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Raus aus dem Abstiegsstrudel

 Sorgenvoller Blick: Björn Hüther kämpft mit der SG Rieschweiler um den Klassenverbleib. Foto: mw/pmz
Sorgenvoller Blick: Björn Hüther kämpft mit der SG Rieschweiler um den Klassenverbleib. Foto: mw/pmz FOTO: mw/pmz
Rieschweiler. Es reicht ein Blick auf die Verbandsliga-Tabelle, um zu erkennen, dass die sportliche Halbzeit-Bilanz bei der SG Rieschweiler nicht positiv ausfallen kann. Mit 16 Zählern liegt das Team von Trainer Björn Hüther auf Rang 13. Der neue Mann an der Seitenlinie glaubt aber fest an den Klassenverbleib. Svenja Kissel

Ganz ohne Sorgen kann Björn Hüther nicht aus dem Jahr gehen. Dennoch schwingt bei dem Trainer des Fußball-Verbandsligisten SG Rieschweiler eine große Portion Hoffnung mit, am Ende der Runde nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen. "Es war dazu sehr wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen - für die Moral und das Selbstvertrauen." Auch mit Blick auf die Tabelle. Durch die drei Punkte aus dem überraschenden 4:0-Sieg gegen Kandel hat sich das Team von der Dicken Eiche wieder von den Abstiegsrängen gearbeitet, liegt mit 16 Zählern auf Rang 13. "So schlecht die Vorrunde auch war, ist das ein Platz, der am Ende reichen würde. Es ist unser Ziel, diesen mit aller Macht zu verteidigen", gibt sich Hüther kämpferisch.

Nach dem fulminanten Saisonstart, mit zwei Siegen gegen Zeiskam und Mombach, war die neu formierte Mannschaft gestartet, kam der Einbruch. Zehn Begegnungen lang blieb das Team von Hüther ohne Sieg. "Ich glaube nicht, dass wir es zum Start mit schwachen Teams zu tun hatten, vielleicht hat der ein oder andere geglaubt, es geht so einfach weiter". Ging es aber nicht. Erst am 12. Oktober gegen Rüssingen (2:1) endete die lange Durststrecke. Jedoch nur, um die nächste einzuleiten. Erst mit dem letzten Spieltag vor der Pause gegen Kandel , die sich im Hinspiel mit 5:0 durchsetzten, endete der zweite Negativlauf der Rieschweiler "Wir hatten einfach Phasen, in denen wir nicht gut gespielt haben. Dann kam vieles zusammen. Es war dann schwer, aus diesem Strudel wieder herauszukommen." So seien einige Spieler hinter ihren Leistungen zurückgeblieben. Lediglich Manuel Megel, Steffen Sprau und Pascal Frank hätten sich konstant gut präsentiert. "Mit Florian Opitz, Frederic Stark, Christoph Weis sind sonstige Säulen der Mannschaft immer wieder verletzungsbedingt weggebrochen - so kommen dann eben nur 16 Punkte zustande", betont Hüther. Gerade im Angriff sei sein Team absolut zu schwach besetzt gewesen. Alternativen haben gefehlt. Das soll sich nach der Winterpause ändern. Stürmer Stefan Maul kehrt aus Amerika zurück. Zudem bahnt sich die Rückkehr von Quincey Henderson vom FK Pirmasens an. "Es ist es gut, dass wir nach der Pause wieder breiter aufgestellt sind und auch einen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft haben", freut sich der SGR-Coach über die Rückkehrer.

Trotz der schwachen Punktausbeute aus vier Siegen, vier Unentschieden und zehn Niederlagen habe Hüther grundsätzlich nur wenig Grund, seiner Mannschaft einen Vorwurf zu machen. Sie hätten im Training immer mitgezogen, "die Stimmung war auch in den schweren Phasen immer gut", lobt Hüther. Jeder habe einschätzen können, dass die Mannschaft nicht mehr so ausgeglichen besetzt ist, wie im vergangenen Jahr. Einen Punkt beträgt nun der Abstand auf einen Abstiegsplatz. Alles andere als ein sicheres Polster. Doch Björn Hüther ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft in der Verbandsliga bleiben wird. "Ich bin guter Dinge und glaube daran. Die Jungs auch, das merke ich in den vielen Gesprächen, die wir führen." Dennoch müsse sein Team in der Vorbereitung ordentlich Gas geben. In Sachen Fitness hätten einige noch Nachholbedarf.

Wieder ins Training einsteigen werden die Rieschweiler am 19. Januar. Zuvor bestreitet ein Teil des Teams bereits einige Hallenturniere. Nach dem der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben spielen die Rieschweiler beim Turnier im saarländischen Schiffweiler sowie am 18. Januar beim Masters des MTV Pirmasens. Bevor es am 28. Februar in die Restsaison gegen den SV Morlautern, der gerade Torwart Thorsten Hodel vom SVN verpflichtet hat, geht, testet Hüther auf dem Platz unter anderem gegen Baumholder, Nanzdietschweiler, Ballweiler-Wecklingen und Herschberg.