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Handball-Oberliga
Neuzugang Alexey Wetz kann TVH nicht zum Sieg verhelfen

Neuzugang Alexey Wetz (rechts) vom Drittligisten VTZ Saarpfalz fügte sich mit drei Treffern schon recht gut beim TV Homburg ein.
Neuzugang Alexey Wetz (rechts) vom Drittligisten VTZ Saarpfalz fügte sich mit drei Treffern schon recht gut beim TV Homburg ein. FOTO: Martin Wittenmeier
Homburg. Handball-Oberliga: Der Aufsteiger muss sich nach zuletzt zwei Erfolgen dem TV Offenbach im Heimspiel klar mit 28:38 geschlagen geben. Von Markus Hagen

Einen enttäuschenden Auftritt haben die Oberliga-Handballer des TV Homburg am Samstag hingelegt. „Eine Niederlage mit vier oder fünf Toren Unterschied hätte ich akzeptieren können. Aber so eine klare Niederlage mit den alten Fehlern war erschreckend“, erklärte Jörg Ecker, Abteilungsleiter und Interimstrainer nach der 28:38 (14:20)-Heimpleite gegen den Tabellenfünften TV Offenbach.

„Man sah schon den Unterschied zwischen Offenbach und der HSG Völklingen, gegen die wir zuletzt gewannen“, erkannte Ecker die Dominanz des Gegners an. Die mit vielen großen Jungs besetzte Mannschaft sei auch spielerisch sehr stark. „Doch wir haben uns einfach nicht gut verkauft“, ärgert sich der Abteilungsleiter, dessen TV Homburg am Samstag mit einem weiteren Neuzugang angetreten war. Vom Drittligisten VT Zweibrücken wechselte der 27-jährige Rückraumspieler Alexey Wetz zum Oberliga-Aufsteiger.

In den ersten acht Minuten hielten die Homburger die Partie offen. 5:5 stand es, ehe der Ligafünfte auf 8:5 davon zog. Punkt um Punkt setzten sich die Gäste immer weiter ab. Jörg Ecker war tobte an der Außenlinie. „Einige Angriffe haben wir zu schnell abgeschlossen. Es folgten einfache Gegenangriffe mit Toren für die Gäste.“ Der Rückstand des TVH wuchs kontinuierlich auf 9:17 (21.) an. Ecker: „Wir verfielen wieder ins alte Muster. Hinten hatten wir Probleme und vorne gab es einige technische Fehler.“ Zudem hatte TVH-Torwart Maximilian Loschky keinen guten Tag erwischt. Ecker wechselte den Mann zwischen den Pfosten gegen Tobias Krumm aus, der in den letzten Minuten der ersten Halbzeit mit zwei Glanzparaden einen Zehn-Tore-Rückstand des TV Homburg verhinderte. So lag der Gastgeber nach 30 Minuten mit 14:20 zurück.



Im zweiten Abschnitt habe sich die Mannschaft dann noch einigermaßen aus der Affäre gezogen. Dennoch ging auch dieser mit 18:14 an die Gäste. Tobias Krumm hielt weiter super, doch seine Vordermänner ließen einiges an freien Bällen liegen „Mit mehr Konsequenz wäre zumindest die zweite Halbzeit enger gewesen. Wir waren nun fast auf Augenhöhe“, fand Ecker. Über 20:14 zog der TVO auf 25:17. Dessen Top-Torschützen des Abends, Fabian Graab und Felix Kunz, waren mit jeweils acht Toren nicht zu stoppen. Gut in Form zeigte sich bei den Homburgern erneut Fabian Eberhard, der mit acht Treffern bester TVH-Schütze war. Seine Mannschaft kämpfte in den letzten zehn Minuten, doch der TV Offenbach zeigte dem Vorletzten mit 38:28 doch ganz klar seine Grenzen. Ecker hatte im zweiten Spielabschnitt alles versucht, in dem er verschiedene Abwehrformation von 6:0, 4:2 oder 3:3 ausprobierte. Genutzt hat es aber nur wenig, dem TVH gelangen nach 20 Toren im ersten Abschnitt noch 18 Treffer.

Ecker sieht in seinem jüngsten Neuzugang Alexey Wetz eine sehr wertvolle und wichtige Verstärkung für das Team. „Er bringt viele Jahre Erfahrung aus der RPS-Oberliga mit und wird uns helfen“, ist er überzeugt. Nach einer kurzen Pause, wird der TV Homburg am 5. Januar in eigener Halle im Saarlandpokal-Halbfinalturnier antreten. Ecker kündigt an, dass er die drei Pokalspiele nutzen wolle, um verschiedene taktische Dinge auszuprobieren. Priorität habe für ihn und sein Team ganz klar die Runde in der RPS-Oberliga.