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Regionalliga: Homburg sucht nach der Winterpause weiter seine Form

 Symptomatisch für das Homburger Spiel: Jaron Schäfer (schwarz) läuft Steinbachs Maurice Müller nur hinterher. Foto: Markus Hagen
Symptomatisch für das Homburger Spiel: Jaron Schäfer (schwarz) läuft Steinbachs Maurice Müller nur hinterher. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der FC Homburg kommt nach der Winterpause einfach nicht in Schwung. Vor der Saisonminuskulisse von 543 Zuschauern kassierten die Grün-Weißen am Samstag gegen Aufsteiger TSV Steinbach eine verdiente 0:1-Heimniederlage. Michèle Hartmann

"Der Sieg für Steinbach geht absolut in Ordnung, weil wir es nicht verstanden haben, in der Offensive den Gegner zu beschäftigen und hinten zu viel zugelassen haben", erklärte Homburgs Trainer Jens Kiefer nach dem mäßigen Spiel seiner Mannschaft. "Man muss auch festhalten, dass wir in der Defensive unsere zahlreichen Ausfälle nicht kompensieren konnten." So fehlten Kiefer nicht nur der gesperrte Nils Fischer und der verletzte Emil Noll in der Innenverteidigung, sondern auch die Alternativen in der Offensive. "Es spricht schon Bände, wenn ich als zusätzliche Sturmspitze Teammanager Angelo Vaccaro bringen muss." Thierry Steimetz kam später in die Partie, obwohl er aus gesundheitlichen Gründen gerade vier volle Trainingseinheiten in diesem Jahr absolvieren konnte. Steinbach spielte von Beginn an offensiv und verdeutlichte, dass man gegen die verunsichert auftretende Homburger Mannschaft einen Sieg mit nach Hause nehmen wollte. Die erste Torchance im ersten Spielabschnitt hatte allerdings der FC Homburg durch Kai Hesse. Der Stürmer (10.) scheiterte aber am Steinbacher Torwart Frederik Löhe. Dann sahen die Zuschauer im Waldstadion nur noch Offensivaktionen der Gäste. Maurice Müller (12.) traf nur den Pfosten. Vier Minuten später war es soweit: Velimir Jovanovic köpfte eine Flanke von Müller unbedrängt zum 1:0 ins Homburger Tor.

Steinbach hätte durchaus noch vor der Pause erhöhen können. Jovanovic scheiterte am glänzend reagierenden Homburger Torhüter Tobias Trautner (30.). Dann vergab Pierre Merkel (32.) das sichere 2:0 für den TSV. Den Nachschuss setzte Müller ans Außennetz. Schließlich setzte Sargis Adamyan nach Ballverlust im Mittelfeld des FCH aus 40 Metern den Ball nur knapp über das Homburger Tor (41.). Mit dem knappen Rückstand zur Pause war der FC Homburg gut bedient.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verwaltete der TSV Steinbach seinen knappen Vorsprung, während Homburg sichtlich bemüht war, den Rückstand auszugleichen. Doch beim Gastgeber fehlte der richtige Druck aufs gegnerische Tor. Nachdem Jaron Schäfer (60.) für die erste Torgefahr sorgte, vergab der eingewechselte Thierry Steimetz (72.) die beste Möglichkeit zum 1:1, als er aus vier Metern mit einem Kopfball nicht traf. Kiefer: "Wir hätten zwar ausgleichen können, aber auch Steinbach hatte zwei hochkarätige Kontermöglichkeiten." So setzte der eingewechselte Daniel Jais (89.) frei vor Trautner auftauchend, den Ball aus 16 Metern klar neben das Homburger Tor. Noch kommt beim FC Homburg keine Abstiegsangst auf. Teammanager Angelo Vaccaro: "Dazu haben wir einfach zu viel Qualität. Aber es wird nun höchste Zeit, dass wir wieder punkten." Am besten schon am Mittwoch, wenn der FC Homburg um 18 Uhr beim Tabellendreizehnten Neckarelz antreten wird. Durch eine 0:2-Niederlage im Saarderby beim 1. FC Saarbrücken musste der Tabellenzweite der Regionalliga Südwest, SV Elversberg , einen Rückschlag im Kampf um die beiden ersten Tabellenplätze hinnehmen. Im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion ging der 1. FC Saarbrücken durch Alexandre Mendy mit 1:0 (33.) in Führung. Im zweiten Spielabschnitt hatte der FCS Glück, dass den Elversbergern ein klarer Handelfmeter verweigert wurde. Die Entscheidung der Partie fiel in der 90. Minute. Kevin Behrens schloss einen Konter zum 2:0-Endstand ab.