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Reiter geehrt von Tipps der Meisterin

 Sandra Herrlich in Winzeln auf Eurofighter. Foto: von Waldow
Sandra Herrlich in Winzeln auf Eurofighter. Foto: von Waldow FOTO: von Waldow
Pirmasens-Winzeln. Lobende Worte von Berufsreiterin Janne Friederike Meyer und eine Bronzemedaille hat sich die Käshofer Perspektiv-Kaderreiterin Hanna Föckler beim Turnier in Winzeln verdient. cvw

Am Samstagmittag säumten viele Zuschauer den Winzeler Turnierplatz. Sie alle wollten erleben, wie Weltreiterin Janne Friederike Meyer die Ritte der vornehmlich jugendlichen Teilnehmer im A-Stilspringen kommentierte, nachdem das Richterduo Dieter Pankok und Eva Husicker die Wertnote verkündet hatten. "Das war eine schöne Runde." Die 33-jährige Managerin im Pferdesport punktete mit viel Einfühlungsvermögen. "Sie macht das toll. Betont in jedem Ritt das Positive und deutet das Negative so an, dass man damit arbeiten kann", erkennt sich Sandra Herrlich in der Bewertung wieder. Mit ihrem "Korrekturritt, weil Eurofighter am Donnerstag so schlecht war", ist die 42-Jährige vom RFV Limbach zufrieden, obwohl sie mit der Wertnote 7,4 knapp die Platzierung verpasst hat. "Eine weiche Hand", attestiert ihr Meyer, allerdings "zu nachgiebig für das gerne schneller werdende Pferd". "Ich finde es toll, eine Erklärung zu bekommen," lobt Carolin Schwender. Was in der Eingangsklasse E oft Usus ist, fehlt in der A-Klasse meist. Für die Winzeler Amazone hat sich mit Decke und goldener Schleife als Siegerin der zweiten Abteilung mit der Wertnote 7,2 der Traum erfüllt. Allerdings hat sie die Prüfung mit einem rhythmischen Ritt auf dem in letzter Zeit öfter muckenden Petersburg gewonnen. Mit ihrem eher stürmischen neuen Pferd, Herr Leman, und der Wertnote 7,6, den fünften Platz belegt. Am Ritt der Perspektiv-Kaderreiterin Hanna Föckler vom RSV Käshofen lobte Meyer den gleichmäßigen Rhythmus, mit dem ihre Stute Melissa die bis 1,20 Meter hohen Hindernisse flüssig überwand. Ihr Lohn: Wertnote 7,9 und Bronze. Trost fand Meyer für die, bei denen es nicht so rund lief. "Lass dich nicht entmutigen, ich habe viele gute Sprünge gesehen." Sie sei keine Richterin und gebe ihre persönliche Einschätzung ab, "Tipps aus langjähriger Erfahrung". Zudem seien junge Pferde, die in einem Zeitspringen deutlich besser abschnitten, unter dem Sattel gewesen. Was der ehemaligen Deutschen Meisterin positiv auffiel "Viele engagierte Ritte mit sehr guter Technik, die in höheren Klassen zu Erfolg führen."

Volles Haus beim Barriere-Springen unter Flutlicht am Abend. Unter den 15 Reiter-Pferde-Paaren war neben erfahrenen Mächtigkeitsspringern auch die 18-jährige Finalistin im HGW-Nachwuchs-Championat, Helena Müller (Zeiskam). Mit dem neunjährigen Wallach Lifou bewältigte sie souverän die Runde über 1,60 Meter. Bei 1,70 fiel die Stange. "Ich habe es versucht", freute sich die junge Amazone, die mit einem Sieg im M**-Springen und Silber in Klasse S* den U-30-Cup gewann. Julia Gorski vom RFV Alt Marl und ihre achtjährige Stute Consuela gehörten neben Uwe Carstensen (Riedheim) auf Best of Balou und Stefan Hirsch (Nordstetten-Horb) mit der er 13-jährigen Zanora zu denen, die bei 1,80 Meter patzten. Für Heinz Roevenich und den zwölfjährigen Hannoveraner Graf Sandro war es ein recht einfacher Sieg.