| 20:42 Uhr

Auswärtstrilogie beendet
Schlechte Chancenverwertung war einziges Manko

Bellheim. Handball-Oberliga: Frauen des SV 64 Zweibrücken setzen sich beim 25:20 auch im Auswärtsspiel in Bellheim durch.

Lange schwer getan haben sich die Oberligahandballerinnen des SV 64 Zweibrücken in Bellheim. Am Ende entführte die Mannschaft von Rüdiger Lydorf durch den 25:20 (12:10)-Erfolg aber die Punkte bei der Mannschaft mit dem sperrigen Namen SG Ottersheim-Bellheim-Kuhardt-Zeiskam. Und das obwohl der SV 64 phasenweise zu sorglos im Umgang mit seinen Torgelegenheiten umging. Das Zweibrücker Team vergab alleine fünf Siebenmeter. Beste Werferinnen waren Renata Szabo und Katharina Koch mit je fünf Treffern.

Ohne Laura Witzgall und Pauline Hartfelder mussten die 64er beim letztjährigen Drittligisten antreten. Da die A-und B-Jugendlichen der 64er bei schweren Spielen im Einsatz waren, verzichtete Lydorf auf weitere Talente der Junglöwinnen und rekrutierte dafür die erfahrene Conni Scherf-Zitte aus der Saarlandligamannschaft. Obwohl die Gäste aus der Westpfalz von Anfang an spielerisch auf der Höhe waren, mussten sie nach 15 Minuten einem Drei-Tore-Rückstand (5:8) hinterherlaufen. Das lag vor allem daran, dass die Lydorf-Schützlinge zu viele klare Einwurfmöglichkeiten, darunter zwei Strafwürfe, vergaben. So beantragte der SV-Coach eine Auszeit, um den Negativtrend der Abschlüsse zu unterbrechen. „Ich musste gar nicht viel verändern, denn wir hatten ja gut gespielt. Nur das Ergebnis hat nicht gepasst. Manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls“, kommentierte der Übungsleiter später sein taktisches Eingreifen, das sein Team auf die Siegerstraße brachte. Die Gäste drehten durch einen 7:2-Lauf die Partie und führten zur Pause mit 12:10.

Nach dem Seitenwechsel behielten die Zweibrückerinnen die Oberhand, setzten sich auf 14:10 (34.) ab. Diesen Vorsprung verteidigten sie über die gesamten dreißig Minuten. Die Gastgeberinnen aus der Vorderpfalz schafften es nicht mehr, den Rückstand auf weniger als drei Treffer zu reduzieren. Auf der anderen Seite ließen die 64er wiederum allerbeste Chancen aus, um die Partie schon frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dennoch gewannen sie völlig verdient mit 25:20 und ihr Coach zog eine positive Bilanz: „Ich bin außer mit der Chancenverwertung und ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden. Vor allem, weil wir die Ruhe bewahrt haben. Wir gehen positiv aus der Auswärtstrilogie raus und spielen nächste Woche endlich zu Hause“, freut sich Lydorf nach dem ungewöhnlichen Auftakt mit drei Auswärtsspielen auf die heimischen Fans. „Dort erwartet uns gleich mit Wittlich eine Mannschaft, die sehr stark in die Runde gestartet ist und uns alles abverlangen wird.“ Nach drei Partien können die Frauen des SV 64 Zweibrücken nun vier Punkte auf ihrem Konto verbuchen und wollen dieses am kommenden Wochenende nach dem ersten Heimspiel auf jeden Fall aufstocken.