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Regenjacken statt Sonnenhüte

Rund 3000 Besucher verfolgten am Sonntag die acht Rennen beim Frühjahrs-Renntag, obwohl das Wetter nicht mitspielte. Fotos: cos
Rund 3000 Besucher verfolgten am Sonntag die acht Rennen beim Frühjahrs-Renntag, obwohl das Wetter nicht mitspielte. Fotos: cos
Zweibrücken. Zufriedene Gesichter beim Pfälzischen Rennverein. Der hochklassige Rennsport auf dem Zweibrücker Geläuf entschädigte am Sonntag die rund 3000 Besucher. Zumal das Renntagflair nicht auf der Strecke blieb. Norbert Schwarz

Regenschauer bis wenige Stunden vor dem ersten Start auf der Zweibrücker Rennwiese beim diesjährigen Frühjahrs-Renntag. Das hielt manchen Unentschlossenen von einem Besuch ab. Obwohl die Veranstaltung hochklassigen Pferderennsport auf einer tiefen, aber doch gut präparierten Rennbahn zu bieten hatte.

Stöckelschuhe und große, breitkrempige Sonnenhüte waren dieses Wochenende auf der Rennwiese out. Dafür waren festes Schuhwerk und Regenschutzkleidung gefragt, denn der April zeigte sich launenhaft. "Die Stimmung konnte der Regen am Vormittag aber nicht vermiesen", stellt ein zufriedener Hans-Otto Streuber, Präsident des Pfälzischen Rennvereins Zweibrücken , fest. Er merkte gleichfalls lakonisch an, dass Pferderennen eine Freiluftveranstaltung seien, für die niemand die Heizung anschalten könne. Die Wetterbedingungen seien wahrlich nicht optimal gewesen. Deshalb ist Streuber sehr froh, dass mehr als 3000 Besucher den Weg zur Rennwiese fanden. Streuber: "Wer verfolgte, welch hochklassige Jockeys den Weg nach Zweibrücken machten, welche Trainerinnen und Trainer in die Stadt der Rosen und Rosse kamen, der wird erst richtig schätzen können, Augenzeuge bei diesem großartigen Renntag gewesen zu sein." Der Präsident bewertet diese Tatsache als große Verbundenheit mit der Veranstaltung, dem Rennverein und seiner Tradition in der Stadt Zweibrücken . "Wir müssen ja nicht in jedem Jahr Rekorde brechen. Das macht überhaupt nichts, wir sind dennoch alle sehr zufrieden."

Bei Gerhard Rinner, der mit seinem großen Helferteam ausgezeichnete Arbeit am Totalisator leistete, war mit dem erzielten Ergebnis ebenfalls zufrieden und sieht es als einen großen Vorteil für alle, die auf die Rennbahn gehen, um auch mal sein Wettglück zu erproben, dass die Zweibrücker Veranstaltung im großen Wettverbund eingebunden ist, der von Köln aus zentral gesteuert wird. So wurden die Zweibrücker Rennen über Internet und mit drei Kameras in die Wettbüros rund um den Erdball übertragen. Genauso konnte auch in Zweibrücken via Fernsehen das Renngeschehen etwa in Köln mitverfolgt werden. Etwas zum "Kasse machen" war das abschließende Jagdrennen. Wer die drei Erstplatzierten in diesem Rennen richtig voraussagte, konnte für zehn Euro Einsatz 8254 Euro Gewinn machen.

Für Heinrich Schmahl und Elisabeth Penner aus Hornbach war der Sonntag wie in jedem Jahr ein Renntag mit viel Arbeit. Penner, die für den gastronomischen Bereich verantwortlich zeichnet, hatte mehr als 40 Helfer aufgeboten, damit sich alle auf der Rennwiese wohlfühlten. Das taten viele und zwischen zwei Wetteinsätzen schmecke eine Rostbratwurst besonders gut, meinte Peter Lenhard aus Schmitshausen, den es wie stets mit vielen anderen Pferdefreunden auch in diesem Jahr auf die Rennwiese gezogen hatte. Im Pferdesport, da seien Stadt und Land noch immer sehr eng miteinander verbunden.