| 22:07 Uhr

Punkt kann Gold wert sein

Wild entschlossen setzt sich SV-Angreifer Robin Egelhof (mit Ball) gegen Kronaus Abwehrspieler Nicolas Herrmann durch. Foto: Marco Wille
Wild entschlossen setzt sich SV-Angreifer Robin Egelhof (mit Ball) gegen Kronaus Abwehrspieler Nicolas Herrmann durch. Foto: Marco Wille FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Ein ganz wichtiges Remis haben sich die Drittliga-Handballer vom SV 64 Zweibrücken am Samstag gegen Kronau-Östringen erkämpft. Durch den Punkt halten sich die Löwen als 13. in der Tabelle über dem Strich. Christian Gauf

Der Abstiegskampf der Südstaffel der 3. Liga geht auch nach dem drittletzten Spieltag unvermindert weiter. Mitten drin sind dabei die Zweibrücker Löwen, die sich am Samstagabend im "Löwenduell" gegen die Bundesligareserve der Rhein-Neckar-Löwen beim 33:33 (16:18)-Unentschieden in den Schlusssekunden einen Punkt erkämpften.

Schütze des Punkt bringenden Treffers war Juniorennationalspieler Robin Egelhof, der zuvor eher glücklos abgeschlossen hatte. Sein letzter Freiwurf aber ging über den Abwehrblock Kronau-Östringens vorbei zum 33:33-Endstand. Die Zweibrücker Fans hielt es zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf den Sitzen. 750 Handballfans feierten und jubelten mit den Löwen, die auf dem Hallenparkett erneut ihren Freudentanz zeigten.

Während die Anfangsphase relativ ausgeglichen verlief, Benni Zellmer mit einem Tempogegenstoß in der achten Spielminute den 5:5-Ausgleich erzielte, übernahmen die Gäste anschließend das Kommando. Hier war es Toptorjäger Michel Abt, den die Zweibrücker Defensive überhaupt nicht in den Griff bekam. Mit seinem fünften Treffer erzielte der bullige Rückraumspieler in der 17. Spielminute das 5:11. Lange elf Minuten blieben die 64er ohne eigenen Torerfolg. "Da waren wir einfach nicht gut genug", fand SV-Trainer Stefan Bullacher kritische Worte zur inkonsequenten Abwehrarbeit.

Florian Enders mit einem Siebenmeter zum 6:11 beendete die SV-Flaute. Jetzt waren die SVler wieder da, kämpften sich in die Partie zurück. Beim 11:16-Zwischenstand waren die Gäste fünf Minuten vor der Pause letztmalig mit fünf Toren vorne, bis zur Halbzeitpause hatten die 64er den Rückstand dann aber auf 16:18 verkürzt. In der zweiten Hälfte gelang Jonas Denk bereits in der 34. Minute beim 19:19 erstmals wieder der Ausgleichstreffer - und von da an war das Drittligaspiel zwischen dem 13. und Siebten eine Begegnung auf Augenhöhe. Nils Wöschler erzielte dann in der 42. Spielminute beim 26:25 die erste SV-Führung dieses Spieles. Sicherheit brachte dies allerdings nur bedingt. Während sich auf Zweibrücker Seite nun wieder Unzulänglichkeiten einschlichen, zeigten die Gäste, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Beim 27:28-Zwischenstand zehn Minuten vor Spielende waren die Gäste wieder am Drücker. Die Rhein-Neckar-Löwen legten vor, die 64er glichen aus. Auch während der Zeitstrafe gegen Aris Wöschler in der 56. Spielminute, als Philipp Hammann in Unterzahl einen "Ball klaute" und per Gegenstoß zum 30:30-Zwischenstand traf.

In den letzten vier Spielminuten überraschten beide Mannschaften mit enormen Kraftreserven. Beide Teams erzielten jeweils noch drei Tore, wobei Egelhofs letzter Treffer erst unmittelbar vor dem Schlusspfiff einschlug und somit ein weiterer glücklicher, jedoch enorm wichtiger Punktgewinn herauskam.

Zum Thema:

Auf einen BlickSV 64: Kovacin und Berz (n.e.) im Tor - Egelhof 8/1, Enders 2/1, N. Wöschler 6 - T. Zellmer, A. Wöschler 7 - B. Zellmer 6 - Denk 2, Hammann 2, Bach, Bayer, Grieser.Zeitstrafen: 6:6 Min. Siebenmeter: 3/2 - 4/2.Schiedsrichter: Aniol/Gillman (Düsseldorf / Essen).Zuschauer: 750. cg