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Boxen
Profiboxer Senad Gashi kämpft um den Weltmeistergürtel der WBF

 Schwergewicht Senad Gashi aus Zweibrücken kämpft im Oktober um den Weltmeistertitel.
Schwergewicht Senad Gashi aus Zweibrücken kämpft im Oktober um den Weltmeistertitel. FOTO: Dieter Becker / Dieter BEcker
Zweibrücken. Am 6. Oktober bestreitet der Zweibrücker in Slowenien einen WM-Titelkampf gegen Mirko Tintor. Danach würde der 29-Jährige am liebsten wieder in der Rosenstadt antreten.

Er ist der Mann für die schnellen Siege: Profiboxer Senad Gashi (29) aus Zweibrücken kann eine beeindruckende Bilanz vorweisen: 18 Siege durch K.o., davon viele bereits in der ersten Runde, wie zuletzt im Juli in Mazedonien, als Gashi nach 46 Sekunden den Bosnier Ervin Dzinic (31) zu Boden streckte (der Merkur berichtete). Der Lohn: Zwei neue Titel: UBF-Europameister und GBF-Weltmeister.

Jetzt soll ein weiterer Titel folgen: Am Sonntag, 6. Oktober boxt Gashi in der Arena der slowenischen Hauptstadt Ljubljana um den Weltmeistertitel vom Boxverband WBF (World Boxing Federation), zu dessen prominenten Titelträgern auch Boxlegende Evander Holyfield gehörte.

Gashis Gegner ist dann der Bosnier Mirko Tintor (32), der in 18 Box-Duellen den Boxring 15 Mal als Sieger verlassen hat. Bange ist Gashi aber nicht. Der GBU-Weltmeister im Schwergewicht bereitet sich wie immer akribisch auf den Kampf vor, will den Titel. „Ich habe Mirko Tintor studiert und analysiert, habe Respekt, aber keine Angst“, sagt Gashi und ergänzt: „Ich werde offensiv kämpfen und gebe alles, um zu gewinnen. Insbesondere für meine vielen und treuen Fans, Freunde und Familie.“



Trotz der laufenden Vorbereitung auf den Titelkampf weilte Senad am letzten Wochenende zu einem Kurzbesuch in Zweibrücken bei seiner Familie. Auch um einem Freund beim Umzug zu helfen. Gashi, der mittlerweile in der spanischen Küstenstadt Marbella lebt, erklärt: „Ich hatte versprochen zu helfen – und ich stehe immer zu meinem Wort“.

Der Schwergewichtler, der jeden Tag betet – auch unmittelbar vor Kampfbeginn – setzt in Slowenien auch auf seinen Talisman, den er bei einem Boxkampf immer in seiner Sporttasche am Ring aufbewahrt: „Es ist ein Kreuz, ein Geschenk von meiner Frau“, verrät Gashi.

Spätestens im neuen Jahr will der Zweibrücker für seine Anhänger einen Kampf in der Region bestreiten: „Am liebsten natürlich in Zweibrücken. Alternativen wären Homburg, Neunkirchen, Pirmasens und die Südwestpfalz“, sagt der 29-Jährige, der sich auch mit seinem Box-Kollegen Jürgen Doberstein getroffen und ausgetauscht hat. „Wir wollen in der Region etwas auf die Beine stellen. Natürlich geht es dabei ums Boxen“, sagt Gashi, der auch mit 40 Jahren noch im Ring stehen möchte: „Ich habe mir kein Alterslimit gesetzt. Ich boxe, solange es mir Spaß macht und ich fit bin.“

Jetzt liegt der Fokus des Schwergewichts aber erstmal auf dem 6. Oktober – dann will Gashi sich einen weiteren Weltmeistergürtel umschnallen. Am liebsten wieder nach einem schnellen Sieg in der ersten Runde durch einen K.o.