrem17-jährigen Trakehner Wallach Anjelli dessen Tempo und seine Wendigkeit geschickt aus.

Dabei wären sie im Stechen mit

ihren 37,03 Sekunden nicht einmal die Schnellsten gewesen: Selina Lauck vom RFV Gossersweiler am Stein ritt beherzt auf Angriff. Die Zeit von 36,86 Sekunden hätte gereicht, doch ihre erst sechsjährige Stute Imagine riss zwei Stangen. So gab es erneut Gold für Leffer und Anjelli vor Alisha Ritz (RV Gersweiler Am Alten Wasserturm), die mit ihrem neunjährigen Westfalenwallach Nerd und einer 7,5 mit der höchsten Stilnote ins Stechen eingezogen war. Vierte wurde Irene Weber vom RV Bliestal mit der zweitbesten Stilnote 7,3, die mit ihrem 16-jährigen Holländer Vitalis im Stechparcours ebenfalls zwei Abwürfe hatte.



Sabine Leffer hatte im vorhergehenden A**-Springen mit steigenden Anforderungen bis auf L-Niveau Zoe Brühl vom RFV Pirmasens-Winzeln und ihren neunjährigen Holsteiner Wallach Leandro um fast acht Sekunden unterboten. Den sichtlich größten Spaß hatte sie mit dem selbst gezogenen Hermelin L beim Hot-Dog-Race in der voll besetzten Reithalle. Sie meisterten den Springparcours aus fünf Hindernissen in einem solchen Affenzahn, dass sich Jaqueline Becker vom gastgebenden Verein und ihr Hund Eike ruhig Zeit lassen konnten, um Sprünge, Schweinestall und Strohburg zu überwinden. Silber gewannen unter den johlenden Anfeuerungsrufen und -pfiffen des Publikums die Titelverteidiger der RSG Berghof-Einöd, Lea Platte auf Quentago mit Esther Nieder und deren Hund Mia. Tristan Mayer vom RV Grenzland-Kröppen und Michael Kaden-Sowe vom Berghof zeigten, welchen Vorteil ein Jack Russel hat: Einfach den Hund unter den Arm klemmen und mit ihm den Parcours bewältigen. Den absoluten Höhepunkt jedoch lieferten Hannah Petri vom RFV Wittlich auf ihrem Schimmelwallach Esprit und Rieke. Diese führte statt Hund das Schaf Meggy an der Leine. Mit einem Leckerli-Eimerchen lockte sie Meggy durch den Parcours. Als das Schaf tatsächlich über die letzte Hürde sprang, war die ohnehin gute Stimmung auf dem Siedepunkt und das Schaf der Star des Reitturniers.

Die Gastgeber durften sie über zahlreiche Treppchenplätze und

Schleifenränge quer durch alle Prüfungen der Reiter, Senioren, Nachwuchsreiter und Nachwuchspferde freuen. Die Turnierrichter sahen Mara-Chantale Platte mit Equest Elfin sowohl im Springreiter- als auch im Stilspring-Wettbewerb auf dem ersten Platz. Jana Zoller landete mit ihren beiden Pferden Flying Pirate und Charly in der A**-Dressur einen Doppelsieg auf dem Gold- und Silberrang. Mutter Ulrike Zoller siegte im Ü30-Dressurwettbewerb auf Charly. Carina Reitnauer-Lebon siegte mit der sechsjährigen, selbst gezogenen Finity May R in der Dressurpferdeprüfung Klasse A*. In der L-Dressur auf Trensenzäumung gewann sie Silber vor Vereinskamerad Michael-Kaden Sowe und Lima Negra R.

Spannenden Sport lieferte auch die Dressurprüfung Klasse M* als anspruchsvollste Prüfung auf diesem Turnier. Mit nur einem halben Punkt Vorsprung siegte die Luxemburgerin Sarah Dinges mit dem siebenjährigen Hannoveraner Wallach Friedenscout vor der Pirmasenserin Susanne Moser (RV Lautertal) und ihrem zwölfjährigen Holsteiner Schimmelwallach Quite Cantus.

Wie immer punkteten die Gastgeber neben guten reiterlichen Leistungen auch mit ihrer familiären Atmosphäre, dem herausragenden kulinarischen Angebot und der einzigartigen Atmosphäre. Die farbenfrohe Herbstdekoration und die lebhaft mitfiebernden Zuschauer machten dem einen oder anderen Pferd jedoch zu schaffen.