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Quali nicht geschafft
Raus mit Applaus

Zweibrücken. Handball: SV64 A-Juniorinnen scheitern im ersten Qualiturnier für Jugendbundesliga. Von Roman Kuhn

Die weibliche A-Jugend des SV 64 Zweibrücken hat den Sprung in die Jugendbundesliga verpasst. Beim ersten Qualiturnier belegten die Handballmädchen mit 3:5-Punkten den vierten Platz. Dabei zeigten die Junglöwen eine gute Leistung. Zum Weiterkommen wäre allerdings ein Platz unter den beiden Erstplatzierten nötig gewesen. Beste Werferin im Team von Trainer Christian Buchner war Annalena Frank mit 18 Treffern (davon sieben Strafwürfe).

Anders als bei ihren männlichen Pendants können sich die ambitionierten Mädchenteams in Deutschland nicht für eine eigene Liga qualifizieren. Gleichsam ist eigentlich nur der Name „Jugendhandballbundesliga“. Während die Jungs bei einem erfolgreichen Aufstieg in einer der vier Bundesligastaffeln mit jeweils zwölf Mannschaften spielen, gibt es bei den Mädchen lediglich die Möglichkeit, parallel zum normalen Ligabetrieb in der Oberliga an kleineren Turnieren teilzunehmen. So spielen die 24 qualifizierten Teams in lediglich acht Dreiergruppen mit dem Modus „Jeder gegen Jeden“ einen Verlierer aus. Die anderen beiden Teams messen sich danach noch in einem weiteren Turnier mit vier Vereinen, aus dem dann bereits die wenigen Teilnehmer für die deutsche Meisterschaft ermittelt werden. Da die Mädels bei so einem Prozedere auf gerade mal vier bis maximal sieben Spiele pro Saison kämen, nehmen alle Vertreter noch am üblichen Spielbetrieb in der A-Jugend-Oberliga teil.

Beim Turnier in Budenheim setzten sich die favorisierten Gastgeberinnen souverän mit vier Siegen in vier Spielen durch. Dem SV 64 gelang im Auftaktspiel gegen den Saarrivalen HSG Marpingen-Alsweiler ein hart umkämpftes 12:12-Unentschieden. Nach einer einkalkulierten Niederlage gegen Friesenheim (12:15) trumpften die Mädels um die 18-fache Torschützin Annalena Frank auf und besiegten mit dem TV Arzheim einen aktuellen Teilnehmer an der deutschen Meisterschaft der B-Jugend. Im letzten Spiel schlugen sich die Westpfälzer gegen den haushohen Favoriten aus Budenheim beachtlich gut und erreichten mit der 18:22-Niederlage das beste Ergebnis aller Mannschaften gegen den Primus. Neben Budenheim setzte sich Marpingen als zweitplatziertes Team durch und darf somit an dem nächsten Qualifikationsturnier teilnehmen. Die Löwinnen werden allerdings alle Teilnehmer im Spielbetrieb der Oberliga wieder sehen.